Schönen-Dunk

Jan Pommer: „30 Prozent deutsche Spielzeit – unser Ziel für die Saison 2012/13!“

Pucki am 18.08.2009 um 15:13

Am Samstag reisten zehn Mitglieder der Schoenen-Dunk-Community nach Braunschweig, um dort mit Jan Pommer, Geschäftsführer der Basketball-Bundesliga, und Dirk Kaiser, Leiter Medien und Kommunikation, über Themen zu sprechen, die die deutschen Basketball-Fans bewegen. Es war bereits das zweite Treffen mit der BBL-Führung; das erste Meeting fand im Januar 2009 in Köln statt.

Die Stimmung war locker, die Diskussion dennoch sachlich und detailliert. Wie beim ersten Mal reichte die Zeit nicht, um alle Fragen beantworten zu können. Die zweieinhalb Stunden vergingen wie im Flug. Anschließend besuchten alle Teilnehmer das Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Serbien und konnten zum Abschluss des Tages dem Sieg der Bauermann-Jungs beiwohnen.

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Wildcard und Lizenzierung
Die Ligagröße und die Wirtschaftskrise
Die BBL GmbH und ihre Finanzierung
Quote für Deutsche – 30 Prozent deutsche Spielzeit
„Arbeitslose“ Nationalspieler
Der neue BBL-Pokal
Die Verlässlichkeit des Spielplans und Basketball unter dem Weihnachtsbaum
BBL.TV, Eurosport und die Fernsehsituation
Die BBL und Europa

Wildcard und Lizenzierung

„Ich verstehe, dass das ein neuralgisches Thema ist“. Mit diesem Statement antwortete Jan Pommer auf die Frage nach dem Sinn eines Wildcardverfahrens. Nachvollziehbar erklärte er, warum es dieses Weges bedarf und wie das Wildcardverfahren abläuft.

Die BBL als höchste deutsche Liga verfüge über eine Art Monopol. Auch deswegen bräuchte es ein klares und transparentes Verfahren, wie die frei gewordenen Plätze zu vergeben seien. „Grundsätzlich könnte sich jeder bewerben.“ Da das Wildcardverfahren auch mit dem Lizenzierungsverfahren zusammenhängt, räumte er mit dem Vorurteil auf, dass die Unterlagen nur einem oberflächlichen Blick unterzogen würden. Der Gutachterausschuss besteht aus Steuerberatern, Wirtschaftsprüfern, Rechtsanwälten und Sportfachleuten mit jahrelanger Erfahrung. Diese prüfen die wirtschaftlichen Unterlagen sehr gründlich. Aber letztlich sei es immer eine Prognoseentscheidung, ob jemand in der Lage sei, eine Saison durchzuhalten. Die Profisport-Branche sei nun mal, wie es der Vorstandsvorsitzende des Hamburger SV, Bernd Hoffmann, einmal etwas überspitzt auf den Punkt gebracht hatte, ein „Hochrisiko-Geschäft der Maximierung des sportlichen Erfolges bei Vermeidung der Insolvenz“. Manche Geschehnisse – wie seinerzeit die Kölner Insolvenz – könne man in der Prüfung schlechterdings nicht vorhersehen – und ganz gefeit davor, getäuscht zu werden, sei man auch nicht.

Auch die Hallen werden einer strengen Kontrolle unterworfen. „Hut ab vor Hagen“, kommentierte Pommer, der sich beeindruckt davon zeigte, was Hagen diesbezüglich geleistet hat. Er lobte zudem den einen oder anderen „kleineren“ Club, der in der Vergangenheit im Lizenzierungsverfahren teils erhebliche Hürden mit Bravour gemeistert hätte. Auch der Kölner Rückzug wurde angesprochen. Aus Sicht Jan Pommers stellte es sich so dar, dass Köln ein Budget nachweisen konnte, mit dem andere Clubs in die neue Saison starten. Für den Standort Köln und die dortigen Ansprüche an das Produkt, so die zu späte Erkenntnis der Club-Verantwortlichen, sei der Etat nicht ausreichend gewesen. Diesen Aspekt hat die BBL den Kölnern im Übrigen mehrfach vor Augen geführt. Letztlich habe man sich aber – und dies sei auch zu respektieren – dafür entschieden, „bis zur letzten Patronenhülse“ zu kämpfen. „Einerseits nachvollziehbar, andererseits extrem ärgerlich und schädlich für die Liga.“

Das Fazit des Geschäftsführers zu diesem Themenkomplex lautete: Eine Wildcard ist pragmatisch, wenngleich es dem Abstiegskampf – zumindest rückblickend betrachtet – ein wenig die Spannung nimmt.

