BBL

„Äußerungen nicht nachvollziehbar“

TheBloob am 08.04.2010 um 15:33

Der Geschäftsführer von ALBA Berlin, Marco Baldi, ist von der Geschäftsführung der Beko Basketball Bundesliga (Beko BBL) wegen „Kritik an Schiedsrichtern in der Öffentlichkeit“ mit einer Geldstrafe in Höhe von 2.600 Euro belegt worden. Gegen diese Entscheidung kann der 47-Jährige das Rechtsmittel der Berufung einlegen.

Marco Baldi hatte gegenüber mehreren Medien geäußert, dass es hinsichtlich der Schiedsrichterentscheidungen eine „Unausgewogenheit“ gebe und dass man diesbezüglich „seit fast zwei Spielzeiten eine Tendenz kontra Alba verfolge“ (Berliner Morgenpost). Dieselbe Tageszeitung zitiert ihn mit den Worten „ … ob unterschwellig mitspielt, dass Jan Pommer immer die Unberechenbarkeit der Liga als höchstes Gut bezeichnet“. Des Weiteren hatte er gegenüber Spiegel Online von „einer seit zwei Jahren unterschiedlichen Behandlung – und zwar nicht zu unseren Gunsten“ gesprochen. In Sport-Bild wurde Baldi mit den Worten zitiert, dass „wir seit nunmehr drei Jahren auf dem Spielfeld nicht gleich behandelt werden. Mit Video-Analysen haben wir das objektiv nachgewiesen. Die BBL, der wir die Aufnahmen geschickt haben, gibt uns in der Vielzahl der Fälle recht. Nur es passiert nichts.“

Diese Aussagen, die von Marco Baldi gegenüber der Beko BBL bestätigt wurden, sind nach Maßgabe von Punkt 3.14.1 des Beko BBL-Strafenkatalogs mit einer Geldstrafe in Höhe von 500,00 bis 3.000,00 Euro zu belegen.

„Die Videos – innerhalb der letzten zwei Jahre mit Szenen aus insgesamt acht Spielen – sind von uns sorgfältig und zügig ausgewertet worden. Dies geschieht im Übrigen mit den Eingaben aller Vereine. Das Einsenden von Spielszenen ist eine wichtige und ausdrücklich erwünschte Ergänzung zu der von uns durchgeführten Analyse, die inzwischen fast dreiviertel aller Spiele der Beko BBL umfasst. Diese so gewonnenen Erkenntnisse werden routinemäßig den am Spiel beteiligten Unparteiischen beziehungsweise im Bedarfsfall allen Schiedsrichtern mit entsprechenden, natürlich auch kritischen Hinweisen zur Verfügung gestellt und intensiv erörtert sowie im Rahmen von Lehrgängen aufgearbeitet“, so der Geschäftsführer der Beko BBL, Jan Pommer.

Und weiter: Es ist nicht nachvollziehbar, wie Marco Baldi aufgrund der Einreichungen seines Klubs zu der Überzeugung gelangen kann, ALBA Berlin würde nachweisbar objektiv benachteiligt. Das ist schlichtweg falsch. Die Überprüfung und die stetige Verbesserung der Schiedsrichterleistung, die im Übrigen bereits jetzt sehr respektabel ist, kommt für uns als Fair-Play-Organisation zentrale Bedeutung zu. Dabei suchen wir auch künftig den konstruktiven und kritischen Dialog mit allen Vereinen – natürlich auch mit einem unserer Aushängeschilder, ALBA Berlin. Uns ist sehr wohl bewusst, dass Fehler passieren. Aber wir arbeiten stetig mit aller Kraft und Professionalität daran, diese zu minimieren.“

Hinsichtlich der Qualitätssicherung und -steigerung werden an die 75 Prozent der Begegnungen von Schiedsrichtercoaches oder per Video ausgewertet und entsprechend für die Nach- und Vorbereitung aufbereitet. Zudem arbeitet die Liga mit der Universität Potsdam bei der Spielanalyse zusammen. Dabei wird eine computergestützte Auswertung des Spieles durchgeführt. Des Weiteren wird regelmäßig ein virtuelles Online-Entscheidungstraining für alle Schiedsrichter praktiziert.

„In der Art und dem Umfang, wie unsere Schiedsrichter aus- und fortgebildet werden, müssen wir uns hinter niemandem im deutschen Profisport verstecken. Im Gegenteil: Unser etabliertes System findet im europäischen Basketball große Anerkennung. Da ALBA Berlin all dies kennt und von uns stets ein Feedback bekommt, sind die Äußerungen von Marco Baldi schwer verständlich“, sagte Jan Pommer.

Pressemitteilung: BBL



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