TSK Würzburg
Basketball-Krimi in der Carl-Diem-Halle
Stefan am 26.10.2003 um 02:13
40 Minuten Spielzeit reichten nicht, um im Duell TSK Würzburg gegen den Mitteldeutschen BC einen Sieger zu finden. Nach einer nervenaufreibenden Verlängerung hatten schließlich die X-RAYS dank der Nervenstärke von Igor Perovic von der Freiwurflinie die Nase vorn. der 29jährige Point Guard verwandelte in den letzten 56 Sekunden der Overtime sieben seiner acht Freiwürfe. Die Treffer sieben und acht von der Linie 12 Sekunden vor Schluss saßen zum Endstand von 92:89. Als der letzte Dreierversuch der Gäste durch den "Iceman" Wendell Alexis sein Ziel verfehlte, stand die Halle minutenlang Kopf. 2150 restlos begeisterte Zuschauer feierten ihre Lieblinge minutenlang mit stehenden Ovationen. "Am Ende hatten wir das Glück auf unserer Seite, beide Mannschaften hätten dieses Spiel gewinnen können", meinte X-RAYS-Headcoach Aaron McCarthy. Dieses Glück hatte sich die TSK-Truppe durch ihren unglaublichen Kampfgeist und ihre mannschaftliche Geschlossenheit aber mehr als redlich verdient. Auch von Verletzungen ließen sie sich nicht von ihrem Kurs abbringen: Ivo Kresta zog sich bereit im zweiten Viertel eine schmerzhafte Knieverletzung zu und konnte nicht wie gewohnt unter den Körben abräumen, Curtis Millage kämpfte sich mit einer Sehnenverletzung an der linken (Wurf)-Hand durch die letzten 15 Spielminuten, und Matchwinner Igor Perovic konnte wegen einer Oberschenkelzerrung gar nicht trainieren und ging gehandicapt in die Partie.
Nach relativ ausgeglichener erster Halbzeit (47:42), in der auf Würzburger Seite vor allem Dubravko Zemljic mit 16 Punkten einmal mehr eine Gala-Vorstellung ablieferte, schien sich das Blatt im dritten Viertel zunächst zu Gunsten der Gastgeber zu wenden. Mit einem 7:0-Lauf gleich nach der Pause, gekrönt von einem schönen Sprungwurf von Martti Kuisma mit der Sirene der 24-Sekunden-Uhr, hatten sich die X-RAYS erstmals einen Zehn-Punkte-Vorsprung erarbeitet (56:46), der auch nach 30 Spielminuten Bestand hatte (70:60).
Doch so leicht wollte sich das favorisierte Star-Ensemble von Ex-Nationaltrainer Henrik Dettmann offenbar nicht geschlagen geben. Mit einer aggressiven und teilweise überharten Verteidigung gelang es den "Wölfen" im Schlussabschnitt, die Angriffsmaschinerie der TSK-Akteure ins Stottern zu bringen. Mehrere Fehlwürfe und erzwungene Ballverluste ermöglichen es Alexis und Co., den Rückstand Punkt um Punkt zu verkürzen. Den Ausgleich schaffte Aufbauspieler Paul Burke, der sich in der Verteidigung den Ball angelte und trotz hartem Foul von Dubravko Zemljic das Kunststück fertig brachte, den Korbleger zu vollenden. Den fälligen Freiwurf verwandelte Burke eine Minute und 16 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit zum 76:76. Die letzte Minute: Dubravko Zemljic trifft zum 78:76, Wendell Alexis gleicht postwendend aus zum 78:78. Dann wieder Ballbesitz X-RAYS, aber Igor Perovic dribbelt sich fest und begeht einen Schrittfehler: Ballbesitz MBC 10,3 Sekunden vor der Schlusssirene.
Der letzte Distanzwurf der Gäste durch Nationalspieler Stephen Arigbabu verfehlte sein Ziel – Verlängerung!! Wer geglaubt hatte, die Spannung könne nicht noch größer werden, hatte sich allerdings gehörig geirrt. Die fünf Minuten der Overtime in chronologischer Reihenfolge: Wendell Alexis trifft nach Offensiv-Rebound – 78:80. Nils Mittmanns Korbleger auf der anderen Seite - 80:80. Alexis verwirft einen Dreier, Dubravko Zemljic zeigt Nerven und setzt zwei Freiwürfe daneben – immer noch 80:80. Dann ein Ballverlust von Alexis gegen Tony Kitchings, Martti kKuisma versenkt den Dreier aus der Mitte – 83:80. Turnover Paul Burke, ein Dreierversuch von Kuisma geht daneben, Nils Mittmann sichert den Rebound und verwandelt nach Foul beide Freiwürfe sicher – 85:80.
56 Sekunden vor dem Ende dann die ersten von insgesamt acht Freiwürfen für Igor Perovic – 87:80. Damit war die Partie aber noch lange nicht entschieden: Dreier Nikagbatse – 87:83. Freiwürfe Perovic – 89:83. Noch ein Dreier Nikagbatse – 89:86. Igor Perovic trifft einen von zwei Freiwürfen – 90:86. Dann noch einmal der Distanzversuch der "Wölfe", und im dritten Anlauf verwandelt Alexis 16 Sekunden vor Schluss den Dreier zum 90:89. Aber auch 12 Sekunden vor der Sirene zeigte Igor Perovic keine Nerven und traf wieder beide Freiwürfe zum 92:89. Der letzte Dreier von Alexis ging daneben, Curtis Millage schnappte sich das Leder und der kollektive Freudentaumel in der Carl-Diem-Halle konnte beginnen...
