Telekom Baskets Bonn
Spitzenspiel, das Spuren hinterlässt
Schippi am 04.01.2004 um 02:46
Mit einem verdienten 91:83-Sieg wurde das Team von GHP Bamberg heute zurück nach Oberfranken geschickt, ein Sieg an den sich einige Akteure der Telekom Baskets Bonn noch nach Wochen erinnern werden können. Nicht nur emotional wurde heute auf Spielfeld und den Rängen der Bonner Hardtberghalle vor rund 3.400 Zuschauern ein echtes Spitzenspiel geboten, der Kraftakt gegen den amtierenden Vizemeister sorgt auch in naher Zukunft noch für gegenügend Gesprächsstoff über die heutige Partie. Gleich beim ersten Angriff der Baskets kam Center Miladin Mutavdzic ungünstig mit dem Fuß auf, humpelte zurück in die eigene Zone und wurde Verletzungsbedingt ausgewechselt, die Teamärzte diagnostizierten zunächst einen Anriss des Außenbandes im Sprunggelenk. "Misha" fällt damit wohl für mindestens zwei Spiele aus und kann am kommenden Dienstag nicht beim wichtigen ULEB-Cup Spiel gegen Zeleznik Belgrad dabei sein. Doch damit nicht genug, auch sein Back-Up auf der Position fünf, Branko Klepac bekam in der Defense in einem Luftkampf mit Bambergs Chris Ensminger einen kräftigen Schlag mit dessen Ellbogen ins Gesicht, er musste kurzzeitig den Platz verlassen, beim Teamcaptain der Baskets wurde ein Nasenbeinbruch festgestellt.
Sportlich erinnerte das Spiel allerdings stark an das Play-Off-Halbfinale der vergangenen Saison 2002/03 in dem die Baskets mit 3:1 den Kürzeren gegen den vermeindlichen Außenseiter zogen. Auch heute agierten die Mannen von Bundestrainer Dirk Bauermann, vor allem zu Beginn der Partie stark und konnten zwischenzeitlich eine Führung von 10 Punkten verbuchen und gewannen das erste Viertel mit 22:14.
Wie wichtig allen Beteiligten das Spiel heute war zeigte ein erneuter Tumult, wie in der letzten Spielzeit gesehen, zu Beginn des zweiten Viertels. Bamberg ist bekannt für seine harte - manchmal als unfair bezeichnete - Spielweise, doch neben den Basketsfans schien nun vor allem auch das Team der Bonner wie wachgeküsst. Gab es im ersten Spielabschnitt noch Schwierigkeiten die Abpraller zu kontrollieren, fischten die Großen der Baskets nun eifrig Rebounds. Neben der wiedererrungenen Stärke am Brett, kam noch eine Freiwurfquote, die zur Halbzeitpause 100% betrug hinzu, um den Vorsprung der Franken zur Halbzeit in eine knappe 39:36-Führung umzumünzen.
Ab der Pause ließen die Baskets nichts mehr anbrennen, Headcoach Predrag Krunic hatte sein junges Team scheinbar gut eingestellt und vor dem Kampf und den Versuchen der Bamberger ins Spiel zurückzukommen gewarnt.
So konnten die Bonner bis ins Schlussviertel hinein eine ausreichend hohe Führung verbuchen, welche das Team von Dirk Bauermann dazu nötigte zu foulen, um die Baskets an die Freiwurflinie zu schicken und in aller erster Linie die Uhr anzuhalten, um in der Offensive der Gäste schnelle Punkte, oft durch Dreier, zu erreichen. Doch die Nerven der beiden Baskets-Guards Aleksandar Capin und Rimantas Kaukenas scheinen dick, wie Drahtseile. Kaum ein Freiwurf ward vergeben, so dass Bamberg kaum mehr eine Chance hatte, den Bonner Sieg so kurz vor Schluss noch zu verhindern.
Dirk Bauermann selbst bezeichnete die Spielweise seines eigenen Teams, wegen der vielen aber notwendigen taktischen Fouls als "häßlich", sah Bonn aber als verdienten Sieger der Partie.
Von
Christopher Schepelle
0 Kommentare
Sportlich erinnerte das Spiel allerdings stark an das Play-Off-Halbfinale der vergangenen Saison 2002/03 in dem die Baskets mit 3:1 den Kürzeren gegen den vermeindlichen Außenseiter zogen. Auch heute agierten die Mannen von Bundestrainer Dirk Bauermann, vor allem zu Beginn der Partie stark und konnten zwischenzeitlich eine Führung von 10 Punkten verbuchen und gewannen das erste Viertel mit 22:14.
Wie wichtig allen Beteiligten das Spiel heute war zeigte ein erneuter Tumult, wie in der letzten Spielzeit gesehen, zu Beginn des zweiten Viertels. Bamberg ist bekannt für seine harte - manchmal als unfair bezeichnete - Spielweise, doch neben den Basketsfans schien nun vor allem auch das Team der Bonner wie wachgeküsst. Gab es im ersten Spielabschnitt noch Schwierigkeiten die Abpraller zu kontrollieren, fischten die Großen der Baskets nun eifrig Rebounds. Neben der wiedererrungenen Stärke am Brett, kam noch eine Freiwurfquote, die zur Halbzeitpause 100% betrug hinzu, um den Vorsprung der Franken zur Halbzeit in eine knappe 39:36-Führung umzumünzen.
Ab der Pause ließen die Baskets nichts mehr anbrennen, Headcoach Predrag Krunic hatte sein junges Team scheinbar gut eingestellt und vor dem Kampf und den Versuchen der Bamberger ins Spiel zurückzukommen gewarnt.
So konnten die Bonner bis ins Schlussviertel hinein eine ausreichend hohe Führung verbuchen, welche das Team von Dirk Bauermann dazu nötigte zu foulen, um die Baskets an die Freiwurflinie zu schicken und in aller erster Linie die Uhr anzuhalten, um in der Offensive der Gäste schnelle Punkte, oft durch Dreier, zu erreichen. Doch die Nerven der beiden Baskets-Guards Aleksandar Capin und Rimantas Kaukenas scheinen dick, wie Drahtseile. Kaum ein Freiwurf ward vergeben, so dass Bamberg kaum mehr eine Chance hatte, den Bonner Sieg so kurz vor Schluss noch zu verhindern.
Dirk Bauermann selbst bezeichnete die Spielweise seines eigenen Teams, wegen der vielen aber notwendigen taktischen Fouls als "häßlich", sah Bonn aber als verdienten Sieger der Partie.
Von
Christopher Schepelle
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