Regionalliga

Lok ist in der 2. Bundesliga

Pucki am 21.03.2010 um 17:33

Es ist geschafft! Mit einem 86: 76 Erfolg bei der SG MTV/BG Wolfenbüttel sicherte sich am Samstagabend der SSV Lok Bernau den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Es war für die Brandenburger der 11. Sieg in Folge. Verständlicherweise kannte die Freude bei der Mannschaft und den gut 30 mitgereisten Fans nach dem Ertönen der Schlusssirene keine Grenzen. Konfetti, Sektdusche, Aufstiegsshirts, 2. Bundesliga wir kommen.

Die Voraussetzungen vor dem Spiel waren klar. Bernau reichte ein Sieg aus den verbleibenden drei Spielen. Dann würde Verfolger Oldenburg keine Chance mehr haben, den Bernauern den 2. Tabellenplatz streitig zu machen. Und die Mannschaft begann wie in den vergangenen Spielen aggressiv und konzentriert, versäumte es aber die vermeidlich einfachen Punkte zu machen. Das Team zeigte Nerven. Zudem pfiffen die Schiedsrichter recht kleinlich, Wolfenbüttel stand folglich häufig an der Freiwurflinie. Erst ab der 7. Spielminute nahm Bernau das Heft in die Hand. Ryan Williams eröffnete mit einem Dreier einen 11:2 Lauf zum 18:9 Zwischenstand. Der anschließende Bruch im Bernauer Team resultierte aus einer Verletzung von Christian Klink, der nicht weiterspielen konnte, und drei schnellen Fouls von Felix Schekauski. Zum Ende des ersten Viertels waren die Niedersachsen wieder dran. Bernaus Führung war auf 18:15 geschmolzen.

Das zweite Viertel begann, wie das erste geendet hatte. Bernau machte permanent Druck, konnte sich aber nicht entscheidend absetzen. Wolfenbüttel spielte eine variable Verteidigung und hatte mit Chris Rodgers einen sehr guten Pointguard in ihren Reihen. Dieser fand immer wieder die Lücken in der Bernauer Verteidigung und hielt sein Team geschickt im Spiel. Bernau stand sich stattdessen selbst im Wege. Man haderte weiter mit den Entscheidungen der Schiedsrichter und binnen zwei Minuten kassierten Sebastian Schmohl und Steve Krajewski jeweils ein technisches Foul. Für den Center war dies bereits das vierte Foul im Spiel. Krajewski nahm auf der Bank Platz, Leon Rothenbacher kam auf das Feld. Wolfenbüttel ließ sich die angebotenen Chancen nicht entgehen. Mit einer hauchdünnen 39:38 Führung für die Gäste ging es in die Kabinen.

 

Bis vor die Halle hörte man in der Halbzeit den Monolog von Lok-Trainer Torsten Schierenbeck. Er monierte die disziplinlose Art seines Teams lautstark und forderte seine Spieler auf, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Und die Ansage zeigte sofort Wirkung. Das Team kam wie verwandelt aus der Kabine. Sebastian Trzcionka, Marcus Dathe, Konstantin Mau, Ryan Williams und Leon Rothenbacher legten los wie die Feuerwehr. Sie pressten, holten Ballgewinne, kämpften um jeden Millimeter und legten einen 16:0 Lauf innerhalb von knapp 4 Minuten hin. Die mitgereisten Fans und die Spieler auf der Bank trieben das Team unermüdlich voran. Egal wer in der zweiten Spielhälfte auf dem Parkett stand, alle Spieler riefen ihr Potential ab. SG- Trainer Torsten Weinhold versuchte mit Auszeiten den Lauf zu stoppen, vergeblich. 67:47 lautete die Führung für Bernau in der 27. Minute.

Im letzten Viertel war die Partie eigentlich beim Stand von 80:65 in der 36. Minute entschieden. Wolfenbüttel zeigte sich aber als charakterstarkes Team und gab nie auf. Zwischenzeitig konnten sie den Rückstand auf acht Punkte verkürzen, doch zu mehr reichte es an diesem Abend nicht. Schon Sekunden vor Spielende regnete es Konfetti von der Tribüne, dann brachen alle Dämme. Es wurde gefeiert, in der Halle, in der Kabine, später auf der Straße, als Fans und das Team vergebens nach einem Lokal suchten. Zuhause war man erst gegen 3.30 Uhr, wo war nur die Zeit geblieben?

In Bernau geht die Party am nächsten Samstag weiter. Im Anschluss an die Begegnung gegen den Oldenburger TB, Spielbeginn ist um 19 Uhr, feiert das Team mit allen Fans in der Sporthalle Heinersdorfer Straße.

Viertelstände 15:18, 38:39, 54:70, 76:86

Mau 18 Punkte, Williams 14 P., Dathe 14P., Schmohl 14 P., Trzcionka 11 P., Krajewski 10 P., Heide 2 P., Rothenbacher 2 P., Klink 1 P., Schekauski, Gebert

Pressemitteilung: SSV Lok Bernau



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