Sonstiges

wknD-Interview mit Malik Müller

Pucki am 07.07.2010 um 11:37

Dwight Howard, Lebron James, Chris Paul und jetzt auch Malik Müller. Doch was hat der 16-jährige Deutsche, der mit der U17-Nationalmannschaft gerade bei der Weltmeisterschaft durchstartet, in den Reihen dieser NBA-Superstars verloren? Richtig! Müller spielte wie seine Vorgänger, die inzwischen zu NBA-All-Stars gereift sind, beim Jordan Brand Classic Turnier im New Yorker Madison Square Garden ganz groß auf. 21 Punkte, fünf Rebounds, drei Steals und zwei Blocks standen am Ende für den U17-Nationalspieler zu Buche. Die logische Konsequenz: Die MVP Trophäe und Einträge in die Notizbücher zahlreicher NBA-Scouts. Mit wknD sprach er über sein ruhmreiches Spiel im Madison Square Garden und was dies für seine basketballerische Entwicklung bedeutet, seine Ziele bei der WM und natürlich die Quote:

wknD: Malik, was für ein Gefühl war es im ruhmreichen Madison Square Garden zu spielen und am Ende auch noch als MVP ausgezeichnet zu werden?

Malik Müller: Schon alleine, dass ich ausgewählt worden bin und dann auch im Madison Square Garden spielen durfte war für mich eine riesige Sensation. Es wird ja gesagt, dass er das Mekka des Basketballs ist und das ist wirklich so. Es ist ein unglaubliches Gefühl gewesen. Ich bin in die Halle reingekommen und es war echt der Wahnsinn. Wenn man das mit deutschen Hallen vergleicht, ist das wirklich nichts dagegen. Ich war am Anfang total nervös und habe auch meine ersten zwei Schüsse nicht getroffen, aber nachdem mein erster Dreier gefallen war, ist es dann immer besser gelaufen. Ich habe einfach keine Scheuklappen mehr vor den Augen gehabt und nur noch den Korb und meine Gegner gesehen. Am Ende als MVP ausgezeichnet zu werden war natürlich eine große Ehre für mich.

War es das geilste Spiel Deiner Karriere?

Ich weiß nicht. Für mich persönlich was es natürlich ein tolle Erfahrung. Es als das geilste Spiel meine Karriere zu bezeichnen fällt mir deshalb ziemlich schwer, weil es irgendwie doch besser ist mit seiner eigenen Mannschaft einen Titel zu gewinnen. Ich glaube, nach einer langen Saison einen Titel zu gewinnen hat dann doch noch einen höheren Stellenwert. Es geht ja nicht nur darum, dass ich gut spiele, sondern auch um was es dabei sonst noch geht. Eigentlich war das Jordan Brand Classic nur ein Showplatz um sich zu zeigen und um zu schauen wo man international steht. Das habe ich da auch gemacht. Trotzdem war das Jordan Brand Classic eine supergeile Sache für mich und ist definitiv in meiner Top 5.

Was gibt Dir dieser Erfolg in Bezug auf die Nationalmannschaft und die WM?

Ich habe sehr viel Erfahrung gesammelt. Erstmals habe ich vor einem so großen Publikum gespielt und das hat mir deswegen sehr viel gebracht, weil ich jetzt nicht mehr so viel Nervosität vor einem Spiel verspüre, wenn ich merke, dass die Halle richtig voll ist. Einerseits ist es natürlich krass zu wissen, dass ich vielleicht zu den Top Ten in Europa gehöre. Andererseits ist der Druck natürlich sehr hoch, weil jetzt jeder viel von mir erwartet, etwas von mir sehen möchte und weiß, ich war MVP und muss jetzt bestimmte Leistungen erfüllen. Deshalb ist es ein zweischneidiges Schwert, aber im Großen und Ganzen ist doch alles super gewesen.

 

Das komplette Interview gibt es auf waskommtnachDirk.de



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