Schönen-Dunk

Rund um die Playoffs mit Gruebler, Lomax und in-the-game.org

Lomax am 19.05.2009 um 12:00

Dieses Wochenende starten die Playoffs. Zeit für uns auf schoenen-dunk.de einen Blick auf die Viertelfinalpaarungen zu werfen und auf all das, was sonst noch wichtig ist. Bevor es aufs Parkett geht, ein Hinweis in eigener Sache: Meldet euch für das SD-Playoff-Managergame an. Die Zeit rennt auch für das Schoenen Dunk Tippspiel.

Die Vorschau auf die Viertelfinalpaarungen gibt es von unserem Gastschreiber Gruebler gespickt mit Links zu Taktiken und Deep-Rostern der Teams von in-the-game.org. Nicht zu vergessen sind auch die Tipps von Pucki.

ALBA Berlin vs. Paderborn Baskets

Taktik und Roster ALBA Berlin
Rettungskonto Paderborn

Man muss es wohl niemandem erklären: ALBA ist auf jeder Position individuell besser und als Mannschaft tiefer besetzt. Für den Fall einer Verletzung warten zwei Nationalspieler auf der Bank und einer auf der Tribüne auf ihren Einsatz.

Wie kann Paderborn Punkten? Findet Nino Garris (mit Herzflattern) plötzlich zu alter Stärke zurück? Angedeutet hat er es. Reicht ein Chris Ensminger im Frontcourt aus um die lange Garde der Albatrosse wenigstens in einem Spiel so richtig zu ärgern?

Gruebler’s Tipp: 3:0 für ALBA (mehr lesen)
Pucki’s Tipp: 3:1

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MEG Göttingen vs. Brose Baskets Bamberg

Taktik und Roster Brose Baskets
Youtube-Channel der Veilchen

Göttingen hat Heimrecht in der Lokhölle. Fünfzehn Siege, zwei Niederlagen. Heimstark sind die Veilchen. Wer noch immer glaubt, dass Göttingen die Rolle des Underdogs einnimmt, der muss die letzten Monate im Winterschlaf gelegen haben. Das leela Wunder dieser Saison hat unglaublich viel Aufmerksamkeit verdient und bekommen. Nun müssen sie zeigen, dass es nicht nur ein Hauptrundenhöhenflug war, sondern die Mannschaft in den Playoffs for real ist.

Wegen der Verletzungen ihrer Topscorer Kyle Bailey und Charles Lee sind sie handicapped. Doch auch ohne Lee und Bailey haben sie spätestens gegen Oldenburg gezeigt, dass sie mit der vertrauten Taktik gewinnen können.

Aber können die Brose Baskets Bamberg das ausnutzen? Nach mieser Hinrunde haben sie sich sicher auf den siebten Tabellenplatz gespielt. Vergessen sind die Trainerdebatte und die neverending story Heyder-vertickt-Jako-Arena-an-die-Stadt. Der gewohnte Midseasonumbau trägt Früchte. Brose von heute heißt Superscorer Predrag “Peja” Suput, Center Elton Brown und ein fitter John Goldsberry.

Man wird kaum mehr behaupten können, dass es ein lustloses oder bestenfalls wankelmütiges Team ist wie zu Beginn der Saison. Aus mehr als nur einer Ecke der Republik ertönen Unkenrufe, dass niemand Bamberg vor dem Finale wird stoppen können.

Gruebler’s Tipp: 1:3 für Bamberg (mehr lesen)
Pucki’s Tipp: 2:3 für Bamberg

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EWE Baskets Oldenburg vs. Deutsche Bank Skyliners Frankfurt

Taktik und Roster Frankfurt
Pressekonferenz Oldenburg

Es ist das einzige Duell zweier großer und reicher Teams im Viertelfinale. Das einzige Duell ohne Playoffneuling. Die EWE Baskets Oldenburg (3. Platz) treffen auf die Deutsche Bank Skyliners Frankfurt (6.). Zwei EuroChallenge-Teams und letztjährige Halbfinalisten müssen sich in der ersten Runde messen. Es ist der Wettstreit zweier gut gecoachter und sehr ambitionierter Mannschaften. Wer wird in diesem Viertelfinale am Ende die Nase vorn haben?

Oldenburg ist diese Saison bislang allen Erwartungen gerecht geworden. Sie haben von Anfang an eine extrem gute Leistung geboten und sind als Mannschaft aufgetreten. Die zweite Runde der EuroChallenge war die erste Belohnung. Die Oldenburger spielen vortrefflichen Basketball. Eine individuell überragende Guard-Trias um MVP Gardner überzeugt. Unter den Brettern wurde ein eingespielter Frontcourt punktuell und klug verstärkt. Oldenburg ist einfach eine stimmige Mannschaft mit einem Haken: Zumindest Paulding und Gardner müssen für fast 40 Minuten ran.

Die Skyliners haben wohl einen der tiefsten Kader der Liga. Frankfurt hat früh begeistert aber wurde durch verschiedene Verletzungen und schließlich eine übervolle Bank immer wieder neu zusammengestellt. Vielleicht liegt hierin aber auch eine Stärke: Viele Spieler mussten Verantwortung übernehmen. Wohl kein anderes Playoffteam verteilt die Verantwortung auf so vielen verschiedenen Schultern. Defensiv extrem stark. Offensiv gefährlich, aber mit einer notorischen Schwäche gegen Playoffteams – mit einer markanten Ausnahme: Oldenburg.

