Gloria GIANTS Düsseldorf

Leerlauf zum falschen Zeitpunkt

TheBloob am 20.02.2011 um 13:18

Einen herben Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt in der Beko BBL mussten die Gloria GIANTS am Samstagabend hinnehmen. Die Giganten unterlagen im „Kellerduell“ der Basketball-Bundesliga bei den LTi GIESSEN 46ers vor 3680 Zuschauern in der Sporthalle Gießen-Ost mit 50:66 (11:17, 30:33, 41:48). Die Gloria GIANTS mussten dabei ohne Center Esmir Rizvic auskommen, der noch aufgrund von Pass- und Visaangelegenheiten in Bosnien weilt. Für ihn sprang der eigentlich an Knieproblemen laborierende Ransford Brempong in die Bresche. Zudem gab der kurz zuvor verpflichtete Power Forward Gordon Watt im Dress mit der Trikotnummer 34 sein Debüt. Der 24-jährige US-Amerikaner, der zuletzt für Uppsala Basket in Schweden auflief, bringt bei einer Körpergröße von 2,02 Meter 100 Kilogramm auf die Waage und erhielt einen Vertrag bis Saisonende.

Der Neuzugang führte sich zunächst gut ein, bescherte den Gloria GIANTS mit drei Punkten in Folge nach knapp zwei Minuten die erste Führung in der Partie (3:2), die Joe Buck auf 5:2 ausbauen konnte. Der schmale Vorsprung hatte allerdings nicht lange Bestand. Die Hausherren konnten mit ihrer engagierten Verteidigung die Angriffe der Mannen von Murat Didin zunehmend besser stoppen, zudem gelang es den 46ers, mit Distanzwürfen die Zonenverteidigung der Düsseldorfer mehrfach zu knacken. Drei „Dreier“ fanden ihr Ziel, so dass zum Ende des ersten Abschnitts eine 17:11-Führung für die Hessen zu Buche stand.

Dies Bild änderte sich allerdings im zweiten Durchgang. Da gelang es den Gloria GIANTS, Gießen in der Offensive aus dem Rhythmus zu bringen, selbst aber nun hochprozentig zu treffen. Laimonas Kisielius, Marin Petric und Steven Wright trafen nun von jenseits der 6,75-Meter-Markierung und brachten die Gäste in einen Lauf, der knapp zwei Minuten vor der Halbzeitpause in eine 28:26-Führung mündete. Vier Punkte von Zachery Peacock drehten das Spiel jedoch zur Pause wieder, so dass die 46ers mit einem schmalen 33:30-Vorsprung in die Kabine gehen konnten.

Das dritte Viertel bot nun wieder ein Spiegelbild des ersten Abschnitts. Die Gloria GIANTS machten geschickt die Zone zu, zwei „Dreier“ von Maurice Jeffers knackten aber das Bollwerk und bescherten den Hausherren eine Zehn-Punkte-Führung (43:33, 4.). Die Giganten kämpften allerdings beherzt weiter und kamen vor allem durch Patrick Pope (7 Punkte in dieser Phase) und Ransford Brempong (4) wieder zurück ins Match.

Im Schlussviertel brach allerdings der Widerstand der Gäste. Die nun mit hoher Intensität und Entschlossenheit agierenden Hausherren legten einen 16:2-Lauf hin, mit dem sie die Partie für sich entschieden. Die Gloria GIANTS erarbeiteten sich in dieser Phase zwar durchaus Würfe gegen die gute Defensive der Gastgeber, wussten dieser aber nicht zu nutzen. Dieser rund siebeneinhalb Minuten währende „Leerlauf“ ausgerechnet in der entscheidenden Phase war nicht mehr zu kompensieren.

Entsprechend ernüchtert zeigte sich Headcoach Murat Didin nach Spielende: „Glückwunsch an Steven Key und sein Team. Gießen hat verdient gewonnen. Wir haben teuer dafür bezahlt, dass Esmir Rizvic noch Passangelegenheiten klären muss. Ein großer Dank geht an Rans, der noch nicht fit war, sich aufgrund der Umstände aber bereit erklärt hat zu spielen. Wir waren bis ins letzte Viertel hinein im Spiel, aber ohne einen wirklich großen Spieler war es zu schwer.“

LTi GIESSEN 46ers – Gloria GIANTS Düsseldorf 66:50 (17:11, 33:30, 48:41)
Gloria GIANTS: Kisielius (9), McDaniel (9), Wright (5), Wischnewski d.n.p., Petric (3), Buck (2), Brempong (6), Pope (7), Haynes (6), Watt (3).


Pressemitteilung: Gloria GIANTS Düsseldorf



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