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ALBA verliert Eurocup-Rückspiel bei Aris Saloniki

Pucki am 23.02.2010 um 23:13

Die Albatrosse haben ihr viertes Spiel im Eurocup-Last16 bei Aris Saloniki mit 67:80 verloren und stehen nun mit 2:2 Siegen auf dem dritten Platz der Gruppe I. Bis vier Minuten vor Schluss bekamen die Zuschauer im Hexenkessel von Saloniki ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen zu sehen, doch in der Schlussphase agierten die Griechen cleverer und zogen blitzschnell davon.

Nachdem Seitenwechsel mit einer 38:36-Führung hatten die Berliner dank guter Defense die Chance, sich etwas weiter abzusetzen und so vielleicht etwas Ruhe ins Alexandreum zu bringen. Doch vergebene Freiwürfe und Offensivrebounds der Hausherren hielten die Partie knapp. Rund 500 Gäste beim Public Viewing im "Alberts" musste fassungslos mit ansehen, wie die Griechen in den Schlussminuten viel cleverer und mit unglaublichem Selbstvertrauen zu Werke gingen. Mit einer Serie von Aktionen war das Spiel entschieden. 12/20 Freiwürfen und 16 Offensivrebounds zeigen dabei die größten Schwachstellen von ALBA in der Partie auf. Wieder engte Aris die Kreise von Julius Jenkins stark ein, der für seine 11 Punkte hart arbeiten musste. Neben ihm scorten nur Golemac (11) und Sekulic (10) zweistellig. McElroy kam auf 7 Punkte, 4 Rebounds, 3 Steals und 2 Assists. Entscheidende Akteure bei Saloniki waren Andy Betts (19 Punkte, 6 Rebounds) und Michailis Kakiouzis (18 und 8).

Vor dem Anpfiff gab es die erste kleine Überraschung: Aris’ hochkarätiger Neuzgang Matt Walsh, der erst vor wenigen Tagen in Saloniki eingetroffen war, stand sofort in der ersten Fünf - am Ende kam er auf acht Zähler. Er begann die Partie mit einem Ballverlust, aber seine Teamkollegen machten es besser. Sie hielten ALBA in der Defense in Schach, konzentrierten sich auf Julius Jenkins und gaben ALBA nur Distanzwürfe für die langen Spieler. So setzten sie sich prompt auf 9:0 ab. Aber nach vier Minuten konterten die Albatrosse genauso stark. Mit guter Verteidigung (Block von Sekulic an 2,16-Meter-Mann Betts) legten sie ihrerseits eine 11:0 Serie aufs Parkett. Jeder Angriff der Berliner wurde von einem gellenden Pfeifkonzert der Aris-Fans begleitet, doch die Hauptstädter blieben cool und gingen mit einem Fastbreak-Dunk von Julius Jenkins 13:11 in Führung. Dann gewannen jedoch wieder die Hausherren über ihren Hühnen Andrew Betts Oberwasser und setzten sich bis kurz vor der Viertelpause auf 15:20 ab. Sie hatten im letzten Angriff die Chance, weiter zu erhöhen, doch Derrick Byars klaute den Ball und stellte per Dunking den 17:20-Viertelendstand her.

Kakiouzis setzte Aris schnell auf fünf Punkte ab, aber Sekulic mit krachendem Dunking und Hamann per Dreier glichen wieder aus. Sekulic und Betts sammelte jeweils ihr zweites Foul – der Berliner ging auf die Bank, Betts spielte weiter. Trotz intensiver Verteidigung beider Teams fielen viele Körbe. Saloniki zog über Scharfschütze Clark davon, aber die Albatrosse bissen sich fest und konnten vor allem dank Cemal Nalga, der zahlreiche Fouls zog und seine Freiwürfe nach Anfangsschwierigkeiten verwandelte, in der 17. Minute wieder mit 33:30 in Führung gegen. Die Albatrosse bekamen die Griechen beim Offensivrebound nicht unter Kontrolle (7 zur Halbzeit), hielten aber bis zur Halbzeit ihren Vorsprung bei 38:36.

ALBA startet defensiv gut in die zweite Halbzeit, nutzte aber die sich vorne ergebenden Chancen, die Führung auszubauen, nicht. Vier Freiwürfe in Folge setzten sie daneben. Dojcin, der beim Dreier gefoult worden war, vergab alle drei Versuche und Jenkins legte den ersten daneben, bis er den zweiten endlich versenkte. Zu dem Zeitpunkt standen die Berliner bei 7/15 Freiwürfen. Das Spiel blieb knapp. ALBA blieb immer ein bis fünf Punkte vorne, aber Aris ließ nicht locker. Vor allem Betts sammelte Punkt um Punkt, auch da Cemal Nalga schon mit drei Fouls auf der Bank saß. Eine kurze unkonzentrierte Phase in der letzten Minute nutzen die abgezockten Griechen, um sich noch auf 52:49 abzusetzen.

Dank einer Energieleistung von Derrick Byars schossen sich die Albatrosse zu Beginn der letzten zehn Minuten wieder 58:55 nach vorn. Doch dann begannen die Probleme auf den langen Positionen. Sekulic humpelte angeschlagen vom Feld (kehrte aber noch zurück), Golemac kassierte sein viertes Foul und auch Nalga hatte derer drei gesammelt. So glich Betts am Brett per Dreipunktespiel wieder aus. Vier Minuten vor dem Ende schien sich plötzlich alles gegen ALBA zu wenden. Wie schon im Hinspiel versenkten die Griechen, insbesondere Kakiouzis, in der Crunchtime jeden Wurf und auch alle knappen Situationen, gingen gegen die Albatrosse. Ein Dreier von Kakiouzis markierte zwei Minuten vor Schluss das vorentscheidende 70:61. Die Bemühungen der Berliner halfen nichts mehr. Aris spielte die Partie souverän herunter und gewann ein die meiste Zeit ausgeglichenes Spiel noch deutlich mit 80:67.

ALBA steht nun mit 2:2 Siegen in der Gruppe I vor einer schwierigen Situation. Die nächsten beiden Spiel müssen gewonnen werden, um sicher die nächste Runde zu erreichen. Als erstes ist dazu am kommenden Mittwoch in der o2 World (20 Uhr) gegen den alten Bekannten Le Mans ein Sieg Pflicht.

Gruppe I
1. Badalona 3:1
2. Aris 2:2
3. ALBA 2:2
4. Le Mans 1:3

Pressemitteilung: ALBA Berlin



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