ProB
Lok Bernau verliert beim Tabellenführer
Pucki am 24.10.2010 um 16:22
Vor 500 Zuschauern in Schwelm kassierte der SSV Lok Bernau am Samstag eine 101:88-Niederlage. Das nur achtköpfige Bernauer Team kam wieder schnell Rückstand und konnte diesen trotz großem Kampf nicht aufholen.
Bereits vor der 540 km langen Anreise ins nordrhein-westfälische Schwelm musste Lok-Trainer Torsten Schierenbeck einen ersten Rückschlag hinnehmen. Center Leon Rothenbacher konnte aus familiären Gründen kurzfristig nicht mit zum Auswärtsspiel reisen. Dem Trainerteam um Torsten Schierenbeck und Andreas Röblitz standen für die schwere Aufgabe beim Tabellenführer also nur acht Spieler zur Verfügung.
Die Lok kam zunächst gut aus den Startlöchern und hielt mit den Schwelmern bis zum 14:15 auf Augenhöhe mit. Danach verloren die Mannen um Kapitän Sebastian Trzcionka den Faden und kassierten wieder einmal einen vorentscheidenden 10:0-Lauf. Die Baskets trafen hochprozentig aus allen Lagen und nutzten die Fehler der Bernauer Verteidigung eiskalt. Der Lok fehlte es vor allem im Umschalten von Angriff auf Verteidigung an Konstanz und auch beim Rebound war man den Schwelmern unterlegen (31:24). Den Bernauern gelang es nicht mehr den Rückstand entscheidend zu verkürzen. Auf Seiten der Schwelmer stachen zum einen die beiden Big Men Julius Dücker (8 Rebounds) und Kristofer Speier sowie der US-Guard Jason Holmes hervor. Holmes konnte nicht kontrolliert werden und war mit 29 Punkten bei einer Trefferquote von 80 Prozent, 9 Assists und 5 Rebounds der entscheidende Faktor auf dem Spielfeld. Bei den Brandenburger Korbjägern avancierte Dreshawn Vance zum Topscorer. Der 25-jährige Amerikaner erzielte 27 Punkte und sammelte 9 Rebounds.
Dem Lok-Trainer wurde in diesem Spiel wieder einmal aufgezeigt, dass Bernau in der bisherigen Saison mit der schlechtesten Defense in der Pro B Nord spielt. „Dem gegenüber steht, dass wir die zweitstärkste Offensive nach Schwelm haben, wenn man die erzielten Punkte betrachtet.“, weiß Torsten Schierenbeck, „Wir werden noch weiter an unserer Verteidigung arbeiten und uns verbessern müssen. Allerdings haben wir heute gegen eine heimstarke und sehr gut spielende Schwelmer Mannschaft verloren. Auch die bisherigen Niederlagen haben wir ausschließlich gegen Mannschaften kassiert, die ich momentan vor uns sehe. In den nächsten Wochen kommen die wichtigen Spiele."
Am Samstag gastieren die Herzöge Wolfenbüttel in Bernau. Das Bundesligaheimspiel beginnt wie immer um 19.00Uhr in der Sporthalle Heinersdorfer Straße.
Viertelstände: 25:14, 50:37, 80:58, 101:88
Lok Bernau: Dreshawn Vance (27 Punkte), Steve Krajewski (16), Ryan Williams (14), Sebastian Trzcionka (10), Konstantin Mau (9), Felix Schekauski (8), Jan Heide (3), Marcus Dathe (1)
Schwelmer Baskets: Jason Holmes (29 Punkte), David Bunts (16), Kristofer Speier (15), Fabian Gentgen (14), Tom Doll (9), Julius Drücker (8), Jürgen Malbeck (4), Yannick Opitz (3), Max Kramer (3), Max Dohmen (0), Michael Agyapong (0), Christian Neitzel (dnp)
Pressemitteilung: SSV Lok Bernau
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