Jugend

NBBL-Saisonvorschau: Division Südwest/Südost

jochensge am 30.09.2011 um 14:00

Am gestrigen Donnerstag startete die sechste Saison der Nachwuchs Basketball Bundesliga (NBBL) mit der Begegnung zwischen dem diesjährigen TOP4-Teilnehmer Paderborn Baskets und Phoenix Hagen, welches die Feuervögel mit 78:65 für sich entschieden. Wer ist Favorit in der jeweiligen Division, wer kann es in die Playoffs schaffen? Fragen, die in dieser Saisonvorschau drei Trainer von diesjährigen TOP4-Teilnehmern sowie ein ALLSTAR-Coach beantworten.

Division Südwest: Ausgeglichenheit ist Trumpf

Die Kooperation mehrerer Vereine sei eines der Ziele der Nachwuchs Basketball Bundesliga, sagt gGmbH-Geschäftsführer Uwe Albersmeyer. Insofern ist die SG Rheinhessen ein Paradebeispiel, denn seit dieser Saison firmieren unter dem Dach der Spielgemeinschaft mit dem ASC Mainz, der DJK Nieder-Olm und dem BC Wiesbaden gleich drei Vereine, sogar verteilt auf zwei Bundesländer. „Ich bin sehr glücklich, dass wir unsere Kooperation weiter ausbauen konnten, sagt Wolfgang Ortmann, Headcoach des NBBL-Teams der Rheinhessen. Eine gelebte Kooperation, wie der NBBL-ALLSTAR-Coach von 2010 ergänzt: „Wir haben in der Woche drei gemeinsame Trainingseinheiten, die jeweils einmal bei jedem Klub stattfinden.“ Seit der Kooperation mit Wiesbaden folgt damit auch regelmäßig der Sprung in den Rhein, „der in manchen Köpfen vorher unheimlich breit war“, spielt Ortmann auf die Tatsache an, dass solche eine Kooperation in Zeiten vor der NBBL wohl nicht möglich gewesen wäre.

Doch die Nachwuchs Basketball Bundesliga schweißt zusammen, und so wird die Spielgemeinschaft in der kommenden Saison in der wahrscheinlich ausgeglichensten Division an den Start gehen. „Ich bin davon überzeugt, dass in dieser Gruppe jeder jeden schlagen kann“, sagt Ortmann. Nicht nur die Division-Bezeichnung („Südwest“ statt „Mitte“) ist neu, sondern auch eine Mannschaft. Das Team Bonn/Rhöndorf „zog“ vom Nordwesten in den Südwesten und ist laut Ortmanns Einschätzung das einzige, das etwas heraussticht. „Bonn verteidigt traditionell sehr aggressiv, und ich denke, dass die Truppe in unserer Gruppe der einzige leichte Favorit ist.“ Mit allen anderen Konkurrenten – Mannheim, Speyer, Kurpfalz, Trier, Frankfurt und Giessen – sieht Ortmann seine Schützlinge mindestens auf Augenhöhe.

Was für die Division gilt, gilt im übrigen auch für die SG Rheinhessen: Ausgeglichenheit ist Trumpf. „Ich habe 15 gleichwertige Spieler, von denen jeder das Zeug hat, in der Starting Five zu stehen“, freut sich der Trainer über die sprichwörtliche Qual der Wahl. Wenn es einen Mannschaftsteil herauszuheben gibt, dann wohl den Backcourt: Mit den amerikanisch-stämmigen Jerome Gahr, Michael Rin und Rick Johnson stehen Ortmann hier drei viel versprechende Akteure zur Verfügung. „Wir wollen in die Playoffs, alles weitere wird man sehen“, gibt Ortmann die Marschrichtung vor.

 


Division Südost: Schon in der Hauptrunde harte Konkurrenz für Meister Urspring

Sie waren in den vergangenen fünf NBBL-Jahren das Maß aller Dinge. Und man muss kein Prophet sein, um dem amtierenden Deutschen Meister Team ALBA Urspring auch in der kommenden Spielzeit wieder eine dominierende Rolle zuzutrauen. Headcoach Felix Czerny warnt allerdings vor zu großen Erwartungen: „Es wird kein einfaches Jahr für uns.“ Und das aus drei Gründen: Etliche Leistungsträger haben das Team altersbedingt verlassen, die neu zusammengestellte (und umbenannte) Division Südost hat an Qualität gewonnen, und kurz vor Saisonbeginn hat das Verletzungspech bei den Urspringschülern hart zugeschlagen. Spielmacher Kenneth Ogbe fällt aufgrund einer Rücken-OP bis Weihnachten aus, Oliver Heptner fehlt wegen einer Knieverletzung rund zwei Monate.

Besonders der Ausfall von Ogbe wiegt schwer, war der 16-Jährige doch als Starter auf der Point-Guard-Position eingeplant. „Ein Handicap“, stellt Czerny fest, „genau wie die Tatsache, dass wir als Team aufgrund der Vorbereitung unserer ProA-Mannschaft, die unter anderem eine Reise nach China beinhaltete, bisher kaum zusammen trainieren konnten.“ Die Würde des amtierenden Titelträgers will der ambitionierte Coach jedenfalls nicht als Bürde verstanden wissen: „Wir haben jetzt eine ganz neue Mannschaft. Außerdem hat jeder der Jungs ohnehin den persönlichen Ehrgeiz, sich basketballerisch verbessern zu wollen.“

In der Division Südost bekommt es das Team ALBA Urspring mit neuen, starken Rivalen zu tun. „Breitengüßbach hat traditionell ein starkes Programm und war beim letztjährigen TOP4 unser Finalgegner; ich denke, das sagt schon alles aus. Und Jena wird, angeführt von seinen Junioren-Nationalspielern, ebenfalls schwer zu schlagen sein“, so Czernys Prognose. Auch der FC Bayern München mit Center-Hoffnung Bogdan Radosavljevic, der während der EM in Litauen zum europäischen U18-ALLSTAR-Game eingeladen worden war, dürfte eine konkurrenzfähige Truppe auf die Beine stellen. Zur Division Südost zählen außerdem Tübingen, Ulm, Würzburg, Ludwigsburg und Bayreuth. „Wir wollen die Playoffs erreichen“, gibt Czerny als Ziel aus. Für den amtierenden Meister sicher eine bescheidene Vorgabe, die ein wenig nach Understatement riecht…


Pressemitteilung: NBBL
 



0 Kommentare

 

34 Mitglieder
289 Gäste online

Anmeldung

Benutzeranmeldung

Registrieren

Passwort vergessen?

Schönen-Dunk bei FacebookSchönen-Dunk bei TwitterSchönen-Dunk-Newsfeed BIG - Basketball in Germany
 

Werbung

Werbung