DBB

Bayreuth gewinnt den DBB-Pokal!

Pucki am 02.05.2010 um 19:56

Der BBC Bayreuth ist der Gewinner des DBB-Pokals! In einem spannenden und hochklassigen Finale siegten der BBC Bayreuth gegen die Cuxhaven BasCats mit 76:72 (19:20, 17:14, 15:22, 24:18). Erst in den letzten Minuten der Partie konnte Bayreuth spielentscheidend davonziehen.

Von Anfang an entwickelte sich ein abwechslungsreiches Spiel: Cuxhaven schnelle Punkte durch Lee Jeka und Patrick Wischnewski wurden im direkten Gegenzug durch Jaivon Harris beantwortet. Beide Mannschaften schenkten sich in der Anfangsphase dieser Finalbegegnung nichts und begeisterten die rund 1000 Zuschauer in der Cuxhavener Rundsporthalle mit toller Basketball-Unterhaltung. Unter den Augen von DBB-Präsident Ingo Weiss konnten sich die Gastgeber nach fünf Minuten leicht absetzen (14:9). Nach Frederick Kleemichens erfolgreichem Dreier zum 16:9 sah sich Bayreuths Coach Andreas Wagner gezwungen, sein Team in einer Auszeit neu einzustellen. Die Maßnahme hatte Erfolg: Jermain Raffingtons Block stoppte die Cuxhavener Angriffsbemühungen, auf der andere Seite sorgte er für den Anschluss (14:16). Nach zehn Minuten stand es leistungsgerecht 20:19.

Reggie Fullers Dunk eröffnete das zweite Viertel für die Cuxhavener, doch Bayreuth hielt vor allem in Person von Christoph Tetzner dagegen. Das DBB-Pokalfinale beinhaltete auch im zweiten Spielabschnitt alles, was eine gutes Basketball-Spiel braucht: Zwei intensiv spielenden Mannschaften, viele Führungswechsel, tolle Aktionen und ein begeistertes Publikum. Stefan Schmidt sammelte für Bayreuth wichtige Rebounds (insgesamt sechs zur Halbzeit) und konnte sich auch im Angriff in Szene setzen (33:31, 18. Min.). Vor der Halbzeit lagen die Gäste aus Franken knapp mit 37:33 in Front.

Auch in der zweiten Spielhälfte ging der Pokal-Krimi weiter. Cuxhaven kam engagierter aus der Kabine und eroberte sich nach einem weiteren Wischnewski-Dreier die Führung zurück (40:38, 22. Minute). Zwischenzeitlich wurde der 85:75-Erfolg der BG Göttingen im Final Four der EuroChallenge bekannt, was die ohnehin schon sehr gute Stimmung in der Cuxhavener Rundsporthalle noch weiter verbesserte. Drew Williamson (Foto rechts gegen Jermain Raffington) war glänzend aufgelegt und nutzte seine Athletik, um immer wieder erfolgreich zum Korb zu ziehen. Cuxhavens Coach Vilmantas Matkevicius stellte Mitte des dritten Viertels die Verteidigung seiner Mannschaft auf eine Zone um. Bayreuth tat sich schwer, Cuxhaven kam so zu mehreren Ballgewinnen und nutzte diese konsequent aus. Vor den letzten zehn Minuten gab es einen erneuten Führungswechsel zu Gunsten der Cuxhaven BasCats (55:52).

Vier Punkte in Folge durch Reggie Fuller ließen die Cuxhavener Rundsporthalle zu Beginn des vierten Viertels beben. Sebastian Barth blieb jedoch für den BBC Bayreuth cool und traf aus der Ecke einen wichtigen Dreier zum 60:61 aus Sicht seiner Mannschaft. Kaum einen Zuschauer hielt es nun mehr auf den Sitzen, als zunächst Pete Campbell für Bayreuth und auf der Gegenseite Mark Dorris für Cuxhaven traf (63:64, 36. Min.). Zwei Minuten vor Ende der Spielzeit war die Partie noch immer völlig offen (68:67 für Bayreuth). Mit fünf Punkten in Folge (Dreier Campbell und Dunk Tetzner) verschafften sich die Bayreuther für die letzte Minute ein kleines Polster (73:67). Cuxhavens Coach nahm 21 Sekunden vor Schluss noch eine Auszeit, um seinem Team die letzten Instruktionen mit auf den Weg zu geben. Doch Bayreuth blieb eiskalt von der Linie und sicherte sich durch den 76:72-Erfolg den DBB-Pokalsieg.

Bei der anschließenden Siegerehrung zeigte sich DBB-Präsident Ingo Weiss begeistert von der Leistung beider Mannschaften. "Ich gratuliere dem BBC Bayreuth zum Gewinn des DBB-Pokals und ich gratuliere auch den Cuxhaven BasCats zu einer tollen Leistung!" Gemeinsam mit Carsten Bierwirth, Vorstandsmitglied der AG 2. Bundesliga, und DBB-Vizepräsident Michael Geisler überreichte Weiss die Medaillen und den Pokal. Außerdem gratulierten Siggi und Hein, die beiden Maskottchen des Deutschen Basketball Bundes und der U17-Weltmeisterschaft in Hamburg.