Henrik Dettmann war hinterher voll des Lobes für den Gegner: "Würzburg hat eine sehr gute Starting Five, aber heute hat ihre Bank das Spiel entschieden. Sie haben sehr smart und mit vollem Einsatz gespielt. Meine Mannschaft muss erst noch begreifen, dass zehn Minuten voller Einsatz nicht reichen, um in der Bundesliga zu gewinnen." X-RAYS-Headcoach Aaron McCarthy zeigte sich vor allem hochzufrieden mit der mannschaftlichen Geschlossenheit seiner Truppe: "Damit konnten wir heute die drei Verletzungen ausgleichen. Beide Teams haben bis zum Schluss hart gekämpft, und wir hatten das nötige Glück auf unserer Seite. Allerdings haben wir uns in den letzten 42 Sekunden das Leben selbst schwer gemacht, indem wir die drei Dreier zugelassen haben. Wenn man Spiele gewinnen will, muss man in der Verteidigung konzentrierter sein, daran müssen wir noch arbeiten."
Presseinfo: TSK Würzburg (PW)
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Nach relativ ausgeglichener erster Halbzeit (47:42), in der auf Würzburger Seite vor allem Dubravko Zemljic mit 16 Punkten einmal mehr eine Gala-Vorstellung ablieferte, schien sich das Blatt im dritten Viertel zunächst zu Gunsten der Gastgeber zu wenden. Mit einem 7:0-Lauf gleich nach der Pause, gekrönt von einem schönen Sprungwurf von Martti Kuisma mit der Sirene der 24-Sekunden-Uhr, hatten sich die X-RAYS erstmals einen Zehn-Punkte-Vorsprung erarbeitet (56:46), der auch nach 30 Spielminuten Bestand hatte (70:60).
Doch so leicht wollte sich das favorisierte Star-Ensemble von Ex-Nationaltrainer Henrik Dettmann offenbar nicht geschlagen geben. Mit einer aggressiven und teilweise überharten Verteidigung gelang es den "Wölfen" im Schlussabschnitt, die Angriffsmaschinerie der TSK-Akteure ins Stottern zu bringen. Mehrere Fehlwürfe und erzwungene Ballverluste ermöglichen es Alexis und Co., den Rückstand Punkt um Punkt zu verkürzen. Den Ausgleich schaffte Aufbauspieler Paul Burke, der sich in der Verteidigung den Ball angelte und trotz hartem Foul von Dubravko Zemljic das Kunststück fertig brachte, den Korbleger zu vollenden. Den fälligen Freiwurf verwandelte Burke eine Minute und 16 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit zum 76:76. Die letzte Minute: Dubravko Zemljic trifft zum 78:76, Wendell Alexis gleicht postwendend aus zum 78:78. Dann wieder Ballbesitz X-RAYS, aber Igor Perovic dribbelt sich fest und begeht einen Schrittfehler: Ballbesitz MBC 10,3 Sekunden vor der Schlusssirene.
Der letzte Distanzwurf der Gäste durch Nationalspieler Stephen Arigbabu verfehlte sein Ziel – Verlängerung!! Wer geglaubt hatte, die Spannung könne nicht noch größer werden, hatte sich allerdings gehörig geirrt. Die fünf Minuten der Overtime in chronologischer Reihenfolge: Wendell Alexis trifft nach Offensiv-Rebound – 78:80. Nils Mittmanns Korbleger auf der anderen Seite - 80:80. Alexis verwirft einen Dreier, Dubravko Zemljic zeigt Nerven und setzt zwei Freiwürfe daneben – immer noch 80:80. Dann ein Ballverlust von Alexis gegen Tony Kitchings, Martti kKuisma versenkt den Dreier aus der Mitte – 83:80. Turnover Paul Burke, ein Dreierversuch von Kuisma geht daneben, Nils Mittmann sichert den Rebound und verwandelt nach Foul beide Freiwürfe sicher – 85:80.
56 Sekunden vor dem Ende dann die ersten von insgesamt acht Freiwürfen für Igor Perovic – 87:80. Damit war die Partie aber noch lange nicht entschieden: Dreier Nikagbatse – 87:83. Freiwürfe Perovic – 89:83. Noch ein Dreier Nikagbatse – 89:86. Igor Perovic trifft einen von zwei Freiwürfen – 90:86. Dann noch einmal der Distanzversuch der "Wölfe", und im dritten Anlauf verwandelt Alexis 16 Sekunden vor Schluss den Dreier zum 90:89. Aber auch 12 Sekunden vor der Sirene zeigte Igor Perovic keine Nerven und traf wieder beide Freiwürfe zum 92:89. Der letzte Dreier von Alexis ging daneben, Curtis Millage schnappte sich das Leder und der kollektive Freudentaumel in der Carl-Diem-Halle konnte beginnen...
Henrik Dettmann war hinterher voll des Lobes für den Gegner: "Würzburg hat eine sehr gute Starting Five, aber heute hat ihre Bank das Spiel entschieden. Sie haben sehr smart und mit vollem Einsatz gespielt. Meine Mannschaft muss erst noch begreifen, dass zehn Minuten voller Einsatz nicht reichen, um in der Bundesliga zu gewinnen." X-RAYS-Headcoach Aaron McCarthy zeigte sich vor allem hochzufrieden mit der mannschaftlichen Geschlossenheit seiner Truppe: "Damit konnten wir heute die drei Verletzungen ausgleichen. Beide Teams haben bis zum Schluss hart gekämpft, und wir hatten das nötige Glück auf unserer Seite. Allerdings haben wir uns in den letzten 42 Sekunden das Leben selbst schwer gemacht, indem wir die drei Dreier zugelassen haben. Wenn man Spiele gewinnen will, muss man in der Verteidigung konzentrierter sein, daran müssen wir noch arbeiten."
Presseinfo: TSK Würzburg (PW)
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