ALBA Berlin BBT
Pokal-TOP4 ohne ALBA BERLIN - 77:79 Niederlage in Bamberg
Pucki am 17.02.2010 um 22:33
Nach Oldenburg und Bonn ist auch ALBA im neu organisierten Pokalwettbewerb ausgeschieden. Mit 77:79 verloren die Albatrosse ihr Viertelfinale in der Bamberger "Frankenhölle" und haben damit den Einzug ins TOP4 verpasst. Auf nationaler Ebene müssen die Albatrosse den Fokus nun voll auf den Kampf um die Meisterschaft richten, wo am Samstag mit den Telekom Basket Bonn in einer wahrscheinlich ausverkauften o2 World schon ein ganz dicker Brocken wartet.
In einem bis zum Schluss spannenden und knappen Pokal-Fight glitt den Berliner das zunächst souverän begonnene Spiel, aufgrund der starken, an der Dreierlinie heißlaufenden Franken im dritten Abschnitt aus der Hand. Im Schlussviertel kämpften sich die Albatrosse noch mal heran, aber am Ende sorgte Bambergs Roberts zwölf Sekunden vor Schluss mit einem Dreier für die Entscheidung. Bei einer solch knappen Partie tun 11 vergebene Freiwürfe (von 29) besonders weh (Bamberg 18/24). Das Endturnier um den Beko BBL-Pokal am 10./11. April findet nun ohne ALBA und dafür mit dem Gastgeber Frankfurt, Bamberg, Göttingen und Bremerhaven statt.
Ex-Albatros Casey Jacobsen eröffnete die Partie per Korbleger und ALBAs Duo Dojcin-Sekulic brachte die Berlin am Brett ins Spiel. Nachdem Jacobsen in der vierten Minuten den ersten Dreier der Partie zum 9:6 versenkte, wurde es in der ausverkauften Jako-Arena schon einmal richtig laut. Doch die Albatrosse ließen sich nicht verunsichern und konterten angeführt von Julius Jenkins, der sieben Zähler zum 11:2-Run seines Teams beisteuerte, auf 17:11. Früh kassierte Blagota Sekulic sein zweites Foul, aber sein Backup Cemal Nalga, ersetzte ihn gut und führte sich gleich mit einem Hakenwurf ein. Kurz vor der Pause erhöhte Golemac per Dreier auf 22:14, doch zwei Fouls des Kroaten brachten Bamberg mit Freiwürfen von Kämpfer Wyrick zur Viertelpause noch auf 16:22 ran.
Die Albatrosse starteten unglücklich in den zweiten Spielabschnitt. Nach Punkten von Roberts und einem technischen Foul gegen Luka Pavicevic verkürzten die Hausherren auf 20:22. ALBAs lange Garde handelte sich weiter Fouls ein – Sekulic, Nalga, Golemac und Dojcin hatten alle schon zwei persönliche Verwarnungen gesammelt. Trotzdem setzten Byars und Nalga die Hauptstädter wieder auf 27:20 ab. In der Zonenverteidigung stehend brachten die Bamberger ALBA aus dem Rhythmus und nutzen Fehlwürfe mit einem 10:2-Lauf über den eingewechselten Tibor Pleiß zur 30:29-Führung. Sekulic eroberte den Vorsprung anderthalb Minuten vor der Halbzeit zurück, doch Pleiß mit dem nächsten Offensivrebound und anschließendem Korbleger legte wieder für die Brose Baskets vor. Jenkins und Suput tauschten noch einmal zwei Punkte aus, doch anstatt mit einer Führung in die Kabine zu gehen, holte sich Golemac nach einem Ballverlust von Wright Sekunden vor der Pause noch sein drittes Foul ab und ermöglichte Gavel, von der Freiwurflinie den 36:33-Halbzeitstand herzustellen.
Suput begann nach dem Seitenwechsel prompt mit seinem ersten Dreier. In kurzer Zeit schaffte es sein Team vier Teamfouls zu sammeln – sowohl Suput und Pleiß kassierten ihre dritte Verwarnung. Doch von außen trafen sie, so dass ALBA trotz Freiwürfen von Dojcin und Sekulic weiter im Hintertreffen lag. Nach Ballverlusten der Berliner erhöhte Brown den Rückstand unter dem Korb auf 40:48. Julius Jenkins konterte mit einem wichtigen Dreipunktespiel, aber die Hausherren liefen weiter an der Dreierlinie heiß. Wyrick, Gavel und nochmals Wyrick netzten von außen ein und brachte Luka Pavicevic beim 46:57 zur Timeout. Byars führte die Berliner im Anschluss seinerseits mit einem Treffer von Downtown zurück in die Partie. In der letzten Minute des Viertels verkürzte ALBA über Nalga am Brett und Jenkins mit einem Freiwurf wieder auf 52:58. Brian Roberts mit dem nächsten irren Dreipunktewurf setzte Bamberg wieder ab, aber das letzte Wort hatte Steffen Hamann mit einem Korbleger zum 54:61-Viertelendstand.
ALBA kam mit Schwung in den Schlussabschnitt. Jenkins tütete direkt den Dreier ein und nach einem Steal in der Verteidigung schloss Steffen Hamann per Korbleger zum 59:62 auf. Roberts netzte erneut den Dreier ein, doch ein ganz freier Korbleger und kurz darauf ein Dunking von Byars brachten die Berliner auf einen Zähler heran. Die Intensität stieg, langsam zählte jeder Korb und Ballbesitz. Sechs Minuten vor Schluss setze sich Byars erneut am Brett durch und brachte seine Farben wieder mit einem Zähler in Front. Es wurde mit Haken und Ösen gekämpft, beide Teams schenkten sich im Hexenkessel Jako-Arena gar nichts mehr. Steffen Hamann knickte unglücklich um, musste humpelnd das Feld verlassen und konnte nicht mehr eingreifen (Diagnose ausstehend). Beide Mannschaften kassierten reihenweise Fouls. Für Cemal Nalga war mit deren fünf die Partie beendet und zahlreiche Spieler hatten schon vier Verwarnungen gesammelt (Goldsberry, Gavel, Suput, Sekulic, Golemac, Dojcin). Es ging in die letzten Minuten. Gavel und Jacobsen setzten die Gastgeber zwei mal auf drei Zähler ab, doch Sekulic und Jenkins verkürzten jeweils wieder auf einen Punkt. Die letzte Minute war schon angebrochen, als Roberts die Hausherren mit zwei wichtigen Freiwürfen 76:72 in Führung schoss. Julius Jenkins brachte ALBA mit zwei Treffern von der Linie nochmals in Schlagweite. Doch als Roberts 12 Sekunden vor Schluss seinen dritten Dreier versenkte, war die Partie so gut wie entschieden. Rashad Wright traf zwar auch für ALBA den Dreier, aber in den restlichen vier Sekunden gelang es den Albatrossen nicht mehr, das Spiel anzuhalten.
Auf nationaler Ebene kann ALBA den Fokus nun voll auf das Rennen um die besten Playoff-Plätze und auf den Kampf um die Meisterschaft richten. Schon am Samstag steht den Berlinern dabei eine ganz wichtiges Spiel bevor. In der wahrscheinlich ausverkauften o2 World trifft das Team von Luka Pavicevic um 19:55 Uhr auf den Vizemeister Telekom Baskets Bonn.
Pressemitteilung: ALBA Berlin
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