ALBA Berlin BBT
ALBA-Schreck zu Gast in Berlin
Frankie am 29.12.2003 um 17:35
28 Stunden vor dem Jahreswechsel steht für ALBA Berlin am Dienstag (30. Dezember, 20:00 Uhr, Max-Schmeling-Halle) mit dem Heimspiel gegen TSK Würzburg die letzte Aufgabe des Jahres 2003 auf dem Programm. Natürlich findet sich der Titelverteidiger am 13. Spieltag gegen die von vielen Experten zu Saisonbeginn als Abstiegskandidat gehandelten Würzburger in einer Favoritenrolle wieder. Allerdings überraschte der im Sommer nur durch die Aufstockung der Basketball-Bundesliga auf 16 Mannschaften vor dem Abstieg bewahrte TSK Würzburg im bisherigen Saisonverlauf mit Erfolgen in Frankfurt sowie gegen Braunschweig und den MBC schon mehrfach als Favoritenschreck.
Mit bereits fünf Siegen aus den ersten zwölf Spielen rangieren die Würzburger jedenfalls in der Tabelle aktuell näher an den Play-Off- als an den Abstiegsplätzen. Diese unerwartet positive Bilanz der Mannschaft von Trainer Aaron McCarthy ist umso erstaunlicher, als sie unter erschwerten Bedingungen erzielt wurde: Die Würzburger mussten im ersten Saisondrittel nämlich einige verletzungsbedingte Ausfälle verkraften. Kurz vor Saisonbeginn fiel US-Guard Marcus Grant mit einem Bandscheibenvorfall aus. Der kurzfristig verpflichtete Ersatzmann Curtis Millage musste schon nach vier Wochen seinen Platz zugunsten von Jason Perez räumen, der jetzt zusammen mit dem jugoslawischen Aufbauspieler Igor Perovic das Würzburger Spiel organisiert. Anfang Dezember verloren die Würzburger zudem ihren bisherigen Topscorer Dubravko Zemljic. Der Kroate fällt mit einem gebrochenen Daumen voraussichtlich noch bis Februar aus.
Erst über Weihnachten gelang es den Würzburgern, mit dem belgischen Nationalspieler Butch Tshomba einen passenden Ersatz für die Flügelposition zu finden, der am Samstag beim Würzburger 92:77 über Gießen mit zwölf Punkten in zwölf Minuten aus dem Stand ein überzeugendes Debüt feierte. Unter dem Korb steht bei den Würzburgern der kräftige US-Center Antonio Kitchings im Brennpunkt, der zusammen mit dem vielseitigen tschechischen Power Forward Ivo Kresta für fast die Hälfte aller Würzburger Rebounds verantwortlich ist.
Auch die Erfahrung aus früheren Spielzeiten lehrt die Berliner, diesen Gegner nicht auf die leichte Schulter zu nehmen: Erst vor zwei Jahren siegten die Würzburger an der Spree sensationell 77:72 und sind seitdem neben Bonn und Köln das einzige BBL-Team, das auf zwei Siege in der Max-Schmeling-Halle verweisen kann. In der letzten Saison standen die Würzburger sogar kurz davor, sich endgültig als ALBA-Schreck zu etablieren: Sie erwischten die ALBAtrosse am 19. Januar schon wieder auf dem falschen Fuß und führten in der Max-Schmeling-Halle bereits 35:17, bevor ALBA endlich aufwachte und eines der verrücktesten und denkwürdigsten Spiele der Saison 2002/03 mit einer furiosen Aufholjagd doch noch unter Kontrolle bekam und 95:90 gewann.
Presseinfo: ALBA Berlin
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Mit bereits fünf Siegen aus den ersten zwölf Spielen rangieren die Würzburger jedenfalls in der Tabelle aktuell näher an den Play-Off- als an den Abstiegsplätzen. Diese unerwartet positive Bilanz der Mannschaft von Trainer Aaron McCarthy ist umso erstaunlicher, als sie unter erschwerten Bedingungen erzielt wurde: Die Würzburger mussten im ersten Saisondrittel nämlich einige verletzungsbedingte Ausfälle verkraften. Kurz vor Saisonbeginn fiel US-Guard Marcus Grant mit einem Bandscheibenvorfall aus. Der kurzfristig verpflichtete Ersatzmann Curtis Millage musste schon nach vier Wochen seinen Platz zugunsten von Jason Perez räumen, der jetzt zusammen mit dem jugoslawischen Aufbauspieler Igor Perovic das Würzburger Spiel organisiert. Anfang Dezember verloren die Würzburger zudem ihren bisherigen Topscorer Dubravko Zemljic. Der Kroate fällt mit einem gebrochenen Daumen voraussichtlich noch bis Februar aus.
Erst über Weihnachten gelang es den Würzburgern, mit dem belgischen Nationalspieler Butch Tshomba einen passenden Ersatz für die Flügelposition zu finden, der am Samstag beim Würzburger 92:77 über Gießen mit zwölf Punkten in zwölf Minuten aus dem Stand ein überzeugendes Debüt feierte. Unter dem Korb steht bei den Würzburgern der kräftige US-Center Antonio Kitchings im Brennpunkt, der zusammen mit dem vielseitigen tschechischen Power Forward Ivo Kresta für fast die Hälfte aller Würzburger Rebounds verantwortlich ist.
Auch die Erfahrung aus früheren Spielzeiten lehrt die Berliner, diesen Gegner nicht auf die leichte Schulter zu nehmen: Erst vor zwei Jahren siegten die Würzburger an der Spree sensationell 77:72 und sind seitdem neben Bonn und Köln das einzige BBL-Team, das auf zwei Siege in der Max-Schmeling-Halle verweisen kann. In der letzten Saison standen die Würzburger sogar kurz davor, sich endgültig als ALBA-Schreck zu etablieren: Sie erwischten die ALBAtrosse am 19. Januar schon wieder auf dem falschen Fuß und führten in der Max-Schmeling-Halle bereits 35:17, bevor ALBA endlich aufwachte und eines der verrücktesten und denkwürdigsten Spiele der Saison 2002/03 mit einer furiosen Aufholjagd doch noch unter Kontrolle bekam und 95:90 gewann.
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