Phoenix Hagen
Mäßige Leistung reicht aus: Fünfter Auswärtssieg für Phoenix Hagen
TheBloob am 02.04.2011 um 19:29
Endlich wieder ein Auswärtssieg! Nach drei Monaten ohne Erfolg in der
Fremde gewann Phoenix Hagen in der Beko Basketball Bundesliga mit 88:80
(41:36) beim Schlusslicht Gloria GIANTS Düsseldorf.
Die Voraussetzungen dafür waren eigentlich nicht sonderlich gut – und sie
verschlechterten sich in den ersten Spielminuten noch. Phoenix musste auf
David Bell verzichten, der an der Fußsohle operiert wurde. Die Partie zur
ungeliebten Nachmittagszeit begann mit einem kapitalen Fehlstart, der an
die Hinspielschlappe (58:86) erinnerte. Düsseldorf führte gegen eine
abwesend wirkende Hagener Mannschaft nach zehn Minuten mit 26:13. „Wir sind
extrem schlecht ins Spiel gekommen. Die Dinge, die wir uns vorgenommen
haben, konnten wir nicht umsetzen“, ärgert sich Trainer Ingo Freyer.
Zur Halbzeit gab es dann ein weiteres Problem: Mit Zygimantas Jonusas,
Jacob Burtschi und Mark Dorris hatten gleich drei Phoenix-Akteure drei
Fouls auf dem Konto. Allerdings machte der Verlauf des zweiten Abschnitts
dennoch eine Menge Mut. Phoenix holte endlich Rebounds, zog etliche Fouls
und lief einen kapitalen 16:0-Lauf in der Mitte des Viertels (28:35, 18.).
Mark Dorris und Matt Terwilliger setzten immer wieder Akzente. Hagen gewann
das Viertel mit 28:10 und führte zur Pause mit 41:36. „Da lief es dann
endlich besser. Wir waren konzentrierter, haben besser geworfen und haben
durch den Lauf den Rückstand aufgeholt“, sagt Freyer.
Der Hagener Coach musste aufgrund der hohen Foulbelastung viel wechseln:
„Das war heute sicher ein Problem. Das größere Problem waren aber die
vielen Unkonzentriertheiten, die wir uns erlaubt haben. Darum haben wir uns
nie mit deutlich mehr als zehn Punkten absetzen können.“ Als Mark Dorris
zum 60:47 traf (28.), sah es für einen Moment nach einer Vorentscheidung
aus. Doch Phoenix machte weiter Fehler. DeAndre Haynes nutzte einen
Ballgewinn mit der Schlusssirene zu einem Dreier. Düsseldorf war wieder bis
auf 56:63 dran.
Ein weiterer Dreier von Patrick Pope brachte die Gastgeber sogar bis auf
59:63 heran. Nach einem Technischen Foul gegen Düsseldorf-Coach Murat Didin
konnte sich Phoenix dann aber entscheidend absetzen. Acht schnelle Punkte
schraubten den Spielstand auf 78:66 (35.). Diesen Vorsprung brachten die
Gäste relativ locker über die Zeit. Das 88:80 bedeutete den langersehnten
fünften Auswärtssieg.
Diese Tatsache versöhnt Ingo Freyer dann auch wieder etwas: „Wir haben
auswärts gewonnen, das zählt. Aber wir haben nicht gut gespielt und uns
ungeheuer viele individuelle Fehler und dumme Fouls geleistet. Darum haben
wir es uns unnötig schwer gemacht.“ Ein Lob hat er für die mitgereisten
Fans der Feuervögel parat: „Unsere Anhänger waren mit großer Begeisterung
dabei, das war prima. Sie haben diesen Auswärtssieg besonders verdient.“
GIANTS Düsseldorf: Haynes (14/2), Wright (13/1), Rizvic (13), Pope (12/1),
Kisielius (8), Petric (8/2), Buck (8), Watt (4), McDaniel, Wischnewski.
Phoenix Hagen: Dorris (23/1), Jonusas (20/2), Burtschi (17/3, 10 Reb.),
Terwilliger (13/2), Kruel (9), Pryor (6), Seward, Schwarz, Spohr, Reuter.
Stationen: 13:9 (5.), 26:13 (10.), 28:28 (15.), 36:41 (20.), 47:54 (25.),
56:63 (30.), 68:78 (35.), 80:88 (40.).
Zuschauer: 2.267
Pressemitteilung: Phoenix Hagen
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