Phoenix Hagen

Starker Neuling kommt am Sonntag: Trotzreaktion gegen Würzburg?

Master_of_Desaster am 15.12.2011 um 11:16

Für besinnliche Stunden bleibt Phoenix Hagen so kurz vor Weihnachten kaum
Zeit. Die letzten fünf Spiele gingen verloren, was die Feuervögel auf den
vorletzten Tabellenplatz abrutschen ließ. Edward Seward fehlt verletzt,
dafür ist inzwischen Adam Constantine da. Der Vertrag mit Jason Crowe wurde
aufgelöst. Ein Nachfolger für den Aufbauspieler wird noch gesucht. Kaum
gelegen kommt da der starke Aufsteiger s.Oliver Baskets Würzburg, der am
Sonntag um 17 Uhr Station in der ENERVIE Arena machen wird.

Trainer John Patrick kam vor der Saison aus Göttingen und brachte seinen
guardlastigen Spielstil mit nach Unterfranken. Sieben Siege aus zwölf
Spielen feierten die sehr ausgeglichen besetzten Würzburger seitdem. Dabei
profitierten sie vor allem von ihrer Heimstärke. Sechs der sieben
Heimspiele wurden gewonnen. Auswärts gab es hingegen vier Niederlagen in
fünf Partien.

Sieben Würzburger Spieler erzielen im Schnitt zwischen 7,4 und 11,3 Punkte
und stehen dabei zwischen 19 und 30 Minuten auf dem Feld. Top-Scorer sind
die US-Guards Chris Kramer (kam aus Puerto Rico) und Ricky Harris (je 11,3
Punkte). Unterstützung im Backcourt erhalten sie von John Little (ebenfalls
Göttingen), Rookie Chester Frazier und Routinier Ben Jacobson (aus
Frankreich). Und wenn es die fünf kleinen Amerikaner mal nicht richten,
sind mit ihren Landleuten Ivan Elliott (vom Mitteldeutschen BC) und Jason
Boone (aus Göttingen) ja noch zwei schlagkräftige Lange da.

Die sieben Amerikaner erhalten Entlastung von einem deutschen Trio, das aus
den Forwards Robert Tomaszek (aus Zgorzelec/Polen), Alex King (ehemals
Bonn) sowie Oliver Clay (aus Trier) besteht. Insgesamt besticht die
Würzburger Mannschaft durch ihre Homogenität und die für einen Neuling
große Erfahrung. „Bei Würzburg hatte man von Beginn an das Gefühl, dass sie
die erste Liga anders angehen als bei ihrem letzten Abstieg“, sagt
Phoenix-Coach Ingo Freyer. Das war in der Saison 2004/2005.

Nach fünf Niederlagen und dem unglücklichen 75:86 in Gießen arbeiten die
Feuervögel an einer Trotzreaktion. „Die Stimmung ist wechselhaft. Hin und
wieder kommt der Frust der Niederlagen noch durch. Gerade in Gießen war
einfach mehr drin, das ist uns bewusst“, so Freyer. Die Enttäuschung der
eigenen Fans kann der Hagener Trainer, insbesondere nach den Heimspielen
gegen Tübingen und Frankfurt, verstehen: „Das ist doch klar, dass die Leute
nicht zufrieden sind. Aber wir stecken mitten im Abstiegskampf und in dem
können wir nur gemeinsam bestehen.“

Auch Mannschaftskapitän Zygimantas Jonusas zeigt die Ernsthaftigkeit der
Situation noch einmal auf: „Das ist gerade eine sehr schwierige Situation
für uns. Wir brauchen dringend einen Sieg, um wieder Selbstbewusstsein zu
tanken. Gegen Würzburg sind wir sicher der Außenseiter. Wir müssen das
Spiel und den Kampf annehmen, um als Team zurückzukommen. Dazu brauchen wir
aber auch etwas Glück.“

Veränderungen im Phoenix-Kader wird es bis Sonntag nicht geben. Gesucht
wird weiter ein Aufbauspieler. Doch das ist nicht so leicht, berichtet
Freyer: „Das hat durchaus etwas mit dem verspäteten NBA-Start zu tun. In
Europa ist der Markt an geeigneten Kandidaten leer und in den USA laufen
bis Weihnachten und zum Beginn der NBA viele Camps, an denen ungezählte
Spieler teilnehmen“, so Freyer. Eines ist aber klar: Ein Aufbauspieler soll
möglichst bald kommen.
 

Pressemitteilung: Phoenix Hagen



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