BBL

Experten küren Per Günther zum „Rookie of the Year“

Lomax am 28.04.2009 um 12:16

6. Mai 2007, Paderborn. Per Günther kämpft, rackert, treibt an. Sein Team, Phoenix Hagen, steht im Endspiel um die erste deutsche Meisterschaft in der Nachwuchs Basketball Bundesliga (NBBL). Gegner ist das Team Urspring, der haushohe Favorit auf den Titelgewinn. Der damals 19 Jahre junge Point Guard will sich nicht damit abfinden, dass seine Mannschaft auf eine Niederlage zusteuert. Er reißt das Spiel an sich, übernimmt in der Offensive Verantwortung und arbeitet in der Verteidigung unermüdlich. Es hilft nichts: Trotz seiner 19 Punkte, mit denen er zum Topscorer seiner Farben avanciert, unterliegen die Hagener mit 61:82. Eine Saison später hinterlässt der mittlerweile der NBBL entsprungene „Dauerläufer“ in der ProA seine Duftmarke: 14,5 Punkte pro Partie bringen dem weiterhin für Phoenix Hagen auf Korbjagd gehenden Regisseur am Ende der Spielzeit den Titel „Youngster des Jahres“ ein.

19. April 2009, Trier: Der flinke und pfeilschnelle 1,84-Meter-Mann der Marke „klassischer Einser“ erzielt in der Basketball Bundesliga (BBL) sein persönliches Karriere-Highlight: 14 Zähler steuert „The Quick“ zur 63:82-Niederlage seines aktuellen Arbeitgebers, ratiopharm Ulm, gegen TBB Trier bei. Obwohl die Begegnung verloren ging, wartet die spannendste Phase der Saison 2008/2009 noch auf ihn – die Playoffs. In diese geht der mittlerweile 21-Jährige, der sämtliche Jugend-Nationalmannschaften des Deutschen Basketball Bundes (DBB) durchlaufen hat und erst kürzlich von Bundestrainer Dirk Bauermann in den A2-Kader berufen wurde, als
„Rookie of the Year“. Der nach Aussage seines Coaches Mike Taylor „momentan beste deutsche Aufbauspieler“ erhielt bei der Wahl zum „Rookie of the Year“ 90 Punkte und verdrängte damit seinen A2-Teamkollegen Johannes Lischka (LTi Giessen 46ers) auf Rang zwei. Für den Forward wurden 82 Punkte notiert. Auf dem dritten Platz, mit 23 Punkten, landete der Nachwuchs-Center der Köln 99ers, Tibor Pleiß.

Per Günther, der in seiner ersten BBL-Spielzeit durchschnittlich 15,0 Minuten auf dem Parkett steht, 1,4 Assists verteilt und dem Dirk Bauermann „eine Perspektive für die A-Nationalmannschaft“ bescheinigt, tritt die Nachfolge von Philipp Schwethelm (Köln 99ers) an, der diesmal mit Platz fünf Vorlieb nehmen musste. Im Gegensatz beispielsweise zur NBA verzichtet die BBL darauf, dass ein „Rookie“ tatsächlich seine erste Saison in der Beletage spielt. Entscheidendes Kriterium war somit, dass die Spieler dem Jahrgang 1987 oder jünger angehören.

Aufgerufen zur Wahl waren die 18 Chef-Trainer der BBL und Medienvertreter. Diese hatten auch darüber zu befinden, wer mit dem Titel „Newcomer of the Year“ bedacht wird. Dieser geht, nach einem lange Zeit spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen, an Roderick Trice von MEG Göttingen. Der 1,88 Meter große und extrem sprunggewaltige Shooting Guard US-amerikanischer Herkunft setzte sich mit 64 Punkten knapp gegen seinen schärfsten Verfolger, Brandon Bowman von den Telekom Baskets Bonn, durch. Dieser erhielt vom Expertengremium 58 Punkte. Mit der Hälfte der Bowmann’schen Punkte schaffte es Christopher Copeland (TBB Trier) auf Rang drei. Trice, der vor Saisonbeginn vom ProA-Ligisten Cuxhaven BasCats zu den „Veilchen“ gewechselt war, zählt mit durchschnittlich 12,6 Punkten und 5,6 Rebounds zu den Stützpfeilern im Team von John Patrick. Zudem führt der Nachfolger von Bobby Brown (ALBA Berlin) die Liste der besten „Balldiebe“ an. Seine 2,6 Steals pro Spiel sind Liga-spitze; in der Kategorie „Effektivität“ rangiert Trice auf Rang fünf. Zur Wahl standen sämtliche Akteure des Jahrgangs 1984 und jünger, die ihre erste BBL-Saison absolvieren.

Am morgigen Mittwoch gibt die BBL die Gewinner in den Kategorien „Most Valuable Player“ und „Coach of the Year“ sowie das All-BBL-First- und All-BBL-Second-Team bekannt.

Pressemitteilung: BBL

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