ProA

80:82-Niederlage bestätigt Auswärtsschwäche

TheBloob am 29.01.2012 um 18:04

Herzschlagfinale auch in Nürnberg verloren

Vor 1.193 Zuschauern bestätigte die BG am Samstagabend, was Torsten Daume vor
dem Spiel gegen den NBC kritisiert hatte: Wenn individuelle Lösungen vor Teamplay
bekommen, der beste Wurf nicht gemeinsam kreiert wird, kann man nicht gewinnen.
Zwei Viertel zeigte die BG, dass sie durchaus ein mehr als ebenbürtiger Gegner war:
Das erste Viertel entschied man mit 18:25 recht deutlich für sich. Und als es in den
letzten zehn Minuten auf ein Herzschlagfinale hinauslief, konnte man auch diesen
Abschnitt mit 22:25 für sich entscheiden.
Dazwischen lagen allerdings zwei desaströse Viertel, die das Spiel entschieden und
Anlass für einige Videoanalysen geben dürften. Der Januar, in den die Karlsruher so
verheißungsvoll gestartet waren, endete mit zwei Auswärtsniederlagen, die die BG
auf Platz 13 zurückwerfen.
Waren die ersten Minuten in Nürnberg noch sehr ausgeglichen verlaufen, zeichnete
sich nach viereinhalb Minuten mit einem ersten Dreier von Martin Samarco und der
6:9-Führung ein leichter Vorteil für die Gäste ab. Als Moore kurz darauf einen
weiteren Distanzwurf versenkte, Howard von der Freiwurflinie sicher traf und man in
der Defensive so gut stand, dass Abercrombie bei seinen Versuchen nicht viel
gelingen wollte, konnte die BG mit 10:18 ihre höchste Führung im gesamten Spiel für
sich verbuchen. Dass man dieses erste Viertel mit +7 für sich entscheiden konnte, tat
der Psyche der Badener aber offensichtlich gar nicht gut.
Gleich der Beginn des zweiten Viertels bescherte den Gastgebern nämlich einen
13:0-Lauf, der alle Vorwürfe gegenüber der Mannschaft hinsichtlich der Wurfauswahl
und einer mangelnden Einstellung zu intensiver Defensive bestätigte. Bis zur 26:25-
Führung der Franken sah Torsten Daume sich das Treiben seiner Profis an, ehe er
eine Auszeit nahm. Einen 5:0-Lauf später war es Domonic Jones, der nach nahezu
fünf gespielten Minuten endlich die erlösenden Punkte für die Karlsruher markierte.
Später war es Michael Stockton, der mit seinem Dreier zum 33:35 das Spiel wieder
ein wenig kippen ließ. Mit 38:41 ging es in die Halbzeit. Ein tückischer Vorsprung,
wie sich im dritten Viertel zeigen sollte.
Denn offensichtlich fanden nicht alle Akteure in der Pause die richtige Einstellung
zum Gegner. Erst ließ man den NBC bei mehrmals wechselnder Führung wieder ins
Spiel kommen, ehe dann ausgerechnet Cornelius Adler, vor dem Daume noch vor
der Partie gewarnt hatte, gleich zwei Distanzwürfe hintereinander zum 57:51 durch
die Reusen schickte. Daume dürfte seinen Profis in der darauffolgenden Auszeit zum
Defensivverhalten einige deutliche Worte mit auf den Weg gegeben haben.
Allerdings musste er nach dieser Ansprache erleben, dass Adler das wenig
kümmerte: Sein nächster Dreier sorgte für eine solide neun-Punkte-Führung des
Taylor-Teams.
Bis zum Ende des Viertels konnte die BG dank Howard und Moore sich noch auf
60:55 heran arbeiten, aber die Aussichten auf einen Auswärtserfolg waren doch
deutlich geringer, als man das nach dem Verlauf des ersten Viertels hätte erwarten
sollen.
Zu Beginn des letzten Viertels versuchte die BG mit wechselhaftem Erfolg von
Außen den Abstand zu verkürzen. Spannend wurde es allerdings, als Rouven
Roessler ein Halbdistanzwurf zum 66:63 glückte. Die BG schien sich
zurückzumelden und Taylor nahm die zu erwartende Auszeit. Es gelang ihm, sein
Team besser einzustellen und als Will Chavis Zuspiele zweimal hintereinander Ike
Okoye unter dem Korb erreichten, markierte dieser eine etwas stabilere Führung
zum 75:68. Daumes nächste Auszeit zeitigte ein interessantes Ergebnis:
Ausgerechnet Martin Samarco, der bereits im ersten Viertel mit seinem Dreier ein
Zeichen gesetzt hatte, blies auch hier mit seinem zweiten und letztem erfolgreichen
Versuch zur Aufholjagd.
Diese endete leider nicht mehr erfolgreich, da Jonathan Moore am Ende zwar noch
mit einem weiteren Dreier auf 82:80 verkürzen, seinen letzten Versuch aus der
Halbdistanz aber nicht mehr durch die Reuse bringen konnte. Auf Seiten der BG war
die Frustration nach dieser Niederlage natürlich groß, zumal Howard wieder seine
Form gefunden und viele gute Anspiele verwandelt hatte, Moore, Jones und Stockton
eine wunderbare Partie zeigten. Torsten Daume stellte später fest: „Wir haben den
Sieg leider an der Freiwurflinie liegen lassen. 15 von 26 bei 57,7% sind angesichts
unserer üblichen Prozentzahlen von der Linie deutlich zu wenig. Dass wir den letzten
Turnover der Hausherren nicht mehr nutzen konnten, die Nürnberger in den
Overtime zu zwingen oder gar zu gewinnen ist schade, aber so ist das nun mal im
Basketball.“
Punkte BG Karlsruhe: Howard 22, Moore 17/2, Jones 16/3, Stockton 10/2, Roessler
7, Samarco 6/2, Hübner 2
Punkte NBC: Harris 22/1, Adler 17/4, Okoye 12, Abercrombie 11, De Michael 8,
Chavis 4, Reile 4, Barth 2, Ides 2


