Phoenix Hagen
Brose Baskets in einer eigenen Liga: Eine Bamberger Basketball-Demonstration
TheBloob am 31.10.2011 um 08:39
Am Ende klatschten die 3.061 Zuschauer in der ENERVIE Arena freundlich
Applaus. Das ist eher ungewöhnlich, wenn die Heimmannschaft gerade mit
76:106 (33:49) verloren hat. Doch Phoenix Hagen hatte es ja versucht, aber
die Brose Baskets zeigten ganz einfach, warum sie derzeit das Nonplusultra
der Beko BBL sind.
Die Gastgeber mussten auf Max Rockmann (Pferdekuss am Oberschenkel)
verzichten. Phoenix freute sich über eine 13:10-Führung (7.) und bekam
anschließend demonstriert, was eine internationale Top-Mannschaft ausmacht.
Chris Fleming wechselte auf einen Schlag Brian Roberts, Predrag Suput und
Nationalcenter Tibor Pleiß ein. Und so, wie 2,15 m-Mann Pleiß seine
Gegenspieler körperlich überragte, taten es ihm seine Teamkollegen auf dem
Parkett spielerisch gleich.
Die Oberfranken, die am Mittwoch noch in der Euroleague in Moskau antraten
und verloren, machten sich über P.J.Tucker auf und davon und setzen sich
auf 29:15 ab (14.). Brandon Brooks und Zygimantas Jonusas schlugen mit drei
Distanzwürfen ein letztes Mal für Phoenix zurück (24:31, 16.); danach
konnten sich die Brose Baskets kontinuierlich absetzen. 13 Ballverluste bis
zur Pause waren einfach zu viel, um mehr als ein 33:49 zu erreichen.
Insbesondere im dritten Viertel konnten die Feuervögel die Gäste defensiv
gar nicht mehr stoppen. Bamberg erhöhte durch Tucker auf 83:58 und baute
diesen Vorsprung im Schlussviertel bis auf 106:76 aus. Am Ende kamen
Dominik Wilkins, Thomas Reuter und Max Kramer zu Kurzeinsätzen gegen den
Double-Gewinner. Kramer krönte seinen Beko BBL-Einstand mit einem
rustikalen Block gegen Karsten Tadda wenige Sekunden vor dem Ende. Dafür
gab es Applaus – wie auch für den Auftritt beider Teams. Niemand konnte den
Feuervögeln böse sein ob der klaren Niederlage. Bamberg spielt derzeit in
einer anderen Liga als der Rest – und das beeindruckte auch die Hagener
Basketballfans. Am nächsten Samstag gegen Trier sollte das aber bitte
wieder anders aussehen!
Trainerstimmen:
Ingo Freyer: "Glückwunsch an Bamberg. Ich bin froh, dass wir das schwere
Auftaktprogramm mit Berlin, Bayern und Bamberg jetzt hinter uns haben. Wir
haben zwei Siege, darauf müssen wir nächste Woche gegen Trier aufbauen. Auf
dieses Spiel werden wir uns gut vorbereiten. Die Niederlage heute geht auch
in der Höhe in Ordnung. Wir hatten einfach zu viele Ballverluste und auch
unsere Freiwurfquote war schwach. Aber selbst wenn wir einen idealen Tag
erwischen, haben wir kaum eine Chance."
Chris Fleming: "Wir haben die letzten Spiele von Phoenix gesehen und haben
Respekt gehabt. Hagen hat ein emotionales Publikum, die Mannschaft ist
insbesondere in eigener Halle stark. Wir wollten den schnellen Spielstil
von Hagen stoppen, das ist uns gut gelungen. Hagen hatte auch gute Phasen,
in denen sie gut geworfen haben. Aber wir hatten immer eine Antwort. Nach
dem Rückschlag in Moskau war das sehr wichtig für uns."
Phoenix Hagen: Jonusas (21/4), Brooks (17/2), Hasquet (13/1), Seward (7, 10
Reb.), Carter (6/1), Kruel (5), Crowe (5/1), Wilkins (2), Reuter,
Blackwood, Spohr, Kramer.
Brose Baskets: Tucker (22/1), Jenkins (13/1), Roberts (13/1, 7 Ass.),
Slaughter (11), Gavel (10/2), Jacobsen (9/1), Suput (9), Tadda (9/1), Pleiß
(8), Neumann (2), Schmidt.
Stationen: 8:10 (5.), 15:17 (10.), 21:31 (15.), 33:49 (20.), 40:65 (25.),
58:83 (30.), 67:94 (35.), 76:106 (40.).
Zuschauer: 3.061
Pressemitteilung: Phoenix Hagen
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