EWE Baskets Oldenburg

Wenig Respekt für großen Sieg

TheBloob am 01.02.2010 um 16:05

Kein Spiel wie jedes andere hatten die 3148 Zuschauer in der ausverkauften EWE ARENA am vergangenen Freitag erlebt. Die EWE Baskets Oldenburg setzten sich in einer intensiven Begegnung gegen Alba Berlin mit 68:59 durch und schraubten ihre gute Bilanz auf jetzt 14 Siege bei nur sechs Niederlagen. Ein hoher Rückstand zu Beginn, eine fulminante Aufholjagd und schließlich der Rauswurf von Berlins Trainer Luka Pavicevic: Langweilig wurde das im DSF live übertragene Spiel zu keinem Zeitpunkt. Während die Oldenburger den wichtigen Sieg feierten, legten die Verantwortlichen von Alba Berlin am Wochenende verbal nach.

Als „vollkommen inakzeptabel“ empfindet Baskets-Geschäftsführer Hermann Schüller dabei das, was in den Berliner Zeitungen durch die Club-Oberen über die Begegnung verbreitet wurde. So kam Berlins Manager Marco Baldi zu folgendem Schluss: „Abseits des Balls gab es circa 30 Nickeligkeiten, davon zehn im unsportlichen Bereich. Man konnte nicht mehr Basketball spielen.“ Mehr als erstaunt las das Schüller: „Es war ohne jeden Zweifel eine intensive und zuweilen auch harte Partie. Dazu gehörten aber ganz klar zwei Mannschaften, die sich naturgemäß nichts geschenkt haben. Ich werde nicht auflisten, wer wann was getan hat, aber eine nachträgliche Analyse des Spiels wird auch Marco Baldi zeigen, dass er irrt.“

Auch Team-Manager Henning Harnisch erkannte in Oldenburg den Auslöser der in der zweiten Halbzeit ausgebrochenen Hektik und sagte: „Man muss aber auch sehen, was zuvor passiert. Nach unserem guten Start wechselte Oldenburg den Stil. Und zwar zu einem Stil mit Halten, Kratzen und Beißen, der normalerweise unterbunden wird. Aber die Referees haben nicht reagiert.“ Hermann Schüller akzeptiert diese Sicht der Dinge nicht: „Es ist schon boshaft, die Partie so zu resümieren. Trainer Predrag Krunic hat nach dem in der Tat großartigen Auftakt der Berliner personelle Umstellungen vorgenommen und so die Wende herbeigeführt. Unser Team hat sich beeindruckend aus dem tiefen Loch befreit, ist mit Treffern auch in schwierigen Situationen belohnt worden und hat mit einer sehr kreativen Verteidigung den Gegner vor unlösbare Rätsel gestellt.“

Die „emotionalen Entgleisungen“, so Schüller, würden die Leistung der Oldenburger übertönen: „Wir haben verdient gegen einen Gegner gewonnen, auf den wir uns hervorragend eingestellt haben. Trotz der Intensität haben wir weniger Turnover produziert, dazu Berlin kaum gute freie Würfe gestattet und mit einer großartigen Moral gewonnen.“ Mit einem Sieg bei den Giants Düsseldorf (Mittwoch, 20 Uhr) können die EWE Baskets jetzt sogar kurzzeitig die Tabellenführung übernehmen. Angesichts des Sieges gegen Berlin fiel auch der Blick auf die Pokalauslosung nicht zu negativ aus: Die Oldenburger müssen im Qualifikationsspiel für die Top-Four-Teilnahme voraussichtlich am 17. Februar in Göttingen antreten.

Pressemitteilung: EWE Baskets Oldenburg



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