Phoenix Hagen

Hagen unterliegt dem Mitteldeutschen BC mit 75:85

Lomax am 26.10.2009 um 00:22

Es gibt wahrlich schönere Tage im Leben eines Basketballers. Phoenix Hagen kassierte in der Beko Basketball Bundesliga eine 75:85 (40:55)-Heimniederlage und war dabei von Beginn an im Hintertreffen.

Während die Gäste ausgesprochen wach in die Partie starteten, kämpften die Feuervögel wohl noch mit der Müdigkeit vom Bonn-Spiel am Freitag. Johnnie Gilbert netzte nach drei Minuten zum 9:0 für die Wölfe ein. „Wir wollten aggressiv und hart ins Spiel gehen, aber das ist uns nicht gelungen“, weiß Phoenix-Coach Ingo Freyer um den verschlafenen Start seines Teams.

Insbesondere unter den Körben hatte Phoenix offensiv wie defensiv Schwierigkeiten. Der MBC punktete phasenweise nach Belieben. Doch die Hagener schienen sich nun zu fangen. Quentin Pryor vollendete einen Schnellangriff per Dunking zum 14:18 (7), wenig später verkürzte der agile Malte Schwarz sogar auf 16:18. 2,15m-Mann Anatoly Kashirov konterte mit vier schnellen Punkten, sodass der MBC mit einem 28:23 in die Viertelpause gehen konnte.

Der Aufwärtstrend der Feuervögel setzte sich im zweiten Abschnitt nicht fort. Weil sie gegen die Zoneneverteidigung der Gäste oft kopflos agierten, konnte der MBC aufs Tempo drücken und zu leichten Punkten kommen. Nikita Khartchenkov schloss ein Fastbreak zum 40:26 ab. „Das war unser Ziel: Wir wollten schnell spielen und ausnutzen, dass Hagen am Freitag gespielt hat“, erklärt Wölfe-Coach Björn Harmsen seinen Plan. Und der sollte weiter aufgehen: Radenko Pilcevic traf mitten ins Hagener Herz, als er mit der Schlusssirene einen Buzzerbeater aus zehn Metern zum 55:40-Halbzeitstand traf. Phoenix hatte 1,8 Sekunden vor Ende der ersten Hälfte bei einem Einwurf des MBC von der Mittellinie gepennt.

Im dritten Abschnitt sah es für eine Weile richtig düster aus für Hagen. Während den Feuervögeln fast alles misslang, stopfte Sascha Leutloff zum 67:47 für den Mitteldeutschen BC (26.). Nach einer Auszeit von Ingo Freyer keimte noch einmal ein wenig Hoffnung auf, als Jonathan Kale bis auf 52:67 verkürzen konnte. Mit einem 55:70 ging es in die letzte Viertelpause.

Als niemand mehr einen Cent auf Hagen setzte und der MBC mit den Gedanken schon auf der Heimreise war, kam Bewegung auf in der Phoenix-Halle. Quentin Pryor per Dreier und Chase Griffin mit zwei Freiwürfen verkürzten auf 71:78 (37.). Anschließend hatte Griffin noch einmal die Chance zur Ergebniskorrektur, doch er verpasste den Lay-up. Wayne Bernard von der Freiwurflinie und Ade Dagunduro machten mit dem 82:71 schließlich den Sack für den MBC zu, der letztlich verdient mit 85:75 siegte.

Das sah auch Ingo Freyer so: „Glückwunsch an den MBC, der Sieg geht absolut in Ordnung. Unsere kämpferische Einstellung hat mir heute nicht gefallen. Wir werden auch analysieren müssen, warum wir den Rebound mit 30:44 abgegeben haben, obwohl wir jetzt über einen Center mehr verfügen. Aber das passiert im Sport: Mal hat das eine Team einen Lauf, mal das andere. Heute war das der MBC. Nach diesem Wochenende wissen wir endgültig, wo wir stehen: Wir kämpfen um den Klassenerhalt.“

Bei Björn Harmsen löste der Trip an die Volme hingegen Glücksgefühle aus: „Ich bin sehr zufrieden damit, wie wir in den ersten drei Vierteln gespielt haben. Sehr beeindruckt hat mich die Atmosphäre, die in Hagen schon immer ganz besonders war. Es ist fantastisch, wie die Zuschauer trotz des für Hagen schlechten Spielverlaufs ihr Team unterstützt haben.“

Phoenix Hagen: Griffin (25/2, 6 Ass.), Kale (12, 10 Reb.), Pryor (11/2), McGee (10/3), Kruel (7), Turek (5), M. Schwarz (4), Fleetwood (1).

Mitteldeutscher BC: Elliott (19/3, 9 Reb.), Kashirov (12), Grünheid (11), Bernard (9/1), Dagunduro (9), Gamqrelidze (8/1, 7 Ass.), Leutloff (6), Gilbert (6), Khartchenkov (5/1), Pilcevic (5/1), Stucki.

Stationen: 7:16 (5.), 23:28 (10.), 30:40 (15.), 40:55 (20.), 47:63 (25.), 55:70 (30.), 63:78 (35.), 75:85 (40.).

Pressemiiteilung: Phoenix Hagen



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