Für Cuxhaven spielten:
Philipp Stachula 2, Lee Jeka 12, Patrick Wischnewski 5, Andreas Hassenkamm 5, Sascha Kesselring 16, Frederick Kleemichen 4, Nicholas May, Matthias Dawidowski, Reggie Fuller 12, Kevin Hensel, Mark Dorris 13 und Eric Williams 3.

Für Bayreuth spielten:
Drew Williamson 8, Sebastian Barth 8, Stefan Schmidt 6, Jaivon Harris 10, Emeka Erege, Christoph Tetzner 8, Jermain Raffington 9, Fabian Brütting, Pete Campbell 16, Thomas Jackson 11 und Edward Seward 6.


Würzburg Baskets gewinnen Spiel um Platz Drei beim DBB-Pokal
100:66-Sieg über Gotha - Würzburg mit starker Leistung

Die Würzburg Baskets haben beim DBB-Pokal den dritten Platz erreicht. Die Mannschaft von Trainer Marcel Schröder gewann im kleinen Finale mit 100:66 (30:20, 29:10, 20:18, 21:11) souverän gegen die BIG Oettinger Gotha.

Im Gegensatz zum gestrigen Halbfinale gegen den BBC Bayreuth waren die Würzburg Baskets von Beginn an hellwach und setzten die ersten Akzente. Vor allem der stark agierenden Christian Heinrich (Foto rechts, DBB/Spreckelsen), der in den ersten zehn Minuten bereits zehn Punkte sammelte, brachte Würzburg früh in Front. Gothas Zonen-Verteidigung fand kein Mittel gegen Würzburgs sichere Distanzschützen und so war die Führung des ProB-Ligisten nach dem ersten Viertel bereits zweistellig (30:20).

Auch im zweiten Spielabschnitt war Würzburg spielbestimmend und hatte mit seinen sicher treffenden Distanzschützen immer die richtige Antwort auf die Angriffsbemühungen Gothas. Die Würzburger Fans, die in der Cuxhavener Rundsporthalle unter den gut 600 Zuschauern lautstark vertreten waren, sahen einen souveränen Auftritt ihrer Mannschaft. Zur Halbzeit lagen die Würzburg Baskets mit 59:30 in Führung. Im Rebound-Vergleich waren die Franken ebenfalls vorne (19:10); noch deutlicher war der Unterschied allerdings in der Trefferquote (71 Prozent Treffer aus dem Feld für Würzburg und 39 Prozent Treffer aus dem Feld für Gotha).

Durch weiterhin engagiertes Auftreten ließen die Würzburg Baskets die BIG Oettinger Gotha auch in der zweiten Halbzeit nicht ins Spiel kommen. Jorge Schmidt traf abgezockt aus der Distanz und sorgte für die vorentscheidende Führung Mitte des dritten Spielabschnitts (66:41, 25. Minute). Neben Schmidt waren für Würzburg vor allem Marko Radulovic und Brandon Watkins ein Aktivposten, die immer wieder für ihre Farben erfolgreich punkteten. Vor dem Schlußviertel war die Partei bereits entschieden (79:48).

Da die Begegnung bereits vorzeitig zu Gunsten der Würzburg Baskets entschieden war, verliefen die letzten zehn Minuten entsprechend ruhig. Beide Mannschaften zeigten noch einmal einige spektakuläre Aktionen (Block Heinrich, Dreier Rauch, 100. Punkt von Al Elliot). Am Ende siegte Würzburg mit 100:66 und sicherte sich den dritten Platz im DBB-Pokal. Würzburg wurde angeführt von Christian Heinrich und Brandon Watkins mit jeweils 19 Punkten. Für Gotha waren Mirco Stefan Virijevic (11 Punkte) und Dion Parnell Smith (23 Punkte) die erfolgreichsten Werfer.

DBB-Vizepräsident Michael Geisler und Carsten Bierwirth, Vorstandsmitglied der AG 2. Bundesliga, übergaben nach Spielende die Medaillen an die Spieler, Trainer und Betreuer der Würzburg Baskets. Die beiden Maskottchen der U17-Weltmeisterschaft Siggi und Hein gratulierten ebenfalls.

Für Würzburg spielten:
Marko Radulovic 15, Dominik Schneider dnp, Jorge Schmidt 13, Dimitry McDuffie 10, Al Elliot 9, Lars Buss 2, William Rogers 13, Brandon Watkins 19 und Christian Heinrich 23.

Für Gotha spielten:
Mirco Stefan Virijevic 11, Björn Blossey 9, Florian Reinhardt 6, Sebastian Rauch 10, Rodney Scruggs 2, Karsten Hochbach, Waldemar Buchmiller 5, Manuel Gleisberg und Parnell Dion Smith 18.


Pressemitteilung: Deutscher Basketball Bund



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