ALBA Berlin BBT

ALBA unterliegt Bamberg mit Saisonminusrekord aus der Distanz

Pucki am 06.03.2010 um 22:52

Es war wie verhext für die Albatrosse am Samstag, der Korb schien wie vernagelt. Mit einem Saisonminusrekord an der Dreierlinie (2/20) verloren sie zuhause mit 64:79 gegen die Brose Baskets Bamberg. Kampf und Einsatz stimmten, aber die starken Gäste nutzten die Berliner Wurfschwäche mit einer eigenen guten Leistung schonungslos aus.

In einer hitzigen und von ettlichen Fouls gezeichnneten Partie kämpften die Albatrosse bis zum Schluss gegen die Niederlage an, doch an diesem Tag war einfach nichts zu holen. Dafür war der Gegner zu stark und die eigenen Schwächen beim Wurf zu groß. Vor allem Julius Jenkins, der obwohl er Topscorer wurde (15) bei sieben Versuchen von der Dreierlinie nicht einmal traf, klebte das Pech an den Händen. Das letzte Mal das ALBA ähnlich schlecht von außen getroffen hat war beim Hinrundenspiel in Bonn, wo man 2 von 19 Dreiern getroffen und 53:65 verloren hatte. Das Fehlen von Jurica Golemac tat dieses Mal besonders weh, da sich beide weiteren Spieler auf seiner Position, Dragan Dojcin und Philip Zwiener, schon zur Halbzeit je drei Fouls eingehandelt hatten. Das nutzte vor allem Bambergs Bester, Power Forward Predrag Suput mit 16 Punkten und 7 Rebounds immer wieder clever aus.

Spielverlauf: In der mit 11.749 Zuschauern gut gefüllten o2 World herrschte von Beginn an eine ganz besondere Atmosphäre. Die Bamberger begannen unterstützt von zahlreichen Fans mit knallharter Defense, an der die Albatrosse zu knabbern hatten. Mit einem Dreier von Gavel führten die Gäste 2:5, doch ALBA kam über Julius Jenkins ins Spiel. Von Beginn an wurde um jeden Ball gefightet - was Bamberg besser für sich zu nutzen wusste. Mit sechs Punkten von Center Brown zogen sie auf 15:8 davon. Die Albatrosse fingen sich, ließen aber zu viele Punkte an der Freiwurflinie aus. Kurz vor der ersten Pause vergab Cemal Nalga den Tip-Dunk zum Ausgleich, worauf Karsten Tadda noch zum 13:17-Viertelendstand einlegte.

ALBA wollte aus der Distanz nichts gelingen, aber stattdessen attackierten sie das Bamberger Brett. Dort glichen McElroy und Byars zum 17:17 aus. Die Schiedsrichter pfiffen nun sehr konsequent alle Fouls ab, so dass beide Teams schnell die Teamgrenze überschritten und in Probleme gerieten. Pleiß und Brown bei Bamberg sowie Dojcin und Zwiener kassierten alle im Laufe des Viertels ihre dritte Verwarnung. Die Berliner gewannen etwas die Oberhand, vergaben aber immer noch zu viele Freiwürfe. Trotzdem sorgte Wright mit einem Treffer von der Linie für die ersten ALBA-Führung des Spiels von 22:21. Die Partie wogte nun hin und her, keiner konnte sich absetzen. Die Emotionen kochten immer weiter hoch, bis sich Chris Fleming ein technisches Foul abholte. Man sah beide Teams zum Ende der Angriffe fast nur noch an der Freiwurflinie, wo die Brose Baskets es deutlich besser machten und alle Versuch der Halbzeit trafen (Bamberg 10/10, ALBA 15/24). Byars brachte sein Farben mit dem ersten ALBA-Distanztreffer des Viertels kurz vor der Halbzeit auf drei Zähler heran, aber den Schlusspunkt setzte der bis dato unglücklich agierende Ex-Albatros Casey Jacobsen zum 35:40 aus Berliner Sicht.

ALBA startete mit Punkten von Dojcin und Jenkins gut in Hälfte zwei, doch dann riss offensiv der Faden. Es wollte einfach überhaupt kein Wurf aus der Distanz durch den Bamberger Korb fallen. Die Gäste verteidigten gut, spielten vorne clever über Suput ALBAs Foulprobleme auf der Position vier aus und setzten sich Stück für Stück ab. Während Jenkins mittlerweile bei null von sieben Dreiern angelangt war, schaffte es ALBA trotzdem im Nachsetzen beim Rebound und mit viel Kampf dranzubleiben. In der 28. Minute eskalierte es in einer undurchsichtigen Situation mit Rudelbildung, aus der Steffen Hamann mit einem technischen und Goldsberry mit einem unsportlichen Foul hervorgingen. Kurz vor der Viertelpause schoss Gavel Bamberg mit elf in Front, doch Chubb und McElroy verkürzten wieder auf 51:58.

Mit einem tollen Steal vom hochmotivierten Hamann und anschließendem Dunk von Sekulic beginn der Schlussabschnitt vielversprechend. ALBA kämpfte mit 100% darum, die Partie zu biegen. Doch es blieb dabei, der Korb war für die Albatrosse einfach vernagelt. Im Gegensatz zu den Gästen, für die Roberts zwei schmerzhafte Dreier in Folge durchs Netz schickte. Nalga und Jenkins verkürzten nochmals, doch die Bamberger wurden nun immer sicherer. Weitere freie Dreier und auch Korbleger der Berliner sprangen aus dem Korb heraus, die Gästen hingegen verwandelten sicher, so dass es in der Schlussphase gar nicht mehr knapp wurde. ALBA verlor mit 64:79 und hat nun drei Tage Zeit, die Niederlage abzuhaken und sich voll und ganz auf das Do-or-die-Spiel am Dienstag in Badalona zu konzentrieren.

