Jugend

Zwei Heimsiege für Bundesliga-Nachwuchs

Pucki am 30.11.2009 um 11:33

NBBL: Metropol Baskets Ruhr – Gießen 46ers Juniors 87:78 (48:29)

Drei Viertel verloren – am Ende trotzdem gewonnen: Das NBBL-Team der Metropol Baskets Ruhr hat gegen die Gießen Juniors den ersten Heimsieg der Saison eingefahren und sich in der Division Nordwest auf den vierten Tabellenplatz vorgeschoben. „Das Spiel war nichts für schwache Nerven“, resümierte Chef-Trainer Thomas Schnell nach der Schlusssirene. Dabei sah es zu Beginn der Partie eigentlich nach einem lockeren Pflichtsieg für die Hausherren aus, die nach acht Minuten bereits mit 21:2 in Führung lagen.

„Dann aber haben wir nicht konsequent weitergespielt“, bemängelte Schnell, dass seine Schützlinge schon im zweiten Viertel die Zügel schleifen ließen. Trotzdem: Die Halbzeit-Führung von 19 Punkten war noch mehr als beruhigend. Und auch nach 25 Minuten, als die Hausherren immer noch mit 55:39 in Front lagen, deutet noch nichts auf ein spannendes Finale hin. Doch mit einer Press-Verteidigung über das gesamte Feld stellten die Hessen die Metropol Baskets zunehmend vor Probleme. Mit Ende des dritten Viertel war die Führung plötzlich auf zehn Punkte zusammengeschmolzen. Und als die Gäste sechs Minuten vor dem Ende zum ersten Mal ausglichen (65:65), schwante Schnell Böses. „Da dachte ich, das geht schief. Wir hatten in dieser Phase weder offensiv noch defensiv irgendwelche Waffen“, so Schnell, der sich an die letzte Heim-Niederlage gegen Bonn/Rhöndorf erinnert fühlte. „Da war der Spielverlauf ganz ähnlich.“

Doch dann kam der große Auftritt von Christian Marquardt. Der Aufbauspieler der Hertener Löwen versenkte unter Bedrängnis zwei Dreier in Serie – 71:65. Und da sich die Metropol-Akteure fortan auch von der Freiwurflinie sicher zeigten, schaukelten sie den dritten Saisonsieg über die Zeit. Souverän, musste Co-Trainer Pit Lüschper einräumen, sei das nicht gewesen. „Aber hinterher fragt da keiner mehr nach.“

Metropol: Christian Marquardt (Hertener Löwen) 29, Dustin Killat (Bochum AstroStars) 6, Mark Depta (Hertener Löwen) 10, Ruben Miranda Martinez (Bochum AstroStars) 4, Lars Steilmann (Bochum AstroStars) 14, Till Gloger (Bochum AstroStars) 4, Jonas Kühlborn (BG Dorsten) 12, Stefan Arndt (UBC Münster) 8, Thorben Vadder (BSV Wulfen), Tobias Wüllner (Citybasket Recklinghausen), Fabian Haentjes (ETB SW Essen), Philipp Spettmann (BG Dorsten)

JBBL: Metropol Baskets Ruhr - Bayer Giants Leverkusen 79:68 (37:30)

Das JBBL-Team der Metropol Baskets Ruhr hat seine Erfolgsserie fortgesetzt: Mit einem umkämpften 79:68-Heimerfolg gegen die Bayer Giants Leverkusen bleibt der U16-Bundesligist in dieser Saison weiter ungeschlagen und behauptet zusammen mit den Köln 99ers die Tabellenführung der JBBL Division West.

Eiskalt erwischt wurden die Schützlinge von Cheftrainer Tobias Stadtmann am Sonntag vom Start der Leverkusener, die schnell mit 10:2 in Front gingen. Doch die Antwort der Hausherren ließ nicht lange auf sich warten: Mit einer 16:0-Serie erkämpften sie sich noch im ersten Viertel die Führung zurück, zur Viertelpause lagen die Ruhrgebiets-Korbjäger 20:12 vorne. Doch die starken Rheinländer ließen sich nicht abschütteln – zur Halbzeitpause war beim Stand von 37:30 noch längst keine Entscheidung gefallen. „Wir waren in der Verteidigung und beim Defensiv-Rebound zu nachlässig“, ärgerte sich Stadtmann. Das sollte sich nach dem Seitenwechsel ändern: Die Gastgeber verteidigten nun wesentlich intensiver, insbesondere Tim Brans griff beim Rebound beherzt zu und man schoss eine beruhigende 63:40 Führung heraus.

Wer nun dachte, das Spiel sei gewonnen, sah sich jedoch getäuscht. Metropol agierte fortan im Angriff zu egoistisch und hinten ohne Biss, Leverkusen hatte sich noch nicht aufgegeben. Beim Stand von 72:63 fünf Minuten vor dem Ende keimte auf Seiten der Gäste wieder Hoffnung auf. Doch Faton Jetullahi beendete mit mehreren starken Aktionen in Folge das Leverkusener Aufbäumen. Mit 22 Punkten war der Akteur von den Hertener Löwen bester Werfer seines Teams. „Leverkusen hat am Ende noch einfache Würfe vergeben, sonst wäre es noch einmal knapp geworden. Wir müssen da cleverer den Ball halten, statt ihn wegzuschenken“, kritisierte Co-Trainer Niklas Cox den nachlässigen Auftritt seiner Mannschaft in den Schlussminuten.

Ein Sonderlob vom Trainer-Trio verdiente sich Cem Karakaya, der als Ersatz für den erkrankten Dominik Jost lange Zeit Position des Aufbauspielers zum Einsatz kam. „Er hat bis auf einige Ausnahmen auf der ungewohnten Position einen guten Job gemacht“, so Co-Trainer Peer Reckinger.

Das Nachholspiel um die Tabellenführung gegen die Köln 99ers ist für den 15.Dezember terminiert worden. Gespielt wird in der Essener Helmholtz-Halle.

Pressemitteilung: Franken Hexer



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