Phoenix Hagen

Zwischen Moskau und Malaga: Double-Gewinner Bamberg kommt nach Hagen

DragonLi am 28.10.2011 um 18:09

Eine Mannschaft von internationalem Format gibt am Sonntag ihre
Visitenkarte an der Volme ab. Die Brose Baskets sind um 17 Uhr Gast von
Phoenix Hagen in der ENERVIE Arena. Der amtierende Double-Gewinner ist in
dieser Saison national noch ungeschlagen und sorgt auch international für
Furore.

Mit 95:57 fegten die Oberfranken am letzten Sonntag die Braunschweiger aus
der Stechert Arena, ganze drei Tage nach dem 96:65 zum Auftakt der
Euroleague gegen Zagreb. Lediglich am Mittwoch in Moskau hatten die
Bamberger nichts zu bestellen: Mit einer 74:94-Niederlage im Gepäck kehrte
die Mannschaft von Chris Fleming zurück nach Deutschland.

Allerdings gehört der ZSKA auch zu den besten Mannschaften der Welt –
wenigstens abseits der NBA. Dem hatten die Brose Baskets streckenweise
wenig entgegenzusetzen. Bester Bamberger Werfer war Tibor Pleiß, der 17
Punkte erzielte. Am Mittwoch nach der Partie in Hagen steht schon das
nächste Euroleague-Spiel für die Brose Baskets an. Dann kommt Unicaja
Malaga in die Stechert Arena.

Trainer Chris Fleming hat nur wenige Veränderungen an seinem erfolgreichen
Team des Vorjahres vorgenommen. Neu sind der ehemalige ALBA-Star Julius
Jenkins sowie die Forwards Marcus Slaughter (aus Valladolid, ehemals
Bremerhaven) und P.J. Tucker (Quebradillas Pirates/Puerto Rico).
Prominentester Abgang ist Kyle Hines, MVP der Beko BBL-Finals 2011.

Team-Leader und Ex-NBA-Spieler Casey Jacobsen muss mit seinen Kollegen den
Ausfall des am Knie verletzten Spielmachers John Goldsberry kompensieren.
Mit Brian Roberts und Anton Gavel stehen neben Jenkins allerdings
hochkarätige Alternativen für die kleinen Positionen zur Verfügung. Weitere
Leistungsträger bei den Brose Baskets sind Routinier Predrag Suput,
Nationalcenter Tibor Pleiß und Karsten Tadda. Zudem wird Center-Talent
Philipp Neumann ans Team herangeführt.

Für Hagens Trainer Ingo Freyer kommt mit Bamberg die „Creme de la Creme“
des deutschen Basketballs zu Besuch: „Es ist Wahnsinn, mit welcher Konstanz
und welcher Routine die Mannschaft die alltäglichen Mechanismen abruft. Da
stimmt alles. Sie ziehen unbeeindruckt ihr Spiel durch.“ Es ist die
Intelligenz und Qualität der einzelnen Spieler, die den Unterschied macht:
„Es gibt normalerweise nicht so viele Spieler, die ein Spiel lesen können.
In Bamberg ist das allerdings anders.“

Durch die Neuzugänge ist diese Qualität für Ingo Freyer eher noch größer
gewonnen: „Selbst ein Spieler wie Jenkins muss sich einordnen und seine
neue Rolle von der Bank finden. Dass ein Mann wie Tucker nach Deutschland
kommt, ist gut für die Liga. Und Slaughter scheint manchmal aus der Halle
zu springen.“ Den Zuschauern verspricht Freyer ein Erlebnis der besonderen
Art: „Jacobsen ist ein beeindruckender Spieler, der alles richtig macht.
Auch auf Spieler wie Pleiß oder Roberts können die Leute sich freuen. Es
sind am Sonntag die besten Spieler der Liga zu sehen.“

Oliver Herkelmann, Geschäftsführer von Phoenix Hagen, stellt sich ebenfalls
auf ein ganz besonderes Basketballspiel ein: „Bamberg ist für mich mit
Abstand das beste Team in der Beko BBL, auf hohem europäischem Niveau und
haushoher Favorit auf das erneute Double. Mit dem hohen Sieg gegen Zagreb
haben sie gezeigt, dass sie auch in der Euroleague ihre Chance nutzen
können, in der sehr schwierigen Gruppe zu bestehen. Spieler wir Julius
Jenkins, Casey Jacobsen oder Pedrag Suput sollte sich kein
Basketballliebhaber und Sportfan entgehen lassen.“ Gespannt ist Herkelmann
darauf, wie seine Akteure dem Favoriten begegnen werden: „Unsere Jungs sind
auf jeden Fall absolut heiß darauf, sich mit diesen Spielern zu messen.“

Dabei hatte Ingo Freyer zu Beginn der Trainingswoche schon etwas Mühe,
seine Mannschaft nach der schwachen ersten Hälfte beim 81:100 in München
wieder aufzurichten: „Wir waren nach den Siegen in Bayreuth und gegen
Berlin voller Euphorie und wollten diesen Schwung mitnehmen. Das ist zu
Beginn der Partie bei den Bayern nicht gelungen. Aber inzwischen ist das
aus den Köpfen raus.“ Und so herrscht derzeit nur noch Vorfreude auf das
Duell mit der Übermannschaft aus Bamberg!

Pressemitteilung: Phoenix Hagen



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