Phoenix Hagen

Großer Kampf wird nicht belohnt: Louis Dale verhindert Phoenix-Sieg

TheBloob am 20.03.2011 um 21:16

Trotz einer ansprechenden Leistung unterlag Phoenix Hagen bei der BG
Göttingen mit 90:99 (48:51). Die Gastgeber machten in einer engen Partie
der Beko BBL vor 2.550 Zuschauern erst in der Schlussphase den Sack zu.

Die Feuervögel mussten in Göttingen ohne Zygimantas Jonusas auskommen. Der
Litauer fehlte aufgrund einer Rückenverletzung, die er sich am Freitag
gegen Ulm zugezogen hatte. Phoenix startete gut ins erste Viertel, traf
sicher aus der Distanz und kam durch Mark Dorris und David Bell zum 11:11
(6.). Anschließend profitierten die Veilchen allerdings von Hagener
Ballverlusten und zogen durch Kyle Bailey auf 18:13 davon (7.). Doch
Phoenix konnte sich im ersten Viertel auf seine Dreier verlassen. Es war
erneut David Bell, der sein Team mit 23:20 in Führung brachte. Zur
Viertelpause lagen die Gäste mit 27:24 vorne.

Trenton Meacham besorgte das zwischenzeitliche 28:27 für Göttingen, was
Phoenix postwendend mit einem Dreier von Matt Terwilliger und einem
Dreipunktspiel von Jacob Burtschi beantwortete (30:35, 13.). Jetzt riss den
Feuervögeln allerdings ein wenig der Faden. Die BG startete, angetrieben
von Dwayne Anderson, einen 19:6-Lauf zum 49:41 (18.). Bis zur Pause kamen
die Hagener wieder auf 51:48 heran, weil David Bell sicher aus der Distanz
traf und Jacob Burtschi sich immer wieder durchsetzen konnte. Beide US-Boys
hatten zur Halbzeit 16 Zähler auf dem Konto.

Zu Beginn der zweiten Hälfte konnten sich die Göttinger zunächst etwas Luft
verschaffen und gingen durch Kyle Bailey mit 63:55 in Führung (24.).
Phoenix kämpfte weiter mit Ballverlusten, kam aber durch gute Distanzwürfe
immer wieder zurück. David Bell und Matt Terwilliger trafen zur
64:63-Führung (27.). Die Mini-Runs wechselten weiter – das blieb
charakteristisch für das Spiel. John Little vollendete einen Korbleger und
verwandelte auch den Bonuswurf zum 71:64 (28.).

Mark Dorris glich erneut aus (71:71, 30.). Als die Phoenix-Dreier nicht
fielen, setzte sich Göttingen durch Mike Scott wieder auf 79:71 ab. Der im
Schlussviertel enorm starke Quentin Pryor schaffte per Distanzwurf den
Ausgleich zum 81:81 (35.), Mark Dorris besorgte sogar die neuerliche
Führung für die Feuervögel (82:83, 36.). Den nächsten Führungswechsel
verkrafteten die Gäste dann nicht mehr. Dwayne Anderson markierte das
87:85, bevor Louis Dale im Finale übernahm. Der Amerikaner erzielte die
letzten zehn Punkte für die Veilchen und sicherte so den 99:90-Erfolg.

„Es war ein körperbetontes Spiel, bei dem es ständig hin und her ging. Wir
waren heute gut und die ganze Zeit dran. Dale hat am Ende schwierige Würfe
getroffen und darum ist der Göttinger Sieg auch nicht unverdient“, fasst
Trainer Ingo Freyer zusammen und ergänzt: „Wir hatten einige Ballverluste
zu viel, wobei etliche davon Offensivfouls waren.“ Seinem Team macht Freyer
aber keinen Vorwurf: „Wir haben am Freitag gespielt, das war ein echter
Nachteil. Dass uns Zygimantas Jonusas gefehlt hat und Jacob Burtschi früh
vier Fouls hatte, war ebenfalls ein Problem. Aber wir haben einen guten
Kampf geliefert und hätten durchaus auch gewinnen können.“

BG Göttingen: Anderson (23/2), Dale (19/2), Boone (13), Meacham (13), Scott
(10), Bailey (8, 8 Ass.), Little (7), Kulawick (3/1), Meeks (3/1).

Phoenix Hagen: Bell (24/6), Pryor (19/3, 8 Reb.), Burtschi (19/1), Dorris
(17/1), Terwilliger (6/2), Spohr (3/1), Seward (2), Kruel, Schwarz.

Stationen: 11:8 (5.), 24:27 (10.), 39:38 (15.), 51:48 (20.), 63:61 (25.),
73:71 (30.), 82:81 (35.), 99:90 (40.).

Zuschauer: 2.550


Pressemitteilung: Phoenix Hagen



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