Giants Nördlingen
Nördlingen schlägt die Eisbären erneut nach Overtime
Lomax am 26.04.2009 um 18:34
Algirdas Milonas heißt der Chefcoach der Eisbären Bremerhaven. Der Litauer hat am Samstagabend mit seinem Team gegen die Giants Nördlingen verloren. Wie im Hinspiel. Damals, im Norden Deutschlands, musste man in die Verlängerung. Jetzt, einige 100 Kilometer weiter südlich, musste wieder die Overtime herhalten bis es einen Sieger gab. Und erneut waren es die Giants aus Nördlingen, die sich mit einem 91:84-Sieg vom eigenen Publikum für diese Saison verabschiedeten.
Zweimal hat Milonas mit seinem Team gegen die Rieser nach Verlängerung verloren. Kein Wunder, dass er in der Pressekonferenz süffisant erklärte, Nördlingen in wenig guter Erinnerung zu behalten. Dabei ist er in guter Gesellschaft. Sieben Mal, sooft wie kein anderes Team der Liga, gaben die Nördlinger einen kostenlosen Zuschlag. Fünf Spiele davon konnten sie gewinnen. Dass es am Samstag noch für eine Verlängerung reichte haben die Rieser ihrem Spielmacher Danny Gibson zu verdanken. Dieser netzte zwischen der 30. und 36. Minute fünfmal in Folge von jenseits der Dreipunktlinie ein.
Es herrschten die Offensivstrategen. Bei den Gästen versuchte man das „one-touch-Spiel“, war man doch sichtlich bemüht, durch schnelles Passspiel die Schützen in gute Position zu bringen. Sieben erfolgreiche Dreier aus elf Versuchen in der ersten Halbzeit waren der Lohn schönen Mannschaftsspiels. Dieses blitzte bei den Giants nur ansatzweise auf, schien man doch die besseren Einzelkönner zu haben. Monta McGhee mit unwiderstehlichem Drive zum Korb oder auch Brian Butch als Center mit der Lizenz für den Dreipunktwurf hielten die Nördlinger im Spiel, förderten aber nicht das Mannschaftsspiel an sich. Das beide Teams das Spiel gewinnen und noch Werbung in eigener Sache betreiben wollten war unabstreitbar. Zu groß war aber die Verkrampfung und die Nervosität. Der 43:47-Halbzeitstand aus Sicht der Nördlinger entsprach dann auch nicht unbedingt den Erwartungen der 2300 Zuschauer, hatte man sich doch gegen den ersten sportlichen Absteiger Bremerhaven etwas mehr erwartet.
Wer nun dachte, im dritten Viertel würden die Zügel etwas angezogen und die Verteidigungsarbeit gefördert sah sich auf dem Holzweg. Lediglich Carl Mbassa und Derrick Lang zeigten sichtbare Absichten, dem Gegner das Spielgerät streitig zu machen. Immerhin ließ der Turnoverquote bei den Nördlingern merklich nach, während sie auf Bremerhavener Seite konstant hoch blieb. Leider verletzte sich Dreierspezialist Osvaldo Jeanty zu Beginn des Viertels so schwer, dass er nicht mehr in das Spielgeschehen eingreifen konnte. Dennoch trieben die Kraterboys die Gäste vor sich her, konnten jedoch bis zur 30. Minute die Eisbären nicht überholen. Dann packte Danny Gibson seinen Bärentöter aus. Mit einem Dreier holte er die Führung für die Rieser zurück. 64:63.
12 Sekunden nach Beginn des vierten Druchgangs schlug es schon wieder im Bremerhavener Gebälk ein. Erneut hatte Gibson abgedrückt. Dies wiederholte sich dreimal, wohl aufgrund der durch den Nichtangriffspakt fehlenden Verteidigung, aber natürlich auch durch den heißlaufenden ehemaligen Cuxhavener, der die Eisbären nun alleine erlegte. Auf der Gegenseite scorten die Norddeutschen ebenfalls fleissig, hatten aber mit ihrem Center Gadri-Nicholson eben keinen Dreierspezialisten. Auch hier wurde größtenteils auf Versuche verzichtet, den Angriffselan der Gäste zu stören. Beim 79:73 in der 37. Minute stoppten die Nördlinger dann auch ihre Angriffsbemühungen. Es kam, wie es kommen musste: gut eine Minute vor Ende der regulären Spielzeit netzte Eisbär Micheal Gansey seinen sechsten Dreipunktwurf ein – bei zehn Versuchen eine durchaus verteidigungswürdige Quote. Auch bemerkenswert: im vierten Viertel punktete der Aufsteiger aus dem bayerischen Schwaben ausschließlich mit Dreipunkwürfen.
