ALBA Berlin BBT

ALBA endlich im TV

Frankie am 30.12.2003 um 21:56

Der neue Sendetermin für das "Spiel der Woche" am Freitag verbannte ALBA Berlin im bisherigen Saisonverlauf aus den Bundesliga-Übertragungen des DSF. Die Terminkollision mit der Euroleague (Spieltermin Mittwoch / Donnerstag) machte es ALBA bislang praktisch unmöglich, Bundesliga-Spiele an einem Freitag zu bestreiten. Aber am 02. Januar (Freitag, 19:30 Uhr) klappt es doch: Die Euroleague-Spielpause ermöglicht es dem DSF, endlich auch einmal ein Spiel der ALBAtrosse zu übertragen. Die Paarung hat es dabei in sich: ALBA tritt in der Braunschweiger Volkswagenhalle in der Neuauflage des letztjährigen Halbfinales gegen BS|ENERGY an. Wohl jeder erinnert sich noch an diese packendste und knappste Play-Off-Serie, die ALBA in den letzten Jahren zu überstehen hatte und in der die Braunschweiger schafften, was in den letzten sieben Jahren keinem anderen Bundesligisten gelungen ist: Sie gingen gegen ALBA in einer Play-Off-Serie 2:1 in Führung. Aber in einem denkwürdigen und hochklassigen Fight zweier gleichermaßen von Verletzungen gehandicapter Teams setzten sich die Berliner am Ende doch noch mit 3:2 durch und zogen ins Finale ein.

Wahrscheinlich wird das Spiel am Freitag nicht ganz so große Emotionen freisetzen - schließlich ist es "nur" ein Punktspiel. Aber die Zuschauer in der Volkswagenhalle und vor den Bildschirmen dürfen sich trotzdem auf ein außergewöhnliches Spiel freuen, denn keine der beiden Mannschaften hat derzeit etwas zu verschenken: Für die Berliner geht es darum, sich in der mittlerweile auf sechs Teams angewachsenen Spitzengruppe weiter vorne zu etablieren. Die Braunschweiger stehen vor heimischer Kulisse nach drei Niederlagen in Folge aber noch mehr unter Zugzwang. Eine weitere Niederlage würde die Niedersachsen bedrohlich nahe ans Tabellenende rücken lassen - ein Platz, den kein Experte zu Saisonbeginn für den letztjährigen Halbfinalisten vorgesehen hatte.

Erinnerungen an die letztjährige Halbfinalserie werden auch in personeller Hinsicht wach: Sowohl im Braunschweiger als auch im Berliner Aufgebot hat sich nicht viel verändert. Bei den Niedersachsen sind Center Mike Mardesich und Forward Byron Mouton neu hinzugekommen, bei den Berlinern John Best und Chuck Evans. Alle anderen Akteure kennen sich noch bestens aus den Duellen der letzten Saison. Ganz besonders im Rampenlicht stehen wird dabei der junge polnische Center Szymon Szewczyk, der im letzten Jahr mit seiner spektakulären Spielweise zum Publikumsliebling in Braunschweig wurde, im Sommer aber nach Berlin wechselte, um sich dort der Herausforderung der Euroleague zu stellen.

Interessant sind auch die ungleichen Startvoraussetzungen beider Teams: Die Braunschweiger konnten durch Spielverlegungen ihren Spielern die Chance geben, zu pausieren und die Feiertage bei ihren Familien zu verbringen. Die Berliner dagegen hatten angesichts zweier Punktspiele in Frankfurt (27. 12.) und gegen Würzburg (30.12.) nur wenig Gelegenheit, das Weihnachtsfest und den Jahreswechsel zu genießen und Kraft für die anstehenden Aufgaben zu tanken.

Spiele bei Slask Wroclaw und gegen Gießen verlegt
Aus fernsehtechnischen Gründen wurde das Euroleague-Auswärtsspiel bei IDEA Slask Wroclaw von ursprünglich Mittwoch, dem 14. Januar auf Donnerstag, den 15. Januar um 18:00 Uhr verlegt. Daraufhin wurde auch das Bundesliga-Heimspiel gegen die Gießen46ers nach hinten verschoben, statt bisher am Samstag, den 17. Januar findet es nunmehr am Sonntag, den 18. Januar um 15:00 Uhr in der Max-Schmeling-Halle statt.

Presseinfo: ALBA Berlin

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