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2. Liga: BBL-Entscheidung „Schritt in die richtige Richtung“
Pucki am 05.10.2009 um 13:29
Positiv hat die 2. Basketball-Bundesliga die Entscheidungen der BBL GmbH zum Einsatz deutscher Spieler in der Beko Basketball Bundesliga am vergangenen Wochenende aufgenommen, die vorsieht, dass bis zum Jahr 2012 pro Spiel sechs von zwölf eingesetzten Spielern im Besitz der deutschen Staatsangehörigkeit sein müssen.
"Das ist ein weiterer positiver Beitrag zur Verbesserung unserer gemeinsamen Bemühungen um eine bessere Nachwuchsförderung im deutschen Basketball ", betont Martin Hornberger, Vorstandsvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der 2. Basketball-Bundesliga. Er sieht in dieser Maßnahme einen weiteren "Schritt in die richtige Richtung", betont aber zugleich, dass aus seiner Sicht mit ein wenig mehr Mut der Bundesligamanager der 1. Basketball-Bundesliga mehr drin gewesen wäre, als die jetzt vorgesehene Fortschreibung der Anzahl deutscher Spieler auf dem Spielberichtsbogen.
"Der Nachteil der neuen Regelung besteht darin, dass sie sich nicht alleine an deutsche Nachwuchsspieler richtet und vor allem nicht zwingend dazu führt, dass diese Spieler auch Einsatzzeiten erhalten", erläutert Hornbergers Stellvertreter Hansjörg Tamoj, in der 2. Liga zuständig für alle Rechtsfragen und ergänzt: "Wir verstehen aber, dass die Bundesligisten der 1. Basketball-Bundesliga vor allem aus wirtschaftlichen Gründen (noch) nicht bereit sind, den konsequenten Schritt zu gehen, den die 2. Basketball-Bundesliga schon vollzogen hat."
In der 2. Basketball-Bundesliga müssen seit der Saison 2009/2010 in der Spielgruppe ProA immer zwei und in der Spielgruppe ProB immer drei deutsche Spieler auf dem Spielfeld eingesetzt werden. Bereits in der vergangenen Saison konnten deutsche Spieler mithilfe der sog. „Feldquote“ 40% (ProA) bzw. 64% (ProB) der tatsächlichen Spielzeit für sich verbuchen.
"Um ein Umdenken in den Köpfen der Bundesligamanager der 1. Basketball-Bundesliga zu erreichen, wird es in der Zukunft wichtig sein, weiter zu beweisen, dass in der 2. Basketball-Bundesliga viele gute Talente ausgebildet werden, die auch mit den bevorzugten ausländischen Spielern in der 1. Liga konkurrieren können", betont Hornberger abschließend.
Schon die ersten beiden Spieltage in der „jungen Liga“ haben gezeigt, dass auch in der Saison 2009/2010 deutsche Talente in der 2. Bundesliga ein gewichtiges Wörtchen mitreden werden. So ließ zum Beispiel der 19-jähirge Simon Schmitz (Science City Jena) bereits am ersten Spieltag aufhorchen, als er sein Team mit 30 Punkten zum 98:94 Erfolg in Hannover führte. Ebenfalls als Spielorganisator mit Scoringqualitäten zeigte sich Kai Barth (Jahrg. 1989) vom TV Langen, der gegen die Kirchheim Knights 20 Zähler markierte. In der ProB verpasste Ben Spöler von den Bayer Giants Leverkusen mit 25 Zählern Vizemeister Wolfenbüttel einen gehörigen Dämpfer. Johannes Betz wie Spöler Jahrgang 1988 - erzielte sogar noch einen Zähler mehr und war maßgeblich am 80:75 Erfolg von ProB-Aufsteiger Weißenhorn gegen die Licher Basketbären beteiligt.
Am zweiten Spieltag setzte der erst 18-jährige Filmore Beck das größte Ausrufezeichen. Für die Zweitvertretung der Deutsche Bank Skyliners markierte er satte 31 Zähler und war Garant dafür, dass die Skyliners gegen Aufsteiger Rist Wedel knapp die Oberhand behielten. Insgesamt sogar noch produktiver war Joleik Schaffrath von den Hertener Löwen. Der 20 Jahre alte Power Forward kam mit einem „Double-Double“ (16 Punkte, 15 Rebounds) gegen den RSV Eintracht Stahnsdorf auf beachtliche 32 Effektivitätspunkte.
Pressemitteilung: AG 2. Basketball Bundesliga
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