Eisbären Bremerhaven

Den Eisbären geht die Puste aus

TheBloob am 15.01.2012 um 20:17

83:88-Heimniederlage gegen Phoenix Hagen – Schwache Verteidigung

Die Eisbären Bremerhaven haben zum Rückrunden-Auftakt in der Beko Basketball Bundesliga eine Heimniederlage kassiert. Gegen Phoenix Hagen unterlagen die Seestädter am Sonntag mit 83:88 (45:44). Bester Eisbären-Schütze war Anthony Smith mit 18 Punkten.

Beide Mannschaften lieferten sich wie schon vor Wochenfrist in Hagen ein Duell auf Augenhöhe. Sowohl die Eisbären als auch die Gäste verzeichneten in der Anfangsphase gute Wurfquoten. Aus ihrer Rebound-Überlegenheit konnten die Hausherren in den ersten 20 Minuten jedoch kein Kapital schlagen. Im Gegenteil. In der Verteidigung offenbarten sich ähnlich große Abstimmungsprobleme und Lücken wie im Hinspiel. Hagen hatte unter dem Eisbären-Korb viel zu oft leichtes Spiel.

„Wir haben das Spiel in der Verteidigung verloren. Besonders mit dem Pick&Roll der Hagener hatten wir enorme Probleme. Da waren wir in der 1. Halbzeit immer einen Schritt zu spät. Hinzu kommt, dass meine Spieler offenbar in Gedanken schon in der bevorstehenden Pause waren“, sagte der sichtlich enttäuschte Eisbären-Coach Doug Spradley nach dem Spiel.

Vor allem Jordan Hasquet bereitete seinen Schützlingen zunächst Kopfzerbrechen. Hasquet erzielte vor der Pause 16 Punkte und traf 4 Dreier. Bei den Eisbären taten sich in der Offensive Chris McNaughton und Terrell Everett hervor. Neun Ballverluste in den ersten 20 Minuten waren allerdings nicht nur für Spradley zu viel des Guten.

Nach der Pause änderte sich wenig, das Spiel plätscherte so dahin. Erst ein 10:3-Lauf der Gastgeber kurz vor Ende des 3. Viertels brachte wieder Stimmung in die Bude. Die Eisbären führten vor dem Schlussabschnitt mit 67:62. Da war aus Bremerhavener Sicht noch alles in Butter.

Das sollte sich ändern. Hagen übernahm die Kontrolle und konterte zu Beginn des 4. Viertels mit einem 12:2-Lauf zum 69:74. Bei den dezimierten Eisbären machte sich jetzt zusehends der Kräfteverschleiß bemerkbar. Symptomatisch die Szene in der 35. Minute, als Zachery Peacock seinen Trainer flehend um eine Pause bat. Weil die Zuordnung in der Eisbären-Verteidigung noch immer nicht hundertprozentig stimmte, konnte Phoenix den Sack in der Schlussminute zu machen. Dass ausgerechnet der ansonsten aufs Passen fixierte Hagener Neuzugang Patrick Sparks (13 Assists) den vorentscheidenden Dreier zum 77:82 traf, war bezeichnend.

 

Punkteverteilung Eisbären: Everett 7, Canty 3, Gordon 17, McNaughton 23, M. Smith 11, Peacock 18, A. Smith 17

Beste Werfer Hagen: Jonusas 21, Carter 16, Blackwood 15, Kruel 13

 


Pressemitteilung: Eisbären Bremerhaven



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