DBB

Minifestival in Dortmund / Rollstuhlbasketballer/innen bei Europameisterschaft

jochensge am 14.09.2011 um 17:23

70 Kids der Jahrgänge 2000-2004 erleben tolles Basketballwochenende

Am vergangenem Wochenende veranstalteten der Deutsche Basketball Bund (DBB) und der Westdeutsche Basketball-Verband ihr gemeinsames Minifestival, ein Spielfest für Basketballer/innen unter 12 Jahren, in Dortmund. Lokaler Gastgeber waren die Basketballer des TV Einigkeit Dortmund-Barop, die das Festival anlässlich des 50jährigen Bestehens der Basketballabteilung ausrichteten.

Nachdem die Aufbauarbeiten am Freitag abgeschlossen waren, trafen die ersten Kinder gegen 16 Uhr in der Halle in Dortmund ein und stürmten sogleich in die Halle. Dort wurden Bälle und die aufgebaute Hüpfburg für die ersten sportlichen Aktivitäten genutzt, ehe um 17 Uhr das Länderspiel der DBB-Auswahl bei der Europameisterschaft in Litauen gegen die Türkei auf Großleinwand gezeigt wurde. Um 19 Uhr durften die Kids dann auch endlich selbst aktiv werden. Der Baroper Jugendtrainer Dirk Ansorge übernahm nach der Begrüßung die Leitung eines knapp zweistündigen gemeinsamen Trainings, bei dem alle Kinder einen Riesenspaß hatten. Zum Ende der Einheit wurden die Teilnehmer in acht Festival-Teams eingeteilt, die alle den Namen eines deutschen Nationalspielers trugen.

Der Samstag begann mit einem gemeinsamen Frühstück und dem Besuch des Deutschen Bergbaumuseums in Bochum. Der Ausflug wurde großzügig vom Westdeutschen Basketball-Verband (WBV) "spendiert", der unter anderem die Eintrittkarten der Kinder auf seine Rechnung nahm. Die dort angebotene Museumsralley sorgte für viel Heiterkeit bei den Kids. Zurück in der Dortmunder Halle wartete eine große Überraschung auf alle Festival-Teilnehmer: Auf der Videoleinwand erschien das Gesicht von A-Nationalspieler Steffen Hamann, der per Videobotschaft aus Litauen alle Kinder des Minifestival grüßte und sich für die Unterstützung und Anfeuerung bedankte. Als Dankeschön fanden sich alle Kids zusammen und bastelten Fanartikel und Plakate für die Nationalmannschaft und sendeten ebenfalls eine Videobotschaft zurück nach Vilnius. Um 16 Uhr begann schließlich das Basketballturnier unter der Leitung vom Schiedsrichterwart des Basketballkreises Dortmund, Yasar Cihan. Gespielt wurde nach vereinfachten Regeln, damit alle Kids Spaß am Spiel hatten und mitspielen konnten. WBV-Präsident Klaus-Rüdiger Biemer zeigte sich von der Einsatzfreude und Kreativität der Kinder begeistert.

Die nächste Überraschung folgte am Sonntag: Adler SIGGI, das Maskottchen der Nationalmannschaft betrat die Halle und verteilte jede Menge kleine Plüschadler unter den Teilnehmern. Natürlich nutzten die Kinder auch die Gelegenheit ein Foto mit SIGGI zu machen. Ungeplant aber passend gewann das Team Dirk Nowitzki das Turnier. Auch wenn der Spaß im Vordergrund stand, war die Freude beim Siegerteam natürlich groß.

Zum Abschluss des Turniers wurden alle Kids nochmals beschenkt: Der Deutsche Basketball Bund verteilte Festival-Shirts und DBB-Sportbeutel, DBB-Partner basketballdirekt.de verteilte Trinkflaschen und Gutscheine für den Onlineshop. Besonderen Jubel löste die Ansage aus, dass jedes Kind einen der 70 Bälle behalten darf. Die Bälle in der Optik der Dallas Mavericks trugen schließlich auch die aufgedruckte Signatur des deutschen Superstars Dirk Nowitzki.

Nach dem abschließenden gemeinsamen Mittagessen trafen die ersten Eltern ein, um ihre Kinder abzuholen, die völlig erschöpft, aber zufrieden die Halle verließen. Auch das Organisationsteam vom DBB und TVE Barop ließ die Veranstaltung hochzufrieden ausklingen.