Stimmen zum Spiel

Luka Pavicevic (ALBA)
Zunächst Glückwunsch an Bamberg. Sie haben stark und konstant gespielt. Was bei uns passierte ist, fällt mir schwer zu begreifen. Wir haben eigentlich genau die Energie aufgebracht, die nötig ist für solch ein Spiel. Es schien jedoch als ob uns das Spiel umso mehr aus den Händen geronnen ist, je mehr wir investiert haben. Es ist ein komisches Gefühl - das habe ich noch nicht erlebt. Wir hätten noch zwei Tage lang so weiter spielen können und es wäre immer so weiter gegangen. Trotzdem müssen wir die Niederlage nun sofort vergessen und uns auf Badalona vorbereiten.

Chris Fleming (Bamberg)
Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Wir haben diese Saison schon Spiele auswärts nicht auf dem nötigen Level gespielt, aber heute haben wir sehr gut verteidigt. Als wir in der zweiten Halbzeit aufgehört haben, mit den Schiedsrichtern zu diskutieren, lief es besser. Ich wünsche ALBA viel Glück in Europa, ein Erfolg wäre wichtig für den deutschen Basketball. Es ist sehr schwierig international so konstante Leistungen zu bringen, wie sie es getan haben.

Pressemitteilung: ALBA Berlin



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Offiziell

BBL

# T P Diff
1 BAM 38:4 399
2 ULM 34:8 119
3 QUA 32:10 191
4 BER 30:12 217
5 WÜR 24:18 115
6 OLD 22:18 26
7 BHV 22:18 -35
8 FCB 22:20 85
9 BRA 22:20 -17
10 BON 20:22 2
11 FRA 18:24 -105
12 TÜB 18:24 -32
13 BAY 16:26 -148
14 GIE 14:28 -173
15 HAG 14:28 -202
16 TRI 14:28 -107
17 LUD 12:30 -56
18 GÖT 4:38 -279

ProA

# T P W/L
1 MBC 32 16/4
2 KIR 30 15/6
3 CHE 26 13/8
4 CRA 26 13/8
5 PAD 22 11/8
6 DÜS 20 10/10
7 EHI 20 10/11
8 JEN 20 10/11
9 ETB 18 9/11
10 NÜR 18 9/11
11 HEI 18 9/11
12 CUX 18 9/11
13 KAR 18 9/12
14 SAA 12 6/15
15 LEI 8 4/16

ProB

Nord

# T P W/L
1 HAN 34 17/5
2 BRA 30 15/6
3 HER 28 14/7
4 VEC 28 14/7
5 SCH 26 13/8
6 DOR 24 12/9
7 RSV 22 11/11
8 WUL 20 10/12
9 WOL 18 9/13
10 WED 18 9/13
11 LEV 16 8/13
12 ALB 12 6/15
13 BRN 2 1/20

Süd

# T P W/L
1 GOT 29 15/5
2 LEI 28 14/6
3 NÖR 26 13/7
4 BSW 26 13/7
5 RHÖ 24 12/8
6 HAN 24 12/8
7 LAN 22 11/9
8 LIC 20 10/10
9 GÜS 18 9/11
10 FRA 12 6/14
11 WEI 6 3/17
12 GIE 4 2/18

Alternativ

BBL

# T P W/L
1 BAM 38 19/2
2 ULM 34 17/4
3 QUA 32 16/5
4 BER 30 15/6
5 WÜR 24 12/9
6 OLD 22 11/9
7 BHV 22 11/9
8 FCB 22 11/10
9 BRA 22 11/10
10 BON 20 10/11
11 FRA 18 9/12
12 TÜB 18 9/12
13 BAY 16 8/13
14 GIE 14 7/14
15 HAG 14 7/14
16 TRI 14 7/14
17 LUD 12 6/15
18 GÖT 4 2/19

ProA

# T P Diff
1 MBC 32:8 162
2 KIR 30:12 145
3 CHE 26:16 43
4 CRA 26:16 55
5 PAD 22:16 42
6 DÜS 20:20 45
7 EHI 20:22 -17
8 JEN 20:22 5
9 ETB 18:22 -5
10 NÜR 18:22 -24
11 HEI 18:22 44
12 CUX 18:22 -56
13 KAR 18:24 -61
14 SAA 12:30 -122
15 LEI 8:32 -256

ProB

Nord

# T P Diff
1 HAN 34:10 236
2 BRA 30:12 159
3 HER 28:14 70
4 VEC 28:14 97
5 SCH 26:16 128
6 DOR 24:18 48
7 RSV 22:22 -39
8 WUL 20:24 -54
9 WOL 18:26 -27
10 WED 18:26 -17
11 LEV 16:26 -123
12 ALB 12:30 -212
13 BRN 2:40 -266

Süd

# T P Diff
1 GOT 30:10 178
2 LEI 28:12 122
3 NÖR 26:14 90
4 BSW 26:14 54
5 RHÖ 24:16 116
6 HAN 24:16 41
7 LAN 22:18 35
8 LIC 20:20 5
9 GÜS 18:22 -94
10 FRA 12:28 -106
11 WEI 6:34 -146
12 GIE 4:36 -295
 

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