Gloria GIANTS Düsseldorf
Die Berliner "Albatrosse" im Anflug auf Düsseldorf
PForsberg am 12.03.2011 um 10:52
Die Gloria GIANTS Düsseldorf empfangen am Sonntag um 18:00 im Burg-Wächter Castello den achtfachen Deutschen Meister ALBA BERLIN.
Das Hinspiel an der Spree möchte man zu gerne vergessen, doch im Hinblick auf das Rückspiel in eigener Halle, bleibt den GIANTS keine andere Wahl, als sich dieses sehr einseitige Duell in Erinnerung zu rufen. Die Gloria GIANTS reisten nach der Begegnung im November letzten Jahres mit ihrer deutlichsten Niederlage im Gepäck an den Rhein zurück (91:47).
Head Coach Murat Didin verschwendet aber nicht zu viel Energie auf den Blick in die Vergangenheit und zeigt sich sehr fokussiert auf das Spiel am 13.März gegen die Berliner, die Didin als eine "Lokomotive" des deutschen Basketballs bezeichnet.
"Wir müssen auf das Feld gehen und kämpfen. Jedes Spiel ist wichtig und auch gegen einen Gegner, wie ALBA geben wir uns nicht im Vorfeld geschlagen. Wir gehen dieses Spiel so an, wie alle anderen auch. Es spielt keine Rolle, auf welchem Tabellenplatz unser jeweiliger Gegner steht. Wir müssen jedes Spiel positiv angehen, wir müssen positiv in die verbliebenen eineinhalb Monate gehen und an uns glauben. Wir müssen versuchen uns auf die grundlegenden Dinge zu konzentrieren. Wir müssen beherzt spielen, gut verteidigen und einen Rhythmus im Angriff finden. Bei einigen Begegnungen, wie etwa gegen Tübingen oder Göttingen, sind wir sehr gut ins Spiel gekommen und haben dann aber am Ende sehr stark nachgelassen, und so ist besonders wichtig ab jetzt unser Level zu halten", so der Cheftrainer. Aber nicht nur aufgrund der schmerzhaften Niederlage im Hinspiel sinnen die Giganten, wie auch die Fans, auf Revanche. Entscheidend hinzu kommt, dass die GIANTS buchstäblich, um ihr Leben, zumindest um ihr Überleben in der Beko BBL, kämpfen. Die Hoffnung auf den Klassenerhalt ist demnach noch nicht aufgegeben und die Giganten werden solange weiter kämpfen, wie rein rechnerisch eine Chance besteht den Abstieg zu verhindern. Auch wenn nahezu ein Wunder von Nöten wäre, aber die Wenigsten hatten es für möglich gehalten, dass sich die Bamberger ihre erste Beko BBL- Saisonniederlage ausgerechnet bei den GIANTS abholen. Auch wenn die Probleme des Tabellendritten eine vollkommen andere Gewichtung haben, als die der Giganten, ist die laufende Saison für Berliner Verhältnisse auch nicht nur von Erfolg gekrönt. So sind die Albatrosse sowohl aus dem BBL- Pokal als auch aus dem Eurocup ausgeschieden. Allerdings können sie sich nun intensiver auf die Beko BBL konzentrieren, was den ohnehin schwierigen Gegner ALBA noch ein Stück weit gefährlich macht.
Nach einigen bitteren Niederlagen für die erfolgsverwöhnten Berliner, darunter auch die sehr schmerzhafte Schlappe beim Hinspiel gegen die Brose Baskets (52:103), entschieden sich die Verantwortlichen für einen Trainerwechsel. So trennte man sich im Januar von Trainer Luca Pavicevic und holte sich als neuen Head Coach den Israeli Muli Katzurin, ein von Cheftrainer Didin sehr geschätzter Kollege und guter Freund.
Zudem verpflichteten die Berliner gleich drei Neuzugänge und zwei davon kurz vor Ablauf der Wechselfrist (Ende Februar). Und so spielen nun auch die beiden Point Guards Heiko Schaffartzik und Taylor Rochestie, wie auch der 2,13m große Center Miroslav Raduljica im Dress der Hauptstädter.
Heiko Schaffartzik ist deutscher Nationalspieler, konnte sich aber bisher bei ALBA nicht wirklich durchsetzen und so wurde er im Schnitt in 8 Spielen nicht ganz fünf Minuten eingesetzt. Allerdings sollte man ihn keineswegs unterschätzen, da er in der Vergangenheit, nicht zuletzt auch bei den EM- Länderspielen gegen Kroatien und Griechenland, gezeigt hat über welche Qualitäten er verfügt.
Der US- amerikanische Point Guard Taylor Rochestie (25) kommt von Galatasaray Cafecrown Istanbul. Er absolvierte bisher drei Spiele für die Albatrosse und sicherte sich mit durchschnittlich 11,3 Punkten und 5 Assists einen begehrten Platz in der Starting five von Coach Katzurin.
Der 23-jährige serbische Nationalspieler Raduljica hat einen mehrjährigen Vertrag in Istanbul. Da er für die türkische Liga nicht spielberechtigt ist, wurde er nach dem Aus in der Euroleague von Efes bis zum Ende der Saison nach Berlin ausgeliehen.
Neben den Neuzugängen erwarten die Giganten unter anderem altbekannt Leistungsträger, wie etwa Derrick Allen (16,4 ppg, 4,6 rpg), Julius Jenkins (13,4 ppg), Immanuel McElroy (10,6 ppg, 4,0 rpg, 4,0 apg) und Tadija Dragicevic (9,7 ppg, 4,9 rpg).
Bei solch einem Kader und dem Blick auf die tief besetzte Bank der Berliner, fällt es um so schwerer die eigenen Personalprobleme zu betrachten. Die Gloria GIANTS müssen weiterhin auf Olumuyiwa Famutimi verzichten, der wahrscheinlich kommende Woche an beiden Knien operiert werden muss und wohl diese Saison nicht mehr zum Einsatz kommt. Ransfords Brempong fällt ebenfalls erneut wegen seiner Knieverletzung aus. Zudem sind Joe Buck und DeAndre Haynes angeschlagen. Diese verletzungsbedingten Personalausfälle ziehen sich leider wie ein roter Faden durch die gesamte Saison. "Auf Grund dieser Personalsituation sind wir selten in der Lage mit 10 Spielern zu trainieren, geschweige denn mit der eigentlichen Starting five angemessen zu arbeiten," fast Head Coach Murat Didin die prekäre Situation zusammen.
Umso mehr müssen die, die spielen können, Alles geben und die Leistung abrufen, die das Team letztendlich dazu befähigt zu siegen.
Pressemitteilung: Gloria Giants Düsseldorf
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