Gloria GIANTS Düsseldorf
Im Schlussabschnitt waren die Batterien leer
Master_of_Desaster am 17.02.2011 um 01:53
Eine gewisse Ernüchterung herrschte am Mittwochabend im Lager der Gloria
GIANTS Düsseldorf. Im Gastspiel bei den New Yorker Phantoms Braunschweig
hatten die Giganten vor 2023 Zuschauern in der Volkswagen Halle drei
Viertel lang auf Augenhöhe mit dem Tabellenfünften der Beko BBL
mitgehalten, ein Einbruch im Schlussabschnitt bescherte jedoch letzten
Endes eine 51:66 (15:13, 26:27, 44:44)-Niederlage.
Ein gutes Debüt auf Seiten der Gäste lieferte dabei Center Esmir Rizvic
ab, der neun Punkte und neun Rebounds sammelte – allein sieben Zähler
markierte der Bosnier bereits im ersten Viertel, als er mit verantwortlich
dafür war, dass die Gloria GIANTS nach einem schnellen 2:7-Rückstand die
Partie ausgeglichen gestalten konnten. Nachdem DeAndre Haynes mit zwei
verwandelten Freiwürfen zum 8:7 für die erste Führung der Giganten sorgte
(5.), entwickelte sich ein Schlagabtausch auf Augenhöhe.
Eingangs des zweiten Abschnitts gelang es den Düsseldorfern mit einer
engagierten Verteidigung zunächst besser, die New Yorker Phantoms zu
stoppen. Der Lohn war eine Sieben-Punkte-Führung (24:17, 4.). Diese
konnten die Gloria GIANTS allerdings nicht weiter behaupten, da sich die
Hausherren nach einigen Umstellungen entschlossen zurück ins Match
wuchteten. Mit der letzten Aktion der ersten Hälfte sorgte Uros Duvnjak
mit seinem Treffer schließlich für die 27:26-Pausenführung der Gäste.
Auch im wechselhaften dritten Durchgang schien sich dieser Trend zunächst
fortzusetzen. Die New Yorker Phantoms konnten immer wieder ihre physischen
Vorteile geschickt nutzen und nun ihrerseits auf 42:34 (7.) davon ziehen.
Eine Vorentscheidung war dies jedoch auch noch nicht. Nach einer Auszeit
durch Headcoach Murat Didin und entsprechenden Anpassungen im Spiel
antworteten die bravourös kämpfenden Giganten mit einem 10:0-Lauf.
Schließlich ging es mit 44:44 in den Schlussabschnitt.
Wer nun aber dachte, dass sich das muntere Wechselspiel fortsetzen würde,
der sah sich getäuscht. Die Gloria GIANTS hatten der Physis und Intensität
der Gastgeber nun zu wenig entgegen zu setzen, trafen zudem einige
unglückliche Entscheidungen, die zu Ballverlusten führten. Mit einem
12:2-Lauf in den ersten fünf Minuten des vierten Viertels rissen die
Phantoms die Partie endgültig an sich und gaben diese auch nicht mehr aus
der Hand.
„Wir haben Charakter gezeigt und für dreißig Minuten guten Basketball
gespielt. Leider wurde die Mannschaft dann müde“, resümierte Cheftrainer
Murat Didin. „Ohne Famutimi, Tatum und Brempong ist es schwierig, da
dürfen wir uns keine Fehler erlauben. Die kamen im Schlussviertel auf, als
wir müde und die Batterien leer waren. Wir müssen nun das Positive aus den
ersten drei Vierteln mit in das nächste Auswärtsspiel in Gießen nehmen.
Ich hoffe, dass uns dann auch wieder Ransford Brempong zur Verfügung
steht. Esmir Rizvic hat ein gutes Debüt gezeigt, er ist eine Hilfe für
uns. Gemeinsam mit Rans wären wir aber noch besser aufgestellt.“
New Yorker Phantoms Braunschweig – Gloria GIANTS 66:51 (13:15, 27:26, 44:44)
Gloria GIANTS: Kisielius (6), McDaniel d.n.p., Wright (10), Wischnewski,
Petric, Buck (6), Brempong d.n.p., Pope, Haynes (20), Rizvic (9).
Pressemitteilung: Gloria GIANTS Düsseldorf
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