Die Ligagröße und die Wirtschaftskrise

Seit etwa einem dreiviertel Jahr ist die Position der BBL hier klar: Sie will mit 18 Clubs spielen, wenn es 18 geeignete Vereine gibt. Es gebe keine Planung am „grünen Tisch“, wie es zukünftig aussehen werde. Es müsse geschaut werden, wie es sich justiert und entwickelt.

Natürlich spürt die BBL mit ihren Vereinen die Wirtschaftskrise: Es ist schwieriger, Sponsoren zu finden, es ist schwieriger, von den bestehenden Sponsoren die bisherigen Beträge zu bekommen. Und es kann durchaus schwieriger werden, die Leute dazu zu bewegen, sich ein BBL-Spiel anzuschauen. Verglichen mit den anderen Basketballligen sei die Situation jedoch sehr solide. In Australien gebe es derzeit keinen Ligenspielbetrieb, und Polen und Lettland hätten derzeit massive Probleme, ihre Liga vollständig besetzt zu bekommen.

Generell ist Jan Pommer zuversichtlich, dass die BBL, gerade im europäischen Vergleich, gestärkt aus der Krise hervorgehen wird. Gründe hierfür seien das strikte und etablierte Lizenzierungsverfahren und Vereine, die verlässlich ihre Gehälter zahlen. Was Letzteres angeht, so hofft er, dass auch Agenten und Spieler umdenken und dies mehr schätzen werden.

Die BBL GmbH und ihre Finanzierung

Der Geschäftsführer vergleicht die Größe der BBL GmbH mit der eines mittleren BBL-Clubs. Einnahmequellen für die GmbH sind Sponsoring- und TV-Gelder, Events wie das BBL TOP FOUR, der BBL ALLSTAR Day und der BBL Champions Cup sowie Gebühren und Strafen, die auf die Vereine oder Spieler zukommen können. Einmal im Jahr stellt die BBL einen Finanzplan auf; die Abstimmung und Bewilligung erfolgt durch die BBL-Teams.

Quote für Deutsche – 30 Prozent deutsche Spielzeit

Für Jan Pommer ist eine Mischung aus Anreiz und Verpflichtung die richtige Kombination, wenn es um die Förderung und Ausbildung von deutschen Nachwuchsspielern geht. Dieser Mix sieht derzeit wie folgt aus: Vier deutsche Spieler sind auf dem Spielberichtsbogen vorgeschrieben, 8 Prozent des Spieleretats müssen in die Nachwuchsförderung investiert werden, für jede Spielminute eines deutschen U24-Spielers gibt es Geld aus dem Ausbildungsfonds. Zudem werden NBBL und JBBL unterstützt.

„Die derzeitigen Maßnahmen der BBL, ProA, ProB und des Verbandes werden mittel- bis langfristig den gewünschten Erfolg bringen“, so Pommer. Doch seien weitere Maßnahmen aller Beteiligten nötig, um den deutschen Basketball und damit die Bundesliga nachhaltig voranzubringen. So müsse die Nationalmannschaft als Zugpferd für den Sport allgemein und die Liga im Speziellen gestärkt werden. Anders als Bundestrainer Dirk Bauermann steht Jan Pommer aktuell einer Erhöhung der Positivquote auf sechs Spieler eher skeptisch gegenüber: „Eine Quote ist immer ein künstlicher Schutzraum. Profiteure dieses Schutzraums sind diejenigen Spieler, die es ohne die Quote schwer hätten, einen Platz in einem BBL-Kader zu erhalten.“

Der Verpflichtung, mindestens einen deutschen Spieler immer auf dem Parkett zu haben, sei ein massiver Eingriff ins Spiel und für ihn zum jetzigen Zeitpunkt nicht vorstellbar. Pommer verwies hier auf die russische Liga. Dort gebe es Co-Trainer, die ausschließlich das gegnerische und das eigene Wechselverhalten beobachteten.

