WALTER Tigers Tübingen

Unterlegen unter dem Korb: WALTER Tigers Tübingen verlieren gegen Ulm mit 74:92

jochensge am 11.09.2011 um 11:37

Die WALTER Tigers Tübingen haben das Derby gegen ratiopharm ulm beim FRITZ&MACZIOL-Cup mit 74:92 (40:50) verloren. Dabei hatte die Partie für die Tigers vielversprechend begonnen. Vaughn Duggins, Kenny Williams, Tyrone Nash, Louis Campbell und Reggie Redding verteidigten aggressiv und spielten eine 13:5-Führung heraus. Die hatte allerdings nur bis zur siebten Minute Bestand. Ausgerechnet der vor allem in der ersten Halbzeit überragende Ex-Tiger Dane Watts setzte nach einem Steal mit einem Korbleger zum 13:12 die Schlusspunkte eines 7:0-Laufs der Ulmer. Zwei Dreier von Steven Esterkamp brachten die Gastgeber schließlich mit 19:16 in Front. Im Gegenzug stellte Nicolai Simon per Dreier mit Ablauf der 24-Sekunden-Uhr noch einmal den Ausgleich her. Zum Ende des ersten Viertels lagen die Ulmer mit 23:19 in Front und gaben die Führung bis zum Ende des Spiels nicht mehr aus den Händen.

Nach einem Fehlwurf von Adnan Hodzic schnappte sich Redding zu Beginn des zweiten Viertels den Rebound und verkürzte nochmals auf 21:23. Danach bekamen die Tübinger immer mehr Probleme unter dem Korb. Allein Watts sammelte bis zur Halbzeit 15 Punkte und holte sechs Rebounds – und das obwohl er nur drei seiner neun Freiwürfe traf. Der in der ersten Halbzeit schon mit drei Fouls belastete John Bryant kam in knapp zwölf Minuten Einsatzzeit auf acht Punkte. Ebenso viele erzielte Keaton Nankivil. Zusammen mit Watts zog er außerdem zehn Fouls. Entsprechend waren auf Tübinger Seite Williams, Hodzic und Nash schon früh in Foulproblemen. Auf der Anzeigetafel leuchteten drei Fouls bei allen drei Großen, die abwechselnd auf der Bank Platz nehmen mussten.

Doch der eingewechselte Ruben Spoden sprang in die Bresche und nutzte seine Spielzeit: In nur fünf Minuten erzielte er sieben Punkte bei einer hundertprozentigen Trefferquote aus dem Feld und von der Linie. Trotzdem konnten die Ulmer dank Watts und Bryant die Führung bis auf 16 Punkte ausbauen (45:29). Doch die Tigers steckten nicht auf und setzten erfolgreich auf Distanzwürfe: Per Dreier brachte Josh Young sein Team wieder auf 38:48 heran, zehn Sekunden vor Schluss verkürzte Spoden auf 40:48. Quasi mit dem Schlusspfiff war es wieder Watts, der für die Ulmer 50:40-Führung zur Halbzeit sorgte.

Der Beginn der zweiten Halbzeit gehörte dann wieder den Tigers und vor allem Young: Mit einem Dreier brachte er sein Team auf 43:50 heran, Redding verkürzte mit zwei Freiwürfen sogar auf 45:50. Danach war es noch zwei Mal Young, der die Tigers im Spiel hielt. Erst zog er durch die gesamt Ulmer Defense zum Korb (47:53), dann traf er per Dreier zum 50:57. Auch in der Defense zeigten die Tigers die Krallen: Im folgenden Angriff brachten die Ulmer keinen Wurf innerhalb der 24 Sekunden zu Stande. Doch die Tübinger konnten die Chance nicht nutzen: Der eigene Angriff brachte keine Punkte, auf der Gegenseite sorgten Tommy Mason-Griffin und Sebastian Betz stattdessen für eine 63:50 Führung der Ulmer. Vier Minuten vor dem Ende des Viertels musste Redding mit fünf Fouls auf die Bank. Young kassierte kurz danach sein viertes Foul. In einer hektischen Phase zogen die Ulmer auf 71:57 davon.

Im letzten Viertel brachte Duggins die Tigers mit einem Dreier zum 60:71 nochmal in Reichweite. Danach sorgten Bryant gegen die mit jeweils vier Fouls belasteten Williams und Hodzic sowie Per Günther per Dreier für eine 81:64 Führung der Ulmer – die Vorentscheidung. Bis zum Schluss änderte sich am Spielstand nicht mehr viel, am Ende stand ein 92:74 auf der Anzeigetafel.

„Die Intensität hat diesmal gestimmt“, konnte Assistant Coach Radisa Zdravkovic der Partie trotzdem Positives abgewinnen. „Spielerisch müssen wir uns aber auf jeden Fall noch steigern.“ Auch die 22 Tübinger Turnovers waren am Ende deutlich zu viel. Ulm verlor den Ball nur zwölf Mal. Die größten Schwierigkeiten hatten die Tigers aber unter dem Korb: Nicht nur die Foulbelastung sorgte in der zweiten Halbzeit für Probleme in der Defense, auch in der Offensive waren die Ulmer hier klar überlegen: 36 Punkte sammelte das Team von Thorsten Leibenath unter dem Korb, die Tigers kamen nur auf 18.

Für die Tübinger geht das Turnier am Samstag bereits um 12 Uhr gegen Trabzonspor zu Ende. Der türkische Vertreter musste zwei hohe Niederlagen einstecken: Gegen Ulm verlor das Team vom ehemaligen Tigers-Coach Tolga Öngören mit 51:102, gegen die Eiffel Towers Den Bosch mit 39:90.

WALTER Tiger Tübingen: Nash (7), Simon (5), Duggins (16), Campbell (3), Redding (11), Young (13), Spoden (10), Hodzic (4), Williams (5)

 

Pressemitteilung: WALTER Tigers Tübingen



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