Gruebler’s Tipp: 3:2 für Oldenburg (mehr lesen)
Pucki’s Tipp: 3:1 für Oldenburg

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Telekom Baskets Bonn gegen Ratiopharm Ulm
Taktik und Roster Bonn
Mike Taylos Vorschau

Bei diesem Duell kann Dirk Bauermann gleich Quartier beziehen und Spieler unter Wettbewerbsbedingungen scouten. Bei keiner anderen Playoffpaarung steht eine ähnliche Anzahl junger deutscher Spieler auf dem Parkett: Hier sind es drei. Günther, Betz und King…

Bonn hat diese Saison schon unglaublich viel erreicht. Pokal Top4, einen sicheren Platz im EuroCup für die nächste Saison und nicht zuletzt das Viertelfinale in der EuroChallenge. Gegen Bologna war dann Schluss. Doch Vorsicht, das letzte deutsche Team, was so weit kam, das waren die Kölner in ihrer Meistersaison. Wer wie das Bonner Team auf europäischem Parkett Format beweisen kann, sollte für Playoffs gut gerüstet sein.

Vor der Saison sahen nur wenige Ulm überhaupt in den Playoffs. Das Team um Jeff Gibbs hat es allen gezeigt. Die Playoffposition erkämpft, so wie Jeff um Rebounds fightet: Mit unermüdlichem Einsatz und trotz aller Widrigkeiten und Größenunterschieden. Die Ulmer spielen einen Basketball mit hohen Effizienzwerten. Viele Punkte, viele Rebound und – auch dank Rookie Per Günther – viele Assists. Nur sind die Ulmer ein Team, dass schon reif genug für Playoffs ist?

Gruebler’s Tipp: 3:2 für Bonn (mehr lesen)
Pucki’s Tipp: 3:1 für Bonn

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Ein kurzer Überblick von Lomax: Mai 2009, der Playoff-Monat für Sieger und Verlierer, Heros und Zeros. Hier werden Helden gemacht und Dramen geschrieben. Ob im größten Berliner Sauerstoff-Tempel, ob auf einem schwäbischen Kuhberg oder in einer Lokhalle ohne Züge.

Wer stemmt im Juni das Brett in die Höhe, wer trinkt Schampus und welche hängenden Köpfe lassen sich wertloses Silber um den Hals baumeln? Nie war es spannender, nie enger und nie war es ein toteres Rennen, sofern keiner der Favoriten an der Kniescheibe des Underdogs hängen bleibt. 8 Teams, 4 Serien aber nur einmal Holz.

Krösus Berlin (1.) gegen Kirchenmaus Paderborn (2.)

Der Unterschied zwischen Wurst und Brötchen ergibt sich schon beim Verlesen der Startformationen. So richtig bewusst wird einem das auch erst, wenn der Hallensprecher hinter Zwiener, Herber, Najdfeji oder Jenkins kurz Luft holt, nen Absatz macht und den Zusatz bringt: "und jetzt die Starting Five der Albatrosse" ...

Auf der einen Seite geschmückte Goldleibchen, bei denen der Coach vor lauter Schenkenklopfen aufgrund qualitativer Allstar-Schwemme nicht in den Schlaf kommen dürfte. In der linken Ecke die bereits vor dem Serienstart auf verlorenem Posten stehenden Gladiatoren der Westfalen. Ein Außenseiter, dessen Playoffs schon lange vor dem Herzkasper-Duell gegen die Lila Laune-Bären aus Göttingen begannen. Zu einem Zeitpunkt, im Februar kurz vor dem megahippen Liga-Brimborium, als beim Faß ohne Boden mal kurz der Deckel gelüftet wurde und ein modriger Konkurs-Geruch nach oben kroch. So leid mir das für den Underdog dieser Serie tut, so sehr man mit den kleinen und meist fiesen Gemeinen mitfiebert, aber hier hat eindeutig der Hauptstadt-Vogel die längeren Federn.

Fazit: Paderborns Final-Countdown endet mit einem Sweep
Lomax tippt: ALBA Berlin – Paderborn Baskets 3:0

Lila-Brown Göttingen (2.) gegen Gold-Brown Bamberg (7.)

Erst wurden sie nicht ernst genommen, dann unterschätzt, am Ende gingen ihnen die Leistungsträger aus. Doch die MegNiedersachsen schluckten tapfer und ersetzten die ihre Backcourt-Reihe im Stil einer preußischen Armee, in der die zweite Reihe nachrückte, nachdem die erste fällt. So hebelte Coach Patricks Rucker Park Philosophie bis hin zum Paderborner Showdown die Liga aus und schob sich auf den ursprünglichen Bonner Stammplatz.

Das napoleonische Heer aus Franken setzt nach einer Sommerpause bis Dezember auf die Playoff-Farbe Rot. Soll wohl soviel heißen wie Stopp, hier geht’s nicht weiter. Nach der Auferstehung von Goldie, Blamieren oder Kassieren auf der 5 um Elton und Alex sowie dem erwachten Suput, wäre ein Zerbröseln des regulären Vize nur von der Ranglistennummer (2. vs. 7.) eine Überraschung.

Fazit: Ein Göttinger Waterloo im Viertelfinale
Lomax tippt: MEG Göttingen – Brose Baskets 0:3


Ewoks (3.) gegen Rollerblader (6.)

Gärtner gegen Roller, nic gegen din, balkamerikanische Philosophie gegen unberechenbare Nadelstiche aus dem Halbmond-Land mit Sternchen. Allein für das Einfädeln der Eurosport-Übertragung gebührt Magic Murat ein dickes sağol. Qualitativ gesehen liegen beide Startformationen auf Augenhöhe, die Skyliners haben allerdings eine tiefere Bank.

Macht Paul sein Ding oder wird der Ewok das Zünglein an der Waage? Die in den letzten Wochen der Vorsaison arg gerupfte

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