Regionalliga
Itzehoe Eagles besiegen Göttingen
TheBloob am 29.01.2012 um 12:34
Mit der Offensive gewinnt man Spiele, mit der Defensive Meisterschaften – alte Basketballer-Weisheit. Einen Sahnetag in der Offensive reichte den Sport-Club Itzehoe Eagles, um in der 1. Basketball-Regionalliga die BG 74 Göttingen zu bezwingen. So viele Punkte gab es selten in 40 Minuten zu sehen: 121:109 bezwangen die Eagles den Gast aus Niedersachsen. Viertelergebnisse: 27:17, 32:24, 26:39, 36:29.
Was die Zuschauer am Lehmwohld erlebt hatten, fasste Eagles-Coach Paul Larysz in vier Worten zusammen: „Werbung für den Basketball!“ Im ersten Viertel lief die Verteidigung der Gastgeber noch am besten, was die Göttinger Punkteausbeute anging. Dennoch, die Niedersachsen hätten zu viel Platz gehabt, meinte Larysz. Bei den Itzehoern fehlten der erkrankte Johannes Weißbach und der verletzte Felix Jehnichen. So traten sie nur mit acht Spielern an und scheuten aus Angst vor Fouls vor zu engagierter Verteidigung zurück. Es reichte trotzdem, um das Spiel während der gesamten 40 Minuten im Griff zu behalten.
Denn es lief in der Offensive – weil der Ball so gut lief wie selten. Eine aussagekräftige Statistik: Am Ende hatten die Eagles 35 Assists zu Buche stehen, also Pässe, die zum Korberfolg führen. Göttingen kam auf 13. Dass auch die von Larysz immer wieder geforderte Leidenschaft vorhanden war, zeigt die Rebound-Statistik: 39:24 für die Gastgeber.
„Alle haben sich gut eingefügt“, lobte der Coach. Trotzdem müssen aus der guten Mannschaft einige hervorgehoben werden. Center Vilius Sumskis verdiente sich mit 29 Punkten und 10 Rebounds wieder einmal das Etikett „sein bestes Spiel“. Tyrone Lewis demonstrierte mehrfach seine überragende Sprungkraft, war überall, machte 27 Punkte, verteilte 11 Assists und klaute dem Gegner 9 Mal den Ball. Nur ein Steal mehr – und er hatte ihn eigentlich bei einer zu Unrecht als Foul bewerteten Aktion –, und Lewis hätte das seltene „Triple Double“ eingefahren: zweistellige Werte in drei Statistik-Kategorien. Schließlich Moritz Peiseler: Alle Freiheiten habe er bekommen, sagte Larysz. Der Flügelspieler nutzte das „Schusstraining“ mit sagenhaften neun erfolgreichen Drei-Punkte-Würfen bei nur 14 Versuchen.
Insgesamt lag die Wurfquote der Eagles bei sehr starken 59 Prozent, doch auch die Gäste trafen mehr als die Hälfte ihrer Würfe. Nach dem 59:41 zur Pause hatten sie nichts mehr zu verlieren und legten im dritten Viertel richtig los. Die Eagles spielten zwar in der Verteidigung nicht mehr mit allerletztem Einsatz, dennoch waren es schwierige Würfe, die die Göttinger reihenweise versenkten. „39 Punkte ist natürlich eine Aussage“, kommentierte Larysz.
Nur noch 85:80 stand es vor dem letzten Abschnitt, doch Moritz Peiseler – wer sonst – per Dreier sorgte gleich für Ruhe. Schnell wuchs die Führung wieder. „Das Spiel war nicht gefährdet“, stellte Larysz fest. Sein Team habe die Zügel etwas schleifen lassen und sich in der zweiten Halbzeit nur noch auf die Offensive verlassen. Dort allerdings lief es beeindruckend gut – die Zuschauer hatten ihren Spaß.
SCI Eagles: Vilius Sumskis (29 Punkte, 10 Rebounds), Moritz Peiseler (27, 9 Dreier), Tyrone Lewis (27, 1 Dreier, 11 Assists, 9 Steals, 7 Rebounds), Tomas Milinskas (10, 8 Rebounds), Robert Daugs (10, 2 Dreier, 6 Assists), Florian Reiter (8), Andrej König (8), Thorben Haake (2, 8 Assists).
Pressemitteilung: Sport-Club Itzehoe Eagles
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