Allen Anschein nach aber war die Verlängerung seitens der Nördlinger von langer Hand geplant. Denn in den letzten fünf Minuten zeigte man endlich feinen Teambasketball. Auch langte man in der Verteidigung nun fester hin. Fünf Punkte gestattete man dem Absteiger noch, allesamt durch Gansey. Die letzten beiden Punkte der Nördlinger erzielte der Spieler, der nebem dem verletzt fehlenden Ty Shaw wohl das größte Kämpferherz während der ganzen Saison zeigte: Monta McGhee.
Letztendlich war es ein sehr spektakulärer Abschluss für die Giants Nördlingen zusammen mit ihren Fans und Zuschauern. Man bot noch einmal flotten Offensivbasketball, ging in die Verlängerung und gewann. Die Fans dankten es dem Team, indem sie noch lange für Autogramme Schlange standen. Mit der Tatsache, sportlich den Ligaerhalt in der Tasche zu haben, wird auch dieses Spiel in angenehmer Erinnerung bleiben – nur nicht für Herrn Milonas.
Pressemitteilung: Giants Nördlingen
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Zweimal hat Milonas mit seinem Team gegen die Rieser nach Verlängerung verloren. Kein Wunder, dass er in der Pressekonferenz süffisant erklärte, Nördlingen in wenig guter Erinnerung zu behalten. Dabei ist er in guter Gesellschaft. Sieben Mal, sooft wie kein anderes Team der Liga, gaben die Nördlinger einen kostenlosen Zuschlag. Fünf Spiele davon konnten sie gewinnen. Dass es am Samstag noch für eine Verlängerung reichte haben die Rieser ihrem Spielmacher Danny Gibson zu verdanken. Dieser netzte zwischen der 30. und 36. Minute fünfmal in Folge von jenseits der Dreipunktlinie ein.
Es herrschten die Offensivstrategen. Bei den Gästen versuchte man das „one-touch-Spiel“, war man doch sichtlich bemüht, durch schnelles Passspiel die Schützen in gute Position zu bringen. Sieben erfolgreiche Dreier aus elf Versuchen in der ersten Halbzeit waren der Lohn schönen Mannschaftsspiels. Dieses blitzte bei den Giants nur ansatzweise auf, schien man doch die besseren Einzelkönner zu haben. Monta McGhee mit unwiderstehlichem Drive zum Korb oder auch Brian Butch als Center mit der Lizenz für den Dreipunktwurf hielten die Nördlinger im Spiel, förderten aber nicht das Mannschaftsspiel an sich. Das beide Teams das Spiel gewinnen und noch Werbung in eigener Sache betreiben wollten war unabstreitbar. Zu groß war aber die Verkrampfung und die Nervosität. Der 43:47-Halbzeitstand aus Sicht der Nördlinger entsprach dann auch nicht unbedingt den Erwartungen der 2300 Zuschauer, hatte man sich doch gegen den ersten sportlichen Absteiger Bremerhaven etwas mehr erwartet.
Wer nun dachte, im dritten Viertel würden die Zügel etwas angezogen und die Verteidigungsarbeit gefördert sah sich auf dem Holzweg. Lediglich Carl Mbassa und Derrick Lang zeigten sichtbare Absichten, dem Gegner das Spielgerät streitig zu machen. Immerhin ließ der Turnoverquote bei den Nördlingern merklich nach, während sie auf Bremerhavener Seite konstant hoch blieb. Leider verletzte sich Dreierspezialist Osvaldo Jeanty zu Beginn des Viertels so schwer, dass er nicht mehr in das Spielgeschehen eingreifen konnte. Dennoch trieben die Kraterboys die Gäste vor sich her, konnten jedoch bis zur 30. Minute die Eisbären nicht überholen. Dann packte Danny Gibson seinen Bärentöter aus. Mit einem Dreier holte er die Führung für die Rieser zurück. 64:63.
12 Sekunden nach Beginn des vierten Druchgangs schlug es schon wieder im Bremerhavener Gebälk ein. Erneut hatte Gibson abgedrückt. Dies wiederholte sich dreimal, wohl aufgrund der durch den Nichtangriffspakt fehlenden Verteidigung, aber natürlich auch durch den heißlaufenden ehemaligen Cuxhavener, der die Eisbären nun alleine erlegte. Auf der Gegenseite scorten die Norddeutschen ebenfalls fleissig, hatten aber mit ihrem Center Gadri-Nicholson eben keinen Dreierspezialisten. Auch hier wurde größtenteils auf Versuche verzichtet, den Angriffselan der Gäste zu stören. Beim 79:73 in der 37. Minute stoppten die Nördlinger dann auch ihre Angriffsbemühungen. Es kam, wie es kommen musste: gut eine Minute vor Ende der regulären Spielzeit netzte Eisbär Micheal Gansey seinen sechsten Dreipunktwurf ein – bei zehn Versuchen eine durchaus verteidigungswürdige Quote. Auch bemerkenswert: im vierten Viertel punktete der Aufsteiger aus dem bayerischen Schwaben ausschließlich mit Dreipunkwürfen.
Allen Anschein nach aber war die Verlängerung seitens der Nördlinger von langer Hand geplant. Denn in