ProB

80:93-Niederlage gegen Bayer Giants

Pucki am 01.11.2009 um 09:20

520 Zuschauer wurden Zeuge einer kämpferischen und interessanten ProB-Partie zwischen zwei Aufsteigern. RASTA musste sich am Ende den besseren Leverkusenern beugen, zeigte aber keineswegs eine enttäuschende Leistung.

Bei einem Blick auf das Zahlenwerk des Spiels sticht ein statistischer Wert heraus: RASTA verwandelte 1 von 15 Versuchen (7%) jenseits der 6,25 m-Linie, den Giants gelangen aus der gleichen Distanz 11 Treffer bei 25 Anläufen (44%). Ergibt 30 Punkte plus für das Bayer-Team. Eine Hypothek, der Vechta erfolglos hinterherlief. Alle anderen Stats zeigten ein sehr ausgeglichenes Bild zwischen beiden Mannschaften.

Aber von vorne. Schon in Minute 6 erhielt Marvin Boadu nach einer erfolgreichen Offensivaktion nicht zwei Punkte, sondern sein 3. Foul. Statt einer möglichen 13:8-Führung markierten die Bayer Giants im Gegenzug per Dreier das 11:11. Spätestens hier war allen Beteiligten klar: die Schiedsrichter fahren eine harte Linie. Und: das Spiel wird eng. Der fleißige Wargalla nutzte gute Anspiele und schloß pünktlich mit dem Erklingen der 24 Sekunden-Sirene zum 19:19 ab, so geschehen in der 8. Minute. 4 sicher verwandelte Freiwürfe der starken Bayer-Neuverpflichtung Rodney Foster sorgten für das 22:26 nach dem 1. Viertel. Die vielen Spielunterbrechungen hatten dem Spielfluss beider Teams nicht gut getan. RASTA hatte schon 11 Fouls auf dem Konto, so viele wie sonst in doppelter Spielzeit nicht.

Das 2. Viertel musste besser werden, wurde besser, wurde gar das einzig siegreiche für die Rastaner. Der frisch dem Giants-Kader an die Seite gestellte Foster führte glänzend Regie, anfangs mit kontrollierter Offensive, später sehr treffsicher. Ein Gäste-Dreier zum 23:32 war die Initialzündung zur 6:0-Antwort der Rastaner. Der Lay up des starken Thompson brachte Vechta wieder auf 3 ran. Zwei Mal dauerten die Gästeangriffe zu lange, Jackson kassierte sein 4. Foul, der sehr gute Ben Spöler netzte zum 34:42 für Bayer ein. Es war turbolent, es ging hin und her. Thompson erhielt Foul Nr. 3 und Wargalla erwischte einen Sahnetag, spazierte beim nächsten 6:0-Lauf der Hausherren ungehindert ans Brett. Binnen 28 Minuten auf dem Feld wurde er zum Toppscorer des Spiels, inklusive 6 Rebounds. In dieser Beziehung nur übertroffen von Zweien: dem Leverkusener Tom Spöler mit 11 und dem Teamkollegen Christopher Thompson mit 8 gesicherten Abprallern. Den 48:50-Halbzeitstand stellte RASTA-Kapitän Grigisas von der Linie her. Sein Team war im Spiel.

Erst recht nach dem Ausgleich durch Thompson direkt nach Beginn der 2. Halbzeit. Leider war dies der letzte für den SC RASTA, ab jetzt lief man einem Rückstand hinterher. Der Defensivdruck der Gäste nahm zu, die RASTA-Fehlerquote auch. Während Pazur (0 von 6) und Grigisas (1 von 5) bei ihren Dreierversuchen recht erfolglos blieben, erledigte Gäste-Center Henry seine Hausaufgaben in Korbnähe. Immer wieder war RASTA drann, so bei Wargallas Dunking zum 58:61. Aber defensiv standen die Vechtaer nicht aggressiv genug in den Passwegen. Die Rebounds waren nicht das Problem, der Gäste-Buzzer zum 61:71 vor dem Schlußviertel schon eher. Jetzt brauchte RASTA einen guten Start.

Erneut presste RASTA nach eigenem Korberfolg an. Eine Waffe, die mit zunehmender Spielzeit stumpfer wurde. Früh ging der angeschlagende Jackson foulbedingt aus dem Match, ihm folgte nur noch der Bayer-Spieler Thimm. 8-13 Punkten Rückstand liefen die Vechtaer ständig nach, den höchsten setzten sie ans Spielende. Henry`s Dunk in die RASTA-Reuse sorgte für den 76:86-Zwischenstand eineinhalb Minuten vor dem Abpfiff, da war die Messe gelesen. RASTA feuerte noch mehrere Dreierversuche ab und zwang die Gäste an die Linie - letztlich vergebens. Bei Spielende leuchtete auf der Anzeigetafel ein 80:93, so viele Punkte hatte RASTA im Dome schon lange keinem Gegner mehr gewährt. Trotzdem war die Basketballkost unterhaltsam und interessant und bis auf das letzte Viertel auch spannend. Am Ende jubelten zu recht die bislang arg gebeutelten Bayer Giants und ihre kleine mitgereiste Fangemeinde. Für tapfer kämpfende Rastaner blieb der verdiente Applaus von den Rängen aber auch nicht aus.

Viertelstände aus RASTA-Sicht: 22:26; 26:24; 13:21; 19:22

Für die Gäste waren Benn Spöler (18 Punkte), Hunter Henry (17/ 2 Dreier), Rodney Foster (15/3), Tom Spöler (11) und Max Brauer (10/1) in einer 12-er Rotation zweistellig erfolgreich.

Für den SC RASTA Vechta spielten Till Wargalla (20); Christopher Thompson (17), Gintaras Grigisas (16/1), Marvin Buadu (13), Lukas Dawidowski (7), Marlone Jackson (5), Ismail Yaldiz (2), Marek Pazur und Axel Jarchow. In einer 9-er Rotation kamen der verletzte Thomas Kaspereit, Jens Höhn und Jens Kollhoff nicht zum Einsatz.

Pressemitteilung: SC RASTA Vechta



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