Phoenix Hagen
Weihnachten kann kommen: Zweiter Auswärtssieg für Phoenix Hagen!
TheBloob am 23.12.2011 um 09:22
Phoenix Hagen hat seine eigene kleine Weihnachtsgeschichte geschrieben.
Vier Tage nach dem 73:70 gegen Würzburg siegten die Feuervögel auch bei der
EnBW Ludwigsburg mit 94:81 (39:43) und verschafften sich so weiter Luft im
Kampf um den Klassenerhalt.
Wie schon gegen Würzburg fehlte auch in Ludwigsburg der an der
Achillessehne verletzte Brandon Brooks. Da die Hagener zudem weiter auf
einen neuen Aufbauspieler warten, kam auf die verbliebenen Guards eine
Menge Arbeit zu. Die Ludwigsburger erledigten kurz vor dem Spiel noch einen
ganz entscheidende Personalie. Markus Jochum musste seine Trainerbank
räumen und wurde durch seinen Assistenten Steven Key ersetzt.
Die Mannschaft von Ingo Freyer legte ein blitzsauberes erstes Viertel hin.
Diszipliniert und ohne Ballverluste, trafen sie hochprozentig aus der
Distanz. Zygimantas Jonusas versenkte alleine vier Dreier. Da auch die
Reboundarbeit stimmte, ging Hagen mit einem 22:18-Vorsprung in die erste
Viertelpause. Im zweiten Abschnitt kontrollierten die Hagener zunächst die
Partie. 33:29 führten sie, als Tristan Blackwood sein drittes Foul
kassierte (17.) und ausgewechselt wurde. Jetzt gingen einige Bälle
verloren, was vor allem Donatas Zavackas nutzte. Ludwigsburg führte zur
Pause mit 43:39.
Die Foulbelastung sollte nach dem Wechsel schnell zu einem ernsthaften
Problem werden. Nach Blackwood kassierte auch T.J. Carter sein drittes
Foul, Jordan Hasquet kam auf vier Fouls und Max Rockmann musste im dritten
Viertel sogar bereits das Feld verlassen. Ludwigsburg zog durch David
McCray bis auf 58:51 davon (27.). Als die Hoffnung auf einen Hagener Sieg
zu schwinden schien, stellten die Feuervögel die eiskalte Weihnachtsdusche
für die Gastgeber an: In weniger als drei Minuten trafen der bärenstarke
Tristan Blackwood und Jordan Hasquet fünf Dreier zum 66:62 für Phoenix
(30.).
Von diesem Schock sollten sich die Ludwigsburger nicht mehr richtig
erholen. Ein unsportliches Foul, verhängt gegen Johannes Lischka, ebnete
den Hagenern den Weg zu einem 13:0-Lauf. Mit 81:67 führte die Freyer-Fünf
nach 36 Minuten. Bis auf 79:86 durch Jeff Greer konnte Ludwigsburg noch
einmal verkürzen; am letztlich klaren und verdienten 94:81-Erfolg von
Phoenix änderte das allerdings nicht mehr. Dank des fünften Saisonsiegs
verließen die Feuervögel die Abstiegsränge.
Ingo Freyer war insbesondere von der zweiten Hälfte seiner Mannschaft
angetan: „Da haben wir mit viel Selbstvertrauen gespielt. Wir haben an uns
geglaubt, aggressiv verteidigt und gut ausgeholfen. Das hätte ich mir auch
schon vor der Pause gewünscht.“ Entscheidend war für den Hagener Coach der
Lauf im Schlussviertel: „Das hat Wirkung gezeigt, da gingen bei den
Ludwigsburgern die Köpfe runter.“
Zufrieden war Freyer auch mit Max Rockmann und Dominik Spohr: „Sie haben
viel gespielt und keine Fehler gemacht. Das ist bei jungen Spielern die
wichtigste Voraussetzung, um wieder Einsatzzeit zu bekommen.“ Ein Lob hat
er für den 27-Punkte-Mann Tristan Blackwood bereit: „Er war in allen
Kategorien gut. In der Verteidigung, beim Abschluss, als Aufbauspieler –
ein sehr gutes Spiel von ihm!“ Die große Weihnachtsparty planen die Hagener
trotz der beiden Siege allerdings nicht: „Zu viel Festtagsbraten ist nicht
gut. Wie wertvoll die beiden Siege sind, wissen wir nämlich erst nach dem
Spiel gegen Göttingen in der kommenden Woche.“
EnBW Ludwigsburg: Harris (17/3), Zavackas (12/1), Bowler (11), Lischka
(11/1), Greer (10/1), Dorris (9/1), Looby (8), McCray (3/1).
Phoenix Hagen: Blackwood (27/5), Jonusas (23/4), Carter (17, 8 Reb.), Kruel
(10), Hasquet (9/3), Constantine (4), Seward (4), Rockmann, Spohr, Wilkins.
Stationen: 10:12 (5.), 18:22 (10.), 29:33 (15.), 43:39 (20.), 54:49 (25.),
62:66 (30.), 67:79 (35.), 81:94 (40.).
Zuschauer: 2.712
Pressemitteilung: Phoenix Hagen
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