Back on the road
Nun Regio-Tour auf dem Dobel

Bleibt zu hoffen, dass die Spieler bei der am Montag stattfindenden Regio-Tour auf
dem Dobel etwas frische Luft schnappen, um sich voll auf das Spiel am Samstag
gegen die Saar-Pfalz Braves konzentrieren können. Vormittags werden diverse
Schulen in Bad Herrenalb, Straubenhardt, Pfaffenrot, Karlsbad und eben Dobel mit
Schulsport versorgt, ehe die Mannschaft sich zu einem gemeinsamen Essen im
Restaurant „Residenz“ in der Hauptstraße in Dobel trifft.
Richtig spannend wird es dann mit der Stadtwette. Die ursprüngliche Wettidee ein
Schlittenrennen auszutragen ist den Wetterverhältnissen zum Opfer gefallen. Ab 14
Uhr findet aber im Foyer des Kurhaus Dobel eine hochinteressante Kochwette statt,
wo mit dem Bürgermeister Wolfgang Krieg und dem Leiter des Kulturamts Herrn
Preiss zwei hochkarätige Wettkandidaten gegen Spieler der BG antreten werden, um
zu klären, wer sich in der Küche geschickte anstellt. Im ersten Teil wird der
entsprechende Teig für Spätzle anzurühren sein, im zweiten geht es um das korrekte
Schaben der Teigwaren. Wer denkt, dass es sich hier um eine Spaßveranstaltung
handelt, wird den Ernst dieses Wettbewerbs vielleicht besser verstehen, wenn er
sich vor Augen führt, dass Schiedsrichter der bekannte Fernsehkoch und
„Vollwertpapst“ Roy Kieferle ist. Er wird die Ergebnisse verkosten und entscheiden,
wer als Sieger aus dieser Begegnung hervorgeht. Ein Sieg wäre für die BG an dieser
Stelle schon aus Gründen der Stimmung wünschenswert.


Pressemitteilung: BG Karlsruhe



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