Allerdings befasse man sich intensiv mit der künftigen Ausgestaltung der Nachwuchsförderung.

Im Businessplan der BBL, den er in diesem Gespräch vorstellte, ist u. a. Folgendes festgehalten:

In der Saison 2012/2013 soll die BBL einen deutschen Spielzeitanteil von 30 Prozent haben. Momentan verteilen sich knapp 17 Prozent der gesamten Spielzeit auf die Deutschen.

Wie dies zu erreichen ist, darüber wird im Herbst auf der Ligatagung diskutiert. Klar sei, dass man wieder eine Regelung für mehrere Jahre wie beim letzten Quotenbeschluss anstrebe, um Planungssicherheit zu gewährleisten. Was genau die Instrumente sein werden, darüber werde gegenwärtig gesprochen.

Ein Teilnehmer fragte, wie man denn sicherstellen wolle, dass junge deutsche Spieler eine Perspektive als Profisportler in der BBL hätten? Das war eine Frage, die vor allem zwei SD-Usern am Herzen lag, da sie selbst hoffnungsvolle junge Nachwuchsspieler sind. Jan Pommer antwortete erfrischend offen: Es sei – außer bei den Allerbesten – nicht immer sinnvoll, dass Eltern ihren Kindern sagen: ’Werd' Basketballprofi’. Es sei – anders als im Fußball – schlicht nicht genug Geld im System, um nach einer Karriere als Profibasketballer ein komplett sorgenfreies Leben führen zu können.

„Arbeitslose“ Nationalspieler

Im Forum von Schoenen-Dunk wurde es bereits diskutiert, auch bei der Gesprächsrunde wurde es angesprochen: Rund die Hälfte der aktuellen Nationalspieler besitzt keinen Vertrag für die neue Saison. Die teilweise vorgebrachten Vorwürfe der Fans, die Manager würden sich bewusst gegen deutsche Nationalspieler entscheiden, nannte Pommer „absurd“. Vielmehr sei es so, dass die Spieler – vor allem aber ihre Agenten – offenbar noch immer Summen verlangten, die vor Beginn der Wirtschaftskrise üblich waren. In Gesprächen mit den BBL-Managern sei vielmehr oft festzustellen, dass sehr wohl Interesse an deutschen Nationalspielern bestehe und man auch bereit sei, diesen mehr Gehalt zu zahlen. Schließlich böten diese Spieler etliche Vorteile: So wüsste man als Manager, was man für einen Spieler- und Charaktertyp bekomme, der darüber hinaus noch für die Medien von Interesse sei. Zudem übernähmen diese oft auch die Funktion als Zugpferd für Fans und Sponsoren. Pascal Roller, der von Manager Gunnar Wöbke als Franchise-Player bezeichnet wird, ist wohl das prominenteste Beispiel der Liga.

Ein weiterer Grund, warum einige Nationalspieler noch auf Vereinssuche sind, sei zudem, dass viele andere Optionen – anders als in den Vorjahren – nicht mehr uneingeschränkt verfügbar seien. So würden zahlreiche süd- und osteuropäische Vereine nun ohne die bisherigen Mäzene auskommen müssen, teilweise brächen Sponsoren weg.

Der neue BBL-Pokal

„Die Änderung des Pokalmodus erfolgte deshalb, weil keiner der Beteiligten damit zufrieden war.“ Deutliche Worte, die aber auch mit Zahlen belegt wurden. Die wichtigste Erkenntnis: Die Mehrheit der Zuschauer interessiert sich nur für die Top-Spiele, also die BBL-TOP-FOUR-Partien. Maximal die Runde davor sei von Interesse. Die Zuschauerzahlen bei Pokalspielen der ersten Runden seien schlichtweg unbefriedigend, teilweise erschreckend gewesen. Auch der aus dem Fußball bekannte David-gegen-Goliath-Effekt sei nicht da. Im Jahr 2000 stand mit den Dragons aus Rhöndorf das letzte Mal ein Zweitligist im BBL TOP FOUR. „Basketball ist ein Highscoring-Game. Glückstreffersiege wie St. Pauli gegen Bayern München sind äußerst selten“, sagt Pommer.

