Phoenix Hagen

Zu viele Fehler in Oldenburg: Kampf mit den Ballverlusten geht verloren

Master_of_Desaster am 13.03.2011 um 02:16

Mit leeren Händen trat Phoenix Hagen den Rückweg aus Oldenburg an. Bei den
EWE Baskets verloren die Feuervögel in der Beko Basketball Bundesliga mit
91:102 (48:55). Vor 3.148 Zuschauern in der ausverkauften EWE Arena fiel
die Entscheidung dabei erst im Schlussviertel.

In einer schnellen und offensiv geführten Partie dominierten die Gastgeber
die Anfangsphase. Ein Dreier von Rickey Paulding ließ die Baskets bis auf
21:11 enteilen (8.). Bitter für Phoenix: Mark Dorris zog sich schon nach
sechs Minuten einen Pferdekuss zu. Er probierte später zwar noch einmal,
ins Spiel einzugreifen, doch ohne Erfolg. „Die Schmerzen waren einfach zu
groß“, sagt Trainer Ingo Freyer.

Hagen zeigte dennoch einmal mehr seine Stärke, in kurzer Zeit Rückstände
aufzuholen. In einem rasanten Spiel mit vielen Punkten und wenigen
Unterbrechungen verkürzte Zygimantas Jonusas mit einem Dreipunktspiel bis
auf 34:30 (14.) Die Hagener hatten jetzt offensiv ihren Rhythmus. Bernd
Kruel brachte sein Team bis auf 44:42 heran (17.). Doch Phoenix kämpfte in
Oldenburg mit einer Vielzahl von Ballverlusten. Louis Campbell und Oliver
Stevic nutzten das zum 49:42. Kompensieren konnten die Hagener ihre
Schwächen durch eine gute Quote aus der Distanz. Jacob Burtschi traf per
Dreier zum 53:48.

Weil die Turnover auch nach dem Wechsel ein Problem blieben, wuchs der
Rückstand rasch an. Luka Bodgdanovic zerstörte mit einem Dunking zum 63:53
den Korb (27.). Das Spiel war danach einige Minuten unterbrochen. Eddie
Gill zwang Ingo Freyer anschließend zu einer Auszeit, als er zum 71:55
vollstreckte. Der Hagener Trainer brachte jetzt Dominik Spohr – und mit dem
Youngster kam neuer Biss ins Team der Feuervögel. Fünf Punkte des Forwards
bedeuteten das 75:64 (28.). „Dominik hat das gut gemacht. Er hat richtig
'geklotzt' in seinen sieben Minuten Einsatzzeit“, so Freyer. Auch David
Bell übernahm jetzt mehr und mehr das Kommando und verkürzte mit der
Schlusssirene auf 78:73.

Zwei Oldenburger bekam Phoenix im Schlussviertel nicht mehr in den Griff.
Mindaugas Lukauskis, bis dahin nicht besonders auffällig, und der das ganze
Spiel über bärenstarke Luka Bogdanovic waren jetzt nicht mehr aufzuhalten.
Beim Stande von 91:78 gab Hagen allerdings noch einmal ein deutliches
Lebenszeichen von sich. Quentin Pryor und Zygimantas Jonusas versenkten
zwei Dreier zum 91:84 (36.). Danach wurde die Aufholjagd aber jäh gestoppt.
Phoenix ließ viele Chancen liegen und vergab eine Reihe von Freiwürfen.
Spätestens der Bogdanovic-Dreier zum 97:85 ließ die letzten Zweifler an
einem Oldenburger Sieg verstummen.

„Wir waren eigentlich das ganze Spiel gut dabei. Oldenburg hatte immer
wieder Runs, aber wir sind auch immer wieder zurückgekommen. Weil Mark
Dorris kaum eingesetzt werden konnte, musste David Bell sehr viel spielen.
Das war nicht ideal“, resümiert Ingo Freyer. Letztendlich sieht er die
Gründe für die Niederlage aber in eigenen Verfehlungen: „Wir hatten unsere
Chance. Mit 20 Ballverlusten, die eigentlich auch alle bestraft wurden, und
einer Freiwurfquote von 57 Prozent kannst du aber kaum ein Spiel gewinnen.
Es waren heute zu viele leichte Fehler dabei.“

EWE Baskets Oldenburg: Bogdanovic (26/2), Lukauskis (17/4), Stevic (12),
Paulding (12/2), Campbell (11/3), Gill (10/1, 10 Ass.), Baynes (10),
McNaughton (4).

Phoenix Hagen: Bell (21/3), Jonusas (19/3), Pryor (13/1), Burtschi (12/2,
11 Reb.), Seward (11), Spohr (7/1), Kruel (5), Dorris (3/1), Terwilliger,
Schwarz, Wilkins.

Zuschauer: 3.148

Pressemitteilung: Phoenix Hagen



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