Telekom Baskets Bonn

Gekämpf - geführt - gezittert - gewonnen!

Lomax am 06.03.2010 um 12:08

Tabellenführer, wenn auch nur für 24 Stunden: Der Bonner Lohn für einen vor allem kämpferisch überzeugenden 91:90 (18:29, 22:19, 34:17, 17:25)-Sieg bei Playoff-Anwärter Eisbären Bremerhaven, der 2870 Zuschauer in der Stadthalle nach und nach verstummen ließ. Sie hatten die Telekom Baskets anders in Erinnerung gehabt.

Doch die hatten sich nach den vergangenen beiden Auswärtspleiten - dem 68:91 im Pokalspiel in Bremerhaven vor zwei Wochen folgte bekanntlich die 48:83-Niederlage bei Tabellenführer Berlin - erneut viel vorgenommen, liefen jedoch von Anbeginn an wieder einem Rückstand hinterher: 10:3 führte Bremerhaven nach nur fünf Minuten, ehe Ensminger und Ohlbrecht für Bonn aufdrehten:

14:12 lautete der knappe Rückstand aus Bonner Sicht, die Baskets waren wieder im Spiel. Doch genauso schnell war die Herrlichkeit wieder vorbei: Zwei Dreier von den Norddeutschen, eine Unbeherrschtheit von Dupree, und der Top-4-Teilnehmer lag mit elf Punkten in Front. Mit 29:18 ging es in die erste Viertelpause.

Schock für die Baskets zu Beginn der zweiten zehn Minuten: Bryce Taylor, der bis dato noch punktelose Bonner Shooting Guard, musste verletzt das Spielfeld räumen. Es geschah im Angriff und es war das Knie, eine genaue Diagnose wollte zu diesem Zeitpunkt noch keiner wagen.

Auf der anderen Seite war es Louis Campbell, der das Spiel der Bremerhavener im ersten Abschnitt mit zehn Punkten anführte, und als der zu Beginn des zweiten Viertels gleich dreimal hintereinander von Strasser und Kolodziejski gefoult wurde, reichte es Koch: Auszeit Baskets, mit Bowler und Flomo betraten nun die beiden Langen der Bonner Bank erstmals das Parkett.

Und der Vizemeister fand wieder Anschluss: Nur noch vier betrug der Rückstand, als Bremerhaven seinerseits die Auszeit beantragte (40:36, 17. Minute). Wehmutstropfen Bonn: Strasser ging mit drei Fouls zurück auf die Bank. King brachte Bonn auf Schlagdistanz, doch die letzten fünf Punkte vor der Pause gehörten wieder den Hausherren: Die Eisbären brachten ein 48:40 in die Pause.

Doch die Baskets gaben nicht auf, und in Minute 25 war es Jared Jordan, dessen Dreier die erstmalige Führung seit Spielbeginn bedeutete: 54:56 führten die Baskets, Dupree erhöhte, ebenfalls von außen, auf 59:62. Wieder Jordan, wieder Dreier: Bonn führte mit 59:65.

Sein vierter Dreier machte Jordan endgültig zum Helden dieses Viertels, und auch Kolodziejski traf noch von außen: 10-Punkte-Führung der Baskets nach 29 Minuten, mit 34:17 gewann die Truppe von Mike Koch nach Abschnitt zwei auch das dritte Viertel, es stand 65:74. Jordan bereits mit 17 Punkten und elf (!) Assists.

Jetzt galt es, die Nerven zu bewahren: King, der eine bärenstarke Defense spielte, erhöhte auf elf, Gibbs konterte per Dreier. Beim Stande von 70:80 für Bonn nahm Bremerhaven eine Auszeit, Strasser kam für Jordan: Kräftesparen für die Schußphase, dachte sich Koch. Es lief wieder schlechter, die Eisbären kamen auf sieben ran, als Jordan zurückkam (79:86).

Sein direkter Einstand: Ein Zweier! Und doch: 84:88 nach 38 Minuten, als Drevo für die Gastgeber den Dreier versenkt. Siebzig Sekunden vor Schluß vergibt Ensminger zwei Freiwürfe, Brandon Brooks hingegen trifft für zwei, 86:88, noch eine Minute. Der offensiv so starke Ohlbrecht für drei - der letzte von insgesamt 13 Bonner Dreiern - Brooks für zwei plus eins, 89:91, Strasser mit fünf Fouls raus, noch dreißig lange Sekunden.

Unglaublich, ausgerechnet der starke Jordan verliert den Ball, elf Sekunden vor dem Ende sortieren sich die Eisbären in der Auszeit. Zwei Sekunden vor Schluß foult Ensminger Lucas, und als der nur einen trifft und der finale Notwurf sein Ziel verfehlt, ist das Spiel vorbei. Riesenjubel im Bonner Lager, ein Meilenstein hin zu den Playoffs und zu einer guten Platzierung nach der Hauptrunde ist genommen. Jetzt kann am nächsten Samstag auch die so starke BG Göttingen in den Telekom Dome (19.55 Uhr) kommen!

Stimmen zum Spiel:

Eisbären-Coach Douglas Spradley:
"Glückwunsch an die Baskets zum verdienten Sieg. Bonn hat das Spiel in der zweiten Halbzeit gedreht, weil sie mit der nötigen Intensität gespielt haben. Mehr gibt es zu diesem Spiel nicht zu sagen."

