BG Karlsruhe

Gegen Trier ist ein Sieg Pflicht

_Tigger am 17.12.2003 um 09:27

Der Schock sitzt nach wie vor tief: Nach der unglücklichen, aber auch unnötigen 72:74-Niederlage gegen Mitaufsteiger Quakenbrück steht die BG ICELINE Karlsruhe nunmehr unter gewaltigem Druck. Zwar befindet man sich mit 6:14-Punkten noch auf einem Nichtabstiegsplaz, da man gegen Gießen das direkte Duell gewonnen hat, auf der anderen Seite gewannen die Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg Gießen, Trier und Würzburg überraschend ihre Spiele, so dass bei einer weiteren Niederlage ein Abrutschen an das Tabellenende droht. Bei aller Enttäuschung und Frust über die Schiedsrichter im "Fernsehspiel" darf aber auch nicht vergessen werden, dass die Mannschaft das Spiel letztlich selbst verloren hat. Kurz vor der Pause verspielte man eine 11-Punkte-Führung und nach der Pause lag man sogar in Rückstand. In etwas mehr als drei Minuten kassierte man wieder einmal 0:15-Punkte! Hier gilt der Hebel anzusetzen. Andere Mannschaften wären wahrscheinlich froh, einen derartigen Vorsprung herauszuspielen. Auf der anderen Seite gibt es keine Mannschaft in der Liga, die so leichtfertig einen größeren Vorsprung wieder verspielt. Dies ist auf Dauer aber nicht mehr hinnehmbar. Mannschaft wie Trainer müssen daran arbeiten, dass auch einmal ein Vorsprung sicher über die Zeit gebracht wird. Ansonsten hat man für das Fernsehspiel viel Lob erfahren. Zwar waren nur 2.400 Zuschauer gekommen, diese machten aber eine riesigen Spektakel, was auch im Femsehen gut rüberkamm.

Auch die Wohltätigkeit war ein voller Erfolg. Annähernd 3.000 Euro kamen zusammen, die zwischen der BNN und dem mexikanischen Waisenhaus geteilt werden. Im übrigen zeigten sich die DSF-Macher um den Basketball-Guru Frank Buschmann sowie BBL-Generalmanager Otto Reintjes begeistert von der Stimmung in der Europahalle. Es fehlte halt nur ein Sieg!

Ein Sieg ist morgen gegen TBB Trier Pflicht! Dies wird aber nicht so einfach werden, haben die Moselstädter doch bei ihrem 82:77-Auswärtssieg beim MBC überrascht und überzeugt. Dennoch müssen die Mannen von Coach Dr. Ivan Vojtko mit voller Konzentration und großem Selbstbewußtsein an die schwere Aufgabe herantreten. Schließlich hat man nicht nur gegen Quakenbrück eine gute Leistung gezeigt. In den letzten Wochen konnte man mit jedem Gegner mithalten, jetzt gilt es, auch siegreich zu bestehen. Wer alles für dieses richtungsweisende Match zur Verfügung steht, ist noch ungewiß. Die medizinische Abteilung wird jedoch nichts unversucht lassen, um Kapitän Narcisse Ewodo wieder einsatzfähig zu machen. Wie sich bei der 67:75-Pokalniederlage gegen Bamberg nämlich zeigte, ist Ewodo derzeit unersetzbar.

Im übrigen rechnen die Verantwortlichen morgen mit etwas mehr als 2.000 Zuschauern, die hoffentlich ihr Kommen nicht zu bereuen brauchen.

Quelle: ICELINE Karlsruhe

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