Gloria GIANTS Düsseldorf
Ärgerliche Niederlage gegen Bremerhaven
TheBloob am 10.01.2011 um 11:10
Dorian McDaniel hätte sich am Sonntag sicherlich einen schöneren Start in seine Geburtstagsparty vorstellen können. Der Power Forward der Gloria GIANTS zelebrierte seinen 24. Geburtstag, doch das beste Geschenk verpassten er und seine Teamkollegen selbst – nach einer umkämpften Partie stand gegen die Eisbären Bremerhaven eine ebenso unglückliche wie unnötige 67:69 (19:12, 31:31, 45:51)-Niederlage zu Buche. Da vermochten auch die diversen Geschenke und Kuchen wenig zu trösten, die McDaniel nach dem Spiel von Fans und Geschäftsstellen-Mitarbeitern überreicht bekam.
Der Hauptgrund für die knappe Niederlage lag vor allem in der unerquicklichen Freiwurfquote der Giganten, die nur 9 ihrer 21 Versuche von der Linie verwandelten. „Das ist nicht akzeptabel“, ärgerte sich Gloria-GIANTS-Headcoach Murat Didin nach Spielende – denn mit einer besseren Ausbeute in diesem Bereich wäre ein Sieg gegen die Eisbären durchaus möglich gewesen.
Die Hausherren hatten sehr gut begonnen, knüpften nahtlos an die starke Vorstellung vom 72:69-Überraschungs-Erfolg am vergangenen Mittwoch gegen die Brose Baskets Bamberg an. Mit hoher Intensität und einer geschickten Verteidigung bestimmten die Gloria GIANTS zunächst das Spielgeschehen. Sichtbarster Ausdruck dessen war ein krachender Dunking des stark aufspielenden Ransford Brempong zum zwischenzeitlichen 11:6 (6.Minute). Zum Ende des ersten Abschnitts stand eine 19:12-Führung für die Gastgeber.
Die setzten ihren guten Lauf zu Beginn des zweiten Viertels zunächst fort, setzten sich bis auf neun Zähler (25:16/3.) ab. Die Eisbären hatten sich nun allerdings besser auf die Gangart der Gloria GIANTS eingestellt, ein sehenswert herausgespielter „Dreier“ von Jan Lipke leitete einen 10:0-Lauf der Gäste ein, der in der ersten Führung der Norddeutschen mündete (26:25/6.). Nun entwickelte sich eine ausgeglichene Partie auf Augenhöhe, in der beide Teams mit viel Engagement die Oberhand zu gewinnen suchten. Folgerichtig stand ein 31:31 zur Halbzeitpause.
Die Gloria GIANTS erwischten nach der Unterbrechung den besseren Start, konnten sich angeführt von Brempong wieder einen kleinen Vorsprung (37:32/3.) erarbeiten. Den Gästen gelang es in der Folgezeit allerdings das Tempo zu erhöhen, während die Hausherren in dieser Phase ihre zuvor kontrollierte Linie im Spielaufbau verloren. Ein erneuter 10:0-Lauf der Gäste wendete wieder das Blatt in dieser spannenden Partie. Die Giganten warfen indes viel Kampfkraft und Willen in die Waagschale und konnten durch wieder einmal durch Brempong ausgleichen (42:42/7.). Doch nun schlug die Stunde von Craig Callahan, der mit neun Punkten in Serie binnen zwei Minuten sein Team wieder auf die Siegerstraße brachte.
Im Schlussabschnitt schien sich nun die größere Physis und Routine der Eisbären durchzusetzen, die immer wieder zielstrebig zu Punkten kamen, während sich die Gloria GIANTS zwar ihre Abschlüsse erarbeiteten, diese aber nicht zu nutzen wussten. Als nach 132 Sekunden im vierten Viertel eine Zwölf-Punkte-Führung für Bremerhaven (57:45) stand, schien eine Vorentscheidung gefallen. Doch die Düsseldorfer gaben schlichtweg nicht auf und starteten eine beherzte Aufholjagd, die schließlich in einer dramatischen Schlussminute gipfelte.
Dort konnten die Gloria GIANTS noch einmal bis auf einen Zähler an die Eisbären herankommen (66:67), dann sorgte John Allen mit zwei verwandelten Freiwürfen wieder für eine Drei-Punkte-Führung (69:66) der Gäste. Steven Wright verkürzte wiederum mit einem Freiwurf auf 67:69, vergab aber seinen zweiten Versuch. DeAndre Haynes wurde jedoch beim Rebound gefoult und hielt nun knapp vier Sekunden vor der finalen Sirene die Chance in Händen, die Partie mit zwei Treffern von der Linie zumindest in die Verlängerung zu schicken – doch leider vergab der Kapitän der Giganten beide Versuche, so dass die Eisbären letzten Endes einen glücklichen, aufgrund ihrer starken kämpferischen Leistung jedoch nicht unverdienten Sieg feiern konnten.
„Glückwunsch an Douglas Spradley und sein Team. Sie haben toll gekämpft und verdient gewonnen. Dazu kam Callahan zurück, der sehr gut gespielt hat. Wir haben gut gekämpft, nie aufgegeben und hatten bis zum Schluss eine Chance. Leider hat DeAndre Haynes vier Sekunden vor Schluss die Freiwürfe vergeben. Wir hatten zuvor gut begonnen, aber wir brauchen noch mehr Erfahrung, um eine Führung dann auch zu halten. Diese Erfahrung kann man nicht kaufen, das muss man lernen“, resümierte Murat Didin.
„So wurde das Spiel immer enger, dann hat sich Bremerhavens Erfahrung gezeigt. Doch wir haben nicht aufgegeben. Basketball ist jedoch ein Spiel, das von vielen Parametern beeinflusst wird. Einer sind die Freiwürfe. Wir haben zwölf vergeben – das ist nicht akzeptabel. Wir müssen aber unseren Weg beibehalten, weiter hart arbeiten und noch besser werden, solche Fehler abstellen.“
Gloria GIANTS Düsseldorf – Eisbären Bremerhaven 67:69 (19:12, 31:31, 45:51)
Gloria GIANTS: Kisielius (15 Punkte), McDaniel (2), Wright (11), Wischnewski (3), Tatum (8), Buck, Khartchenkov, Brempong (17), Pope (9), Haynes (2).
Pressemitteilung: Gloria GIANTS Düsseldorf
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