Jugend
JBBL: ALBA und IBBA Berlin eine Nummer zu groß
DragonLi am 30.11.2009 um 18:32
„Für solche Spiele wollten wir unbedingt an der Jugendbasketballbundesliga teilnehmen“, sagte Jens Künze, Cheftrainer der JBBL-Manschaft BiG Chemnitz, vor diesem Wochenende. Mit ALBA und IBBA Berlin gastierten zwei absolute Spitzenmannschaften des deutschen Jugendbasketballs in Chemnitz. Zwar erwiesen sich die Hauptstadtclubs letztlich als zu stark, doch Duelle auf diesem Niveau bringen der Entwicklung eigener Nachwuchsspieler deutlich mehr als haushohe Siege gegen die lokale Konkurrenz.
Am Samstag legten die BiG-Korbjäger sogar einen ordentlichen Start gegen ALBA Berlin hin. Nach dem ersten Viertel stand es 15:13 für Chemnitz, wobei die Führung durchaus höher hätte ausfallen können. „Wir haben im ersten Viertel allein vier einfache Korbleger vergeben“, ärgerte sich Künze. Im zweiten Spielabschnitt kam ALBA stärker auf, doch zunächst blieb es weiter spannend. Rund zwei Minuten vor der Halbzeit hätten die kleinen NINERS auf vier Punkte Rückstand verkürzen können, doch wieder wurde ein einfacher Korbleger nicht verwandelt und ALBA legte im Gegenzug einen 7:0 Lauf zum 40:27-Pausenstand hin.
Nach dem Seitenwechsel agierten die Chemnitzer immer nervöser. Dies war sicherlich auch der Tatsache geschuldet, dass man erstmals in dieser JBBL-Saison deutlich hinten lag und auf den bisherigen Topscorer Dennis Kollmar verzichten musste. Die Gäste ließen dagegen ihre Klasse nun immer öfter aufblitzen und spielten die Größenvorteile konsequent aus. Beim Stand von 33:54 nach dem dritten Viertel war der Drops gelutscht. „Leider waren unsere beiden Aufbauspieler Kilian Leuteritz und Cliff Goncalo nicht in der Lage, den Kopf oben zu behalten“, konstatierte Künze. Im letzten Viertel kam dann noch die hohe Foulbelastung mehrerer BiG-Leistungsträger hinzu und so triumphierte ALBA am Ende deutlich mit 74:47 in der Richard-Hartmann-Halle. „Wir haben ohne Herz ein Spiel mit fast 30 Punkten verloren, das eigentlich gut begonnen wurde. Einzig Jonas Gröning konnte an seine bisherigen Leistungen anknüpfen“, lautete Künzes Fazit.
Am Sonntag ging es dann gegen die noch stärker einzuschätzenden Korbjäger der Internationalen Berliner Basketballakademie. Jens Künze wollte von seinen Schützlingen wenigstens eine Leistungssteigerung gegenüber dem ALBA-Spiel sehen und dies gelang zumindest auch in der ersten Hälfte „Meine Jungs haben bis zur Pause gut gekämpft“, attestierte der Cheftrainer. Sowohl nach dem ersten Viertel (12:22), als auch zur Halbzeit (25:39) hielt sich der Rückstand deshalb noch in Grenzen.
Im weiteren Spielverlauf wurde die spielerische sowie körperliche Überlegenheit der Gäste allerdings immer deutlicher und die eigener Fehlerquote größer. So mussten sich die BiG-Korbjäger gegen IBBA Berlin letztlich mit 44:80 geschlagen geben. Dennoch zieht Headcoach Künze ein positives Hinrundenfazit: „Wir liegen mit vier Siegen aus sechs Spielen absolut im Soll. Die Niederlagen gegen ALBA und IBBA waren mehr oder weniger zu erwarten. Dennoch sind wir weiterhin auf dem dritten Tabellenplatz, der zur Teilnahme an den Playoffs berechtigt, was ja unser großes Ziel ist.“
Am kommenden Wochenende bestreiten die kleinen NINERS ihr letztes „Heimspiel“ vor der Weihnachtspause. Dann geht es gegen den Tabellenfünften Berlin-Süd. Diese Partie wird allerdings nicht in Chemnitz, sondern beim Kooperationspartner BiG Oettinger Gotha Rockets ausgetragen, von dem auch die beiden Spieler Dennis Kollmar und Andreas Hey stammen. „Wir fahren bereits am Samstag nach Gotha, trainieren dann noch mal in der dortigen Ernestiner-Halle und wollen am Sonntag natürlich wieder einen Sieg einfahren“, beschreibt Künze das bevorstehende Reiseprogramm.
Das Chemnitzer Trainer-Urgestein wagt nach einer bislang erfolgreichen JBBL-Teilnahme sogar schon einen kleinen Blick in die Zukunft: „Wir wollen auch weiterhin an der Jugendbasketballbundesliga teilnehmen. Zudem denken wir darüber nach, in Zukunft auch in der NBBL zu spielen.“ Die Nachwuchsbasketballbundesliga bildet den höchsten deutschen Wettbewerb in der Altersklasse U19. Allerdings schränkt Künze ein: „In der nächsten Saison ist das für uns noch kein Thema, weil wir in diesen Jahrgängen noch nicht stark genug besetzt sind und man für die NBBL eine Qualifikation spielen muss. Aber in ein, zwei Jahren könnte das durchaus realistischer sein, wenn beispielsweise unsere jetzigen JBBL-Akteure etwas älter sind und man eventuell wieder mit anderen Vereinen kooperiert.“ Für die BV Chemnitz 99 wären derartige Schritte jedenfalls nur logisch, wenn in Zukunft wieder einheimische Akteure den Sprung in den Zweitligakader der NINERS schaffen sollen.
STATISTIK
vs ALBA: Leonhardt (12 Punkte), Gröning (11), Fischer (6), Graf (6), Hänsel (4), Möllendorf (4), Goncalo (3), Leuteritz (3), Hey, Vogel
vs IBBA: Leonhardt (11), Leuteritz (9), Goncalo (8), Gröning (7), Fischer (4), Hänsel (3), Möllendorf (2), Graf, Hey, Vogel
Pressemitteilung: BiG Chemnitz
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