Gloria GIANTS Düsseldorf
Leistungssteigerung blieb unbelohnt
Pucki am 12.12.2010 um 13:16
Mit leeren Händen kehrten die Basketballer der Gloria GIANTS Düsseldorf am
Samstagabend aus Bonn zurück. Nach vierzig intensiv geführten stand im
Rhein-Derby bei den Telekom Baskets vor 4980 Zuschauern im Telekom Dome
letzten Endes eine 58:73 (15:16, 26:35, 49:55)-Niederlage zu Buche. Das
klar anmutende Ergebnis täuscht allerdings über den in weiten Phasen der
Partie deutlich engeren Spielverlauf hinweg. So blieb die klare
Leistungssteigerung der Giganten nach dem 49:70 in der Vorwoche gegen die
TBB Trier unbelohnt.
Das Match begann dabei wie erwartet. Die Hausherren versuchten
zielstrebig, Tim Ohlbrecht und Chris Ensminger in Korbnähe in Ballbesitz
zu bringen, um dort deren Größenvorteile zu nutzen. Was kontinuierlich
gelang. Auf der Gegenseite jedoch fanden die Gloria GIANTS mit zügig
vorgetragenen Angriffen ihrerseits immer wieder Lücken in der Bonner
Defensive und konnten dementsprechend regelmäßig punkten. So ging es mit
einer knappen 16:15-Führung für die Gastgeber in den zweiten Abschnitt.
Dort verzettelten sich beide Teams zunächst in wenig ertragreiche
Einzelaktionen und kleinere „Privatduelle“, was dem Rhythmus beider
Mannschaft wenig zuträglich war. Die Baskets fanden als erste wieder zu
einer geordneten Spielweise, stoppten zunehmend die Offensivbemühungen der
Gloria GIANTS und konnten sich so mit einem 11:0-Lauf erstmals deutlich in
dieser Partie absetzen (27:17, 16. Minute). Den Gästen wiederum war fast
sechs Minuten lang kein Korberfolg gelungen, erst Eric Vierneisel beendete
diese Durststrecke (19:27, 17. Minute). Bis zur Halbzeitpause konnten die
Düsseldorfer den Rückstand allerdings nicht mehr signifikant verkürzen,
gingen mit einem Minus von neun Zählern in die Kabine (26:35).
Aus dieser kamen die Giganten allerdings wie verwandelt. Headcoach Murat
Didin hatte das Defensivsystem auf eine Zonenverteidigung umgestellt,
womit sein Team die Telekom Baskets in schlechte Wurfpositionen zwang.
Auch unter den Körben arbeiteten die Düsseldorfer nun deutlich besser und
übernahmen so das Zepter. Mit einem 13:1-Lauf gingen die Gloria GIANTS in
Führung (44:43, 26. Minute), fortan entwickelte sich eine intensiv
geführte Partie auf Augenhöhe, in der beide Mannschaften engagiert
verteidigten.
Auch im zunächst spannenden Schlussabschnitt blieb die Partie eng, beide
Teams schenkten sich nichts. Knapp vier Minuten vor der finalen Sirene
lagen die Gastgeber knapp mit 59:55 in Führung – eigentlich war alles für
einen packenden Endspurt angerichtet. Doch die Gloria GIANTS trafen nun in
der Offensive gleich mehrere Fehlentscheidungen in Folge, die daraus
resultierenden Ballverluste nutzten die Telekom Baskets eiskalt, um die
Führung deutlich auszubauen und sich den so auf dem Silbertablett
servierten Sieg zu schnappen.
Was Bonns Trainer Michael Koch nach Spielende durchatmen ließ: „Der
Spielverlauf war enger, als es das Ergebnis aussagt.“
Gloria-GIANTS-Headcoach Murat Didin stand hingegen im emotionalen
Zwiespalt: „Es ist nicht einfach in Bonn zu spielen. Die Baskets üben
immer viel Druck aus, dabei hilft ihnen auch immer das lautstarke
Publikum. Hier muss man geduldig spielen. Wir haben uns gar nicht schlecht
angestellt und hatten das Spiel bis kurz vor Schluss offen gehalten. Dann
haben wir aber einige wichtige Würfe nicht getroffen. Patrick Pope hat
beispielsweise einen offenen ‚Dreier’ vergeben, DeAndre Haynes einen
Korbleger nicht gesetzt. Hätten wir diese Punkte gemacht und das Ergebnis
weiter eng gehalten, wäre am Ende durchaus mehr drin gewesen. Der ‚Dreier’
von Jeremy Hunt zum 62:55 war dann entscheidend, davon haben wir uns nicht
mehr erholt und in der Defensive Fehler an Fehler gereiht. Trotzdem war
ich heute wiederum auch nicht unzufrieden mit meinem Team. Denn wenn man
unter dem Korb so dünn besetzt ist wie wir, hat man eigentlich keine
Chance in Bonn. Wir haben aber sehr gut gekämpft.“
Telekom Baskets Bonn – Gloria GIANTS Düsseldorf 73:58 (16:15, 35:26, 55:49)
Gloria GIANTS: Vierneisel (2 Punkte), Kisielius (14), McDaniel d.n.p.,
Wright (10), Wischnewski d.n.p., Tatum, Buck (5), Famutimi (9), Brempong
(5), Pope (5), Haynes (8).
Pressemitteilung: Gloria GIANTS Düsseldorf
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