„Mit Blick auf den Spielplan entlastet die neue Regelung die Vereine“, so Pommer weiter. Der BBL-TOP-FOUR-Termin im April stehe fest. Daran wolle man auch festhalten. In den nächsten Jahren könnte das Pokalwochenende eventuell etwas früher stattfinden. Vor der Entscheidung, den Modus zu ändern, hat die BBL den Pokal-Wettbewerb in den anderen europäischen Ligen unter die Lupe genommen und ausgewertet. Das Fazit: Eine abgespeckte Version der spanischen Variante ist der Königsweg. Der BBL-Führung ist aber skeptisch, dass der spanische Modus (viertägiges Playoff-Turnier / Final Eight) in Deutschland für ausreichende Begeisterung sorgen werde. Auch sieht man nicht das Potenzial, dass sich diese kurzfristig entwickeln könne. Sollte jedoch Interesse in Form von sehr akzeptablen Zuschauerzahlen vorhanden sein, wäre eine Zusammenlegung der Pokalrunden denkbar. Die Entscheidung für den neuen Modus sei mit deutlicher Mehrheit gefallen. Auch der DBB und die Zweite Liga hätten der Änderung positiv gegenübergestanden.

Der Austragungsort des BBL TOP FOURS wurde per Ausschreibung ermittelt. Für das kommende BBL TOP FOUR gab es vier Bewerber, von denen Frankfurt das beste Gesamtpaket geboten hatte. Für den Zuschlag sind neben der Aussicht auf eine ausverkaufte Halle mit guter Stimmung die Finanzen, ein überzeugendes Konzept, Medienpartner, ein erprobtes Ticketing und die sonstigen Rahmenbedingungen ausschlaggebend. Auch zukünftig erhält man im BBL-Pokal Punkte für das Euro-Ranking. Abgeschafft wurden jedoch die Punkte für die Halbfinal-Teilnahme. Dadurch wird verhindert, dass der Ausrichter quasi „kampflos“ mit zwei Punkten bedacht wird.

Die Verlässlichkeit des Spielplans und Basketball unter dem Weihnachtsbaum

Ein Thema, das bereits beim ersten Treffen angesprochen wurde: Der Spielplan, die Spielverlegungen und die damit verbundene Unsicherheit für (Auswärts-)Fans. „Die Terminplanung ist von vielen verschiedenen Faktoren abhängig“, erklärte Jan Pommer. Da wäre einerseits die Hallenbelegung zu nennen, die sich z.B. für Bonn wesentlich positiver darstellt, als in Berlin oder Göttingen, wo man die Halle mit anderen Veranstaltungen teilen muss. Andererseits beeinflussen kurzfristige Verlegungen aufgrund von TV-Übertragungen oder die Verlegung von europäischen Begegnungen den hiesigen Spielplan. Hier wies der BBL-Geschäftsführer vor allem auf die regelmäßig sehr späte Fertigstellung der Spielpläne der drei europäischen Wettbewerbe hin. Die BBL ihrerseits hat die Spielplanung noch einmal um drei Monate vorgezogen, um den Vereinen mehr Planungssicherheit zu geben. Bereits jetzt würden die Vereine über einen Rahmenspielplan für die Saison 2010/2011 informiert.

Eine Verlängerung der Saison sei nicht möglich; früher zu starten sei insofern schwierig, da den Nationalspielern nach einer EM, WM oder Olympischen Spielen eine entsprechende Trainingsphase mit den jeweiligen Klubs gewährleistet werden müsse. Ein späteres Saisonende geben die ULEB- und FIBA-Regularien nicht her, da der Meister bis zur dritten Juniwoche feststehen muss. Ein Termin, den man der BBL bisher habe „durchgehen lassen“.

Zur Reduzierung des Termindrucks wird nun wieder an den Weihnachtsfeiertagen gespielt. Bei diesen Überlegungen habe man sich vor allem am Handball und Eishockey orientiert. In beiden Ligen gehören die Weihnachtsspiele zu den traditionell besser besuchten Partien in der Saison. Die bisherigen BBL-Begegnungen, die während der Feiertage stattfanden, hätten diese Haltung bestätigt. „Natürlich ist uns bewusst, dass die amerikanischen Spieler nicht nach Hause fliegen können. Aber auch viele andere Berufstätige können Weihnachten nicht mit der Familie verbringen und müssen arbeiten“, sagt Pommer. Das gehöre nun einmal zu den bekannten Risiken des Profisportler-Daseins.