Rollstuhlbasketballer/innen bei Europameisterschaft aktiv


Die deutsche Herren-Nationalmannschaft zieht nach einem weiteren Krimi bei den Europameisterschaften in Nazareth/Israel als Gruppenerster ins Viertelfinale ein, wo das Team nun auf Gastgeber Israel trifft. Im letzten Gruppenspiel bezwang das Team Germany dabei in einem harten Kampf Vize-Weltmeister Frankreich. Dagegen haben die DRS-Damen nach dem Erfolg gegen Israel noch ein letztes Vorrundenspiel zu absolvieren, ehe es auch für sie im Halbfinale um Alles geht.

Herren: Frankreich - Deutschland 47:55 (14:13/25:27/37:41)

In einem überaus intensiven und von beiden Defensivreihen geprägten Kampf hatte zunächst die Equipe Tricolore den besseren Start und führte mit 14:11 (9.) und 21:15 (12.), ehe die DRS-Auswahl diesen harten Fight um jeden Zentimeter den Gan Ner Arena annahm. So wendete sich das Blatt beim 33:29 (23.) nach der Pause wieder und in der Folge entwickelte sich ein Spiel auf des Messers Schneide, bei dem es für den Vize-Weltmeister aus Frankreich um Alles oder Nichts ging, denn bei einer Niederlage wäre der Viertelfinalzug ohne das Nachbarland abgefahren. In der Schlussphase des dritten Viertels vergab die deutsche Auswahl eine mögliche höhere Führung als das 41:37 zu Viertelende. Dies wurde spätestens beim 42:43 (36.) durch Frederic Guyot bestraft, während sich kurz zuvor Topscorer Dirk Passiwan sein viertes persönliches Foul einhandelte. Doch der Trierer hielt durch und sicherte seinem Team am Ende mit sechs erfolgreichen Freiwürfen in der letzten Spielminute den verdienten Erfolg und Platz eins in der Gruppe A.

Frankreich: Laurent Blasczak (16), Soufiyane Mehiaoui (9), Jerome Courneil (8), Frederic Guyot (7), Roger Deda (4), Audrey Cayol (2), Bertrand Libman (1), David Levrat, Yann Coder (n.e.), Jerome Duran (n.e.), Franck Etavard (n.e.), Nicolas Jouanserre (n.e.).

Deutschland: Dirk Passiwan (IMMOVESTA Dolphins Trier, 27), Thomas Böhme (RSV Lahn-Dill, 8), André Bienek (University of Wisconsin/USA, 7), Thomas Gundert (RSV Lahn-Dill, 4), Sebastian Wolk (Mainhatten Skywheelers, 4), Dirk Köhler (RSV Lahn-Dill, 3), Jan Haller (RSV Lahn-Dill, 2), Matthias Heimbach (Jena Caputs), Björn Lohmann (Köln 99ers), Thomas Becker (Köln 99ers, n.e.), Andreas Kress (Mainhatten Skywheelers, n.e.), Sebastian Magenheim (USC München, n.e.).

Damen: Israel - Deutschland 28:73 (5:25/11:48/16:59)

Unter den Augen von Kulturattaché Stefan Kobsa von der deutschen Botschaft in Tel Aviv zog der amtierende Europameister auch im Spiel gegen Gastgeber Israel souverän seine Bahn in Richtung Halbfinale. In einem einseitigen Spiel gegen den Neuling auf europäischer Bühne avancierte die Essenerin Mareike Adermann mit 18 Punkten zur Topscorerin und erzielte dabei mit zwölf Rebounds ein so genanntes "double-double". Über 23:5 (8.) und 42:9 (17.) hatten die engagierten Gastgeberinnen der physischen und spielerischen Übermacht des Vize-Weltmeisters wenig entgegenzusetzen. Am Donnerstag kommt es nun zum abschließenden Gruppenspiel gegen den EM-Dritten von 2005 aus Frankreich.

Israel: Moran Samuel (16), Hadar Reiss (8), Rachel Ben Avi (2), Rachel Said (2), Helen Budniasky, Yarden Hershko, Bat-El Mazal Bibi, Miryam Shem-Tov, Shani Shitrit, Norith Jakov (n.e.).

Deutschland: Mareike Adermann (University of Wisconsin/USA, 18), Heike Friedrich (Mainhatten Skywheelers, 16), Marina Mohnen (Köln 99ers, 15), Gesche Schünemann (RSV Lahn-Dill, 11/1), Johanna Welin (USC München, 6), Maya Lindholm (Hamburger SV, 4), Annika Zeyen (University of Alabama/USA, 2), Nadine Bahr (Hamburger SV, 1), Annabel Breuer (Ulmer Sabres), Britt Dillmann (RSV Lahn-Dill), Maria Kühn (Mainhatten Skywheelers), Edina Müller (Hamburger SV).

Tabellen und Statistiken sind unter www.drs-rollstuhlbasketball.de zu finden.

 

Pressemitteilung: DBB



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