EWE Baskets Oldenburg

Partygast ohne Energie

TheBloob am 11.12.2011 um 14:24

In bester Erinnerung dürften die Basketball-Fans in Ulm die EWE Baskets Oldenburg behalten. Die Mannschaft aus dem Norden hatte sich am Samstag zwischen 18 und 20 Uhr als perfekter Gast bei der Party des Jahres erwiesen, ließ die Hausherren von ratiopharm ulm in deren neuer schmucker und natürlich ausverkaufter Arena meist unbehelligt gewähren und ergab sich beim 83:101 phasenweise widerstandslos dem sportlichen Schicksal. „Wir haben nur mitgespielt“, monierte Baskets-Trainer Predrag Krunic, der „einen großen Tag für Ulm“ sah. Kleiner Hoffnungsschimmer für die Oldenburger Anhänger: Dem letzten Debakel (67:97 bei ALBA BERLIN) folgten acht Pflichtspielsiege in Folge.

Eine Phase in der Partie hatte zuvor zumindest kurzzeitig den Eindruck entstehen lassen, in Ulm ein offenes Basketballspiel erleben zu können. Nach hohem Rückstand im ersten Viertel (15:23, 8. Minute) kämpften sich die Gäste zurück, holten Punkt um Punkt auf und näherten sich den Ulmern in der 12. Minute bis auf einen Zähler (24:25); danach aber übernahmen wieder die Süddeutschen das Kommando, diktierten den Baskets ihr Spiel und ihr Tempo auf und degradierten Oldenburg zu immer harmloseren Party-Besuchern. Das 36:43 zur Pause ließ immerhin noch auf die Wende hoffen.

Die aber blieb aus. Einem Treffer von Adam Chubb zum 38:43 (21.) folgten verheerende fünf Oldenburger Minuten, die den Abend endgültig zur unvergesslichen Nummer werden ließen. 19:0 Zähler am Stück gelangen dem Team von Headcoach Thorsten Leibenath, der nicht zuletzt aufgrund des dritten Viertels später vom „besten Spiel des Jahres“ seiner Belegschaft sprach. „Man hat heute gesehen, welche Energie sich entwickelt, wenn 6000 Menschen ihr Team nach vorne peitschen.“ Krunic haderte mit Unzulänglichkeiten bei seinen Spielern, lobte aber auch den starken Gegner: „Ulm hat uns mit seiner starken Defense vor Probleme gestellt. Sie haben einfach mit mehr Intensität gespielt.“

Den Baskets schien in der entscheidenden Phase zu Beginn der zweiten Halbzeit schlicht die Tatkraft zu fehlen, die ein energischerer Widerstand zwingend erfordert hätte: „Ulm hatte einfach mehr Energie, insbesondere in der Verteidigung. Das hat sicher auch damit zu tun, dass wir in den letzten Wochen sehr viele Spiele hatten, Ulm dagegen pausieren konnte.“ Von einer Pause sind die Oldenburger jetzt noch sechs Tage entfernt – nach den bevorstehenden Heimspielen am Dienstag, 13. Dezember, gegen Norrköping (20 Uhr) und am Samstag,17. Dezember, gegen die Artland Dragons (18 Uhr, beide EWE ARENA) wartet ein zehntägiger Abschnitt ohne Pflichtspiel. Außerdem verlockend: Gleich viermal in Serie können die EWE Baskets nun daheim antreten – und dafür sorgen, dass die Gegner die Oldenburger in deutlich schlechterer Erinnerung behalten als die Ulmer Basketball-Anhänger es am Samstag taten.

Für gute Nachrichten sorgten derweil Mannschaften der Baskets Akademie Weser-Ems. Am Samstag setzte sich die Regionalliga-Formation in einem hochspannenden Spiel mit 108:100 nach Verlängerung gegen Magdeburg durch, am Sonntag ließ die JBBL-Mannschaft ein 89:50 gegen die Young Dragons aus Quakenbrück folgen. Jan Niklas Wimberg überragte mit 41 Punkten gegen die Gäste aus dem Artland, die in der ersten Halbzeit noch ordentlich hatten mithalten können. Mit einer deutlich intensiveren Verteidigung und entschlossenerem Zug zum Korb setzten sich die Gastgeber dann aber deutlich ab.


Pressemitteilung: EWE Baskets Oldenburg



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