Phoenix Hagen

Siebter Saisonsieg an der Nordsee: Phoenix Hagen gelingt die Revanche

TheBloob am 15.01.2012 um 20:19

Das war wichtig: Phoenix Hagen gewann zum Auftakt der Rückrunde in der Beko
Basketball Bundesliga mit 88:83 (44:45) bei den Eisbären Bremerhaven. 3.290
Zuschauer in der Stadthalle sahen eine enge Partie, die die Gäste durch ein
starkes Schlussviertel für sich entscheiden konnten.

Ein guter Aufbauspieler lässt arbeiten und wenn es dann darauf ankommt,
zieht er auch selbst mal den Degen. So lässt sich das Debüt von Patrick
Sparks im Phoenix-Dress wohl am besten zusammenfassen. Der US-Amerikaner
stand fast 37 Minuten auf dem Feld und verzichtete bis zur 36. Minute auf
jeden Wurfversuch. Stattdessen verteilte er blitzsaubere 13 Assists. Als es
dann brannte, stach Sparks zu: 59 Sekunden vor dem Ende versenkte er seinen
einzigen Dreierversuch zum 82:77 für die Gäste. Bremerhaven kam noch einmal
auf 83:85 durch Anthony Smith heran, doch Zygimantas Jonusas sicherte in
den letzten zehn Sekunden den dritten Auswärtserfolg der Feuervögel von der
Freiwurflinie.

Es war ein bis zur Mitte des zweiten Viertels ausgesprochen schwungvolles
Basketballspiel, das sich die beiden Teams lieferten. Bremerhaven, wie
schon vor Wochenfrist ohne die verletzten Torrell Martin und Jason Cain
angetreten, lieferte sich einen offenen Schlagabtausch mit den Hagenern,
die diesmal auf Edward Seward als achten Ausländer verzichteten. Jordan
Hasquet entwickelte schnell Freude am Zusammenspiel mit Patrick Sparks, das
er zu 16 Punkten vor dem Seitenwechsel nutzte. Das schnelle Hin und Her mit
hohen Wurfquoten gönnte sich erst in den letzten fünf Minuten vor dem
Wechsel eine Pause. Da stand es 44:39 für Phoenix. Bis zur Halbzeit
erarbeiteten sich die Eisbären wieder eine 45:44-Führung.

Stürmisch ging es auch zu Beginn der zweiten Hälfte an der Nordsee zu.
Beide Teams trafen jetzt wieder sicher. Hasquet nutzte den zu diesem
Zeitpunkt zehnten Assist von Sparks zum 57:55 für Phoenix (25.). Die
Eisbären holten sich nach 30 Minuten die Führung noch einmal zurück
(67:62). Doch die Mannschaft von Trainer Ingo Freyer startete ihrerseits
den Schlussabschnitt mit einem 8:0-Run, den Tristan Blackwood zum 70:67 für
Hagen beschloss (32.). Phoenix sollte diesen knappen Vorsprung nicht wieder
hergeben.

Die Gefahr bestand freilich. So etwa, als der starke Anthony Smith per
Dreier zum 77:78 traf (38.). Beide Teams taten sich jetzt schwer, verloren
den einen oder anderen Ball – bis Patrick Sparks ein Feuer in der
Stadthalle entfachte und seinen Dreier zum 82:77 für Phoenix Hagen
versenkte. Den Feuervögeln gelang mit dem 88:83 nicht nur die
Wiedergutmachung für das 88:96 im Hinspiel vor einer Woche. Sie feierten
vor allem den so wertvollen dritten Auswärtssieg und siebten Saisonsieg
insgesamt zum Auftakt der Rückrunde. Ein unschätzbar wichtiger Erfolg in
einer enorm verbauten Kellerlandschaft der Beko BBL-Tabelle!

Dementsprechend gelöst geht Ingo Freyer in die zweiwöchige Spielpause: „Es
tut gut, dass wir ein Spiel wie in Bremerhaven gewinnen können. Es war
ähnlich ausgeglichen wie vor einer Woche, aber wie haben diesmal am Ende
bessere Entscheidungen getroffen.“ Besonders zufrieden war der Hagener
Coach mit dem letzten Viertel, das seine Spieler mit 26:16 gewinnen
konnten: „Da haben wir in der Verteidigung noch einmal zugelegt. Adam
Constantine hat uns da viel an Körpersprache und Emotionen gegeben. Er hat
heute insgesamt so konsequent gespielt, wie ich mir das von ihm wünsche.“

Auch für Patrick Sparks hat Freyer lobende Worte: „Man sollte ihn jetzt
nicht in den Himmel loben. Aber er hat uns mehr gegeben, als man nach den
wenigen Tagen erwarten durfte. Darum hat er auch länger gespielt, als
geplant. 13 Assists verteilt man nicht jeden Tag. Er hat unser Spiel
insgesamt gut geleitet.“ Insbesondere die „Langen“ Bernd Kruel, Adam
Constantine und Jordan Hasquet haben davon profitiert. „Dass die großen
Spieler so dominant sind, ist man von uns ja nicht unbedingt gewohnt.“
Jetzt haben die Feuervögel erst einmal zwei Tage frei. „Das macht mit einem
Sieg im Rücken natürlich noch mehr Spaß. Da ist die Laune gut“, so Freyer.

Trainerstimme:

Douglas Spradley: „Wir haben das Spiel in der Verteidigung verloren.
Besonders mit dem Pick&Roll der Hagener hatten wir enorme Probleme. Da
waren wir in der ersten Halbzeit immer einen Schritt zu spät. Hinzu kommt,
dass meine Spieler offenbar in Gedanken schon in der bevorstehenden Pause
waren.“

Eisbären Bremerhaven: A.Smith (18/2), Everett (16/1, 9 Ass.), Gordon
(15/3), Peacock (14, 10 Reb.), McNaughton (11), Raffington (6), M.Smith
(3/1), Canty.

Phoenix Hagen: Hasquet (19/5), Constantine (15), Jonusas (14/1), Kruel
(12), Brooks (10), Carter (7/1), Sparks (6/1, 13 Ass.), Blackwood (5).

Stationen: 11:13 (5.), 27:23 (10.), 39:41 (15.), 45:44 (20.), 57:57 (25.),
67:62 (30.), 72:76 (35.), 83:88 (40.).

Zuschauer: 3.290


Pressemitteilung: Phoenix Hagen



0 Kommentare

 

55 Mitglieder
250 Gäste online

Anmeldung

Benutzeranmeldung

Registrieren

Passwort vergessen?

Schönen-Dunk bei FacebookSchönen-Dunk bei TwitterSchönen-Dunk-Newsfeed BIG - Basketball in Germany
 

Werbung

Werbung