BBL.TV, Eurosport und die Fernsehsituation

Wenig Neues gab es zum Fernsehen. Die BBL ist nun wieder Inhaberin ihrer Fernseh- und Vermarktungsrechte. Da gegenwärtig noch die Verhandlungen mit allen Fernsehsendern, darunter Eurosport, DSF, Sky und Sportdigital, laufen, konnte Jan Pommer hier nicht ins Detail gehen. Positiv hob er hervor, dass in der letzten Saison die Berichterstattung der BBL im Free-TV bei den Privaten und den öffentlich-rechtlichen Programmen um ca. 40 Prozent gestiegen sei; die Reichweite habe sich um 20 Prozent verbessert. Unberücksichtigt dabei blieben allerdings die Kabel- und Satellitenprogramme, auf den Sportdigital gelaufen sei. In diesen Fällen könne man die Zahlen nur grob schätzen – dies lehne man jedoch ab, weil es nicht komplett verlässlich und seriös sei.

Nach den Verhandlungen werde man sich für das beste Angebot entscheiden. Das Ziel müsse sein, die frei empfangbare Präsenz der BBL weiter zu steigern und seriell zu festen Terminen stattzufinden.

Hinsichtlich Sportdigital hielt sich Jan Pommer bedeckt. Er lobte das Programm und die Tatsache, dass pro Saison über 100 Spiele gezeigt worden seien. Allerdings sei die Situation nicht einfacher geworden, seit Sportdigital die Handballrechte nicht mehr besitze. Was sich beim fünften Finalspiel ereignet habe, sei „Mist“ gewesen. Der Ausfall von Sportdigital habe zwar nur etwa 15 Prozent der Zuschauer betroffen, dennoch dürfe so etwas nicht vorkommen. Auch das Nichtzustande-Kommen einer Einigung mit Eurosport erklärte Jan Pommer: Man habe bei den Verhandlungen mit Eurosport mehrfach darauf hingewiesen, dass es ein fünftes Spiel geben könne – Eurosport habe sich jedoch dafür entschieden, darauf zu vertrauen, dass nach vier Spielen alles entschieden ist. 24 Stunden vor dem fünften Spiel nachzuverhandeln habe deswegen zu keinem Erfolg geführt, weil Sportdigital sein wertvollstes Produkt nicht mehr hergeben wollte. Dass man aufgrund dieser Ausgangslage in technischer Hinsicht mit großen Problemen zu kämpfen hatte, sei schwer verständlich und nicht leicht zu verzeihen gewesen.

Die BBL und Europa

Auf den Streit über die Zukunft der europäischen Wettbewerbe angesprochen, stellte Jan Pommer die Position der BBL klar und deutlich dar. Die BBL stehe zu den Konzepten des Euroleague-Chefs Jordi Bertomeu. Die Euroleague müsse die europäischen Club-Wettbewerbe organisieren, wenngleich man über eine kleinere Beteiligung der FIBA nachdenken könne. Die drei Wettbewerbe sollten mittelfristig auf zwei reduziert werden. In den Abstimmungen vertrete er, Jan Pommer, die BBL. Allerdings gäbe es natürlich Rücksprachen mit den Clubs, die Leitlinien seien abgestimmt.

Das Ziel der BBL in dem Prozess ist es, dafür zu sorgen, dass die Ausländerregeln in den Wettbewerben denen der jeweiligen Ligen angepasst werden. Zudem muss in Europa herausgestellt werden, dass es in der BBL einen intensiven Wettbewerb um die Meisterschaft gibt. Dies müsse bei der Bewertung der sportlichen Erfolge eine Rolle spielen. ALBA Berlin, der absolute Top-Club, hat es deutlich schwerer, Meister zu werden, als beispielsweise Proteas Limassol oder Apoel Nikosia auf Zypern. Daher steht die BBL auch geschlossen hinter der Quali-Wildcard für ALBA.

Mit einem selbstbewussten Statement zur Qualität des BBL-Wettbewerbs schloss Jan Pommer den BBL-Talk ab: „Unser Wettbewerb, ausgenommen Spanien, ist in der Dichte besser als alle anderen in Europa.“

Text: Pucki und Gruebler
Fotos: Pucki und MegafonMANN

Hier geht es zum Bericht des ersten Treffens.



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