Baskets-Coach Mike Koch:
"Ich muss meiner Mannschaft ein Riesenlob aussprechen. Das war ein immens wichtiger Sieg für uns im Hinblick auf die Playoffs. Am Anfang musste man befürchten, dass die Partie ähnlich läuft wie vor drei Wochen im Pokal. Aber die Jungs haben sich vom frühen Rückstand nicht beeindrucken lassen. Entscheidend war, dass wir im dritten Viertel deutlich besser verteidigt und uns eine komfortable Führung herausgespielt haben. Am Ende hatten wir natürlich auch etwas Glück, dass der Korbleger von Torrell Martin sein Ziel verfehlt hat. Aber so ist der Sport."

Bremerhaven: Campbell (18 Pkt./ 3-3er), Martin (15/3), Brooks (14/1), Gibbs (13/1), Lucas (10/1), Schwethelm (9/1), Drevo (7/2), Lyde (2/0), Lipke (2/0), Richardson (0/0), Moore (0/0), Canty (0/0)

Bonn: Jordan (19 Pkt./ 5-3er), Ohlbrecht (19/3), Dupree (14/2), Ensminger (12/0), Kolodziejski (9/3), King (8/0), Flomo (8/0), Bowler (2/0), Strasser (0/0), Taylor (0/0)

PM: Telekom Baskets Bonn



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BBL

# T P Diff
1 BAM 38:4 399
2 ULM 34:8 119
3 QUA 30:10 187
4 BER 30:12 217
5 WÜR 24:16 119
6 BHV 22:18 -35
7 FCB 22:20 85
8 BRA 22:20 -17
9 OLD 20:18 13
10 BON 18:22 -26
11 FRA 18:24 -105
12 TÜB 18:24 -32
13 BAY 16:24 -120
14 HAG 14:26 -189
15 GIE 14:28 -173
16 TRI 14:28 -107
17 LUD 12:30 -56
18 GÖT 4:38 -279

ProA

# T P W/L
1 MBC 32 16/3
2 KIR 30 15/5
3 CHE 26 13/8
4 CRA 26 13/8
5 PAD 22 11/8
6 DÜS 20 10/10
7 JEN 20 10/11
8 HEI 18 9/10
9 NÜR 18 9/11
10 EHI 18 9/11
11 KAR 18 9/12
12 ETB 16 8/11
13 CUX 16 8/11
14 SAA 12 6/15
15 LEI 8 4/16

ProB

Nord

# T P W/L
1 HAN 34 17/5
2 BRA 28 14/6
3 HER 28 14/7
4 VEC 28 14/7
5 SCH 26 13/8
6 DOR 24 12/9
7 RSV 22 11/11
8 WUL 20 10/12
9 WOL 18 9/12
10 WED 18 9/13
11 LEV 16 8/13
12 ALB 12 6/15
13 BRN 2 1/20

Süd

# T P W/L
1 GOT 29 15/5
2 LEI 28 14/6
3 NÖR 26 13/7
4 BSW 26 13/7
5 RHÖ 24 12/8
6 HAN 24 12/8
7 LAN 22 11/9
8 LIC 20 10/10
9 GÜS 18 9/11
10 FRA 12 6/14
11 WEI 6 3/17
12 GIE 4 2/18

Alternativ

BBL

# T P W/L
1 BAM 38 19/2
2 ULM 34 17/4
3 QUA 30 15/5
4 BER 30 15/6
5 WÜR 24 12/8
6 BHV 22 11/9
7 FCB 22 11/10
8 BRA 22 11/10
9 OLD 20 10/9
10 BON 18 9/11
11 FRA 18 9/12
12 TÜB 18 9/12
13 BAY 16 8/12
14 HAG 14 7/13
15 GIE 14 7/14
16 TRI 14 7/14
17 LUD 12 6/15
18 GÖT 4 2/19

ProA

# T P Diff
1 MBC 32:6 168
2 KIR 30:10 154
3 CHE 26:16 43
4 CRA 26:16 55
5 PAD 22:16 42
6 DÜS 20:20 45
7 JEN 20:22 5
8 HEI 18:20 57
9 NÜR 18:22 -24
10 EHI 18:22 -26
11 KAR 18:24 -61
12 ETB 16:22 -11
13 CUX 16:22 -69
14 SAA 12:30 -122
15 LEI 8:32 -256

ProB

Nord

# T P Diff
1 HAN 34:10 236
2 BRA 28:12 155
3 HER 28:14 70
4 VEC 28:14 97
5 SCH 26:16 128
6 DOR 24:18 48
7 RSV 22:22 -39
8 WUL 20:24 -54
9 WOL 18:24 -23
10 WED 18:26 -17
11 LEV 16:26 -123
12 ALB 12:30 -212
13 BRN 2:40 -266

Süd

# T P Diff
1 GOT 30:10 178
2 LEI 28:12 122
3 NÖR 26:14 90
4 BSW 26:14 54
5 RHÖ 24:16 116
6 HAN 24:16 41
7 LAN 22:18 35
8 LIC 20:20 5
9 GÜS 18:22 -94
10 FRA 12:28 -106
11 WEI 6:34 -146
12 GIE 4:36 -295
 

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