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"Die Meisterschaft war wie ein Traum"

Pucki am 23.03.2011 um 20:33

BBL-Legende Derrick Taylor spricht im ersten Teil des großen Crossover-Interviews über seine Karriere als Spieler, seine beiden Rücktritte und den Anfang seiner Coaching-Karriere.

CROSSOVER: Derrick, du hast deine ersten Erfahrungen auf europäischem Parkett mit Ostende in den Niederlanden gesammelt. Das war 1989. Wie war das für dich?

Derrick Taylor: Ich hatte einige Freunde, die bereits in Europa in verschiedenen Orten waren. Also wusste ich ungefähr, was mich erwarten würde. Es war nicht wirklich ein großer Kulturschock für mich. Ich komme aus Louisiana, also war das Essen auch kein großer Schock. Meine Eingewöhnungszeit fand somit quasi gar nicht statt. Ich hatte gute Teamkollegen. Ostende ist eine schöne Stadt. Ich habe meinen ersten Aufenthalt in Europa wirklich genossen.

1991 bist du nach Bayreuth gewechselt.

Nun, ich ging für ein Jahr zurück in die CBA (Continental Basketball Association, USA) und stellte fest, dass ich irgendwann mal häuslich werden müsse. Plötzlich fand ich mich in Bayreuth wieder. Bayreuth war bekannt als eine Mannschaft, in der du bleiben kannst, wenn du gut spielst – und wenn du bleiben möchtest. Ich war nie der Spielertyp, der umherwechselt und ständig in einer anderen Stadt spielt. Wie sich später herausstellte, kam es doch noch dazu. Aber zunächst blieb ich sechs Jahre lang in Bayreuth (1991 bis 1996).

Ja, das waren einige turbulente Jahre, mit Abstieg, direktem Aufstieg und den Playoffs.

Das war eine schwere Zeit. Das Team veränderte sich. Es hatte glorreiche Zeiten hinter sich und eine schwierige Zeit in der Europaliga, weil sich viele Spieler verletzt hatten. Auch die finanzielle Lage erzwang ein Umdenken. Um ehrlich zu sein, waren wir nicht so gut, wie es schien. Wir hatten eine gute Truppe beisammen, aber vom Talent her konnten wir nicht mit anderen Teams mithalten. Wir hatten außerdem einen jugoslawischen Jungspund im Team, bei dem sich herausstellte, dass er als Ausländer gar nicht spielberechtigt war. Deswegen wurden zur Strafe, glaube ich, drei Spiele gegen uns gewertet. Das hat uns in den Abstiegsstrudel geführt und mitgerissen. Wir stiegen ab und das war ziemlich hart. Im Vorjahr hatte ich noch die CBA-Meisterschaft mit den Wichita Falls Texans gewonnen und nun war es schwer für mich abzusteigen.

Das komplette Interview ist auf Crossover-Online.de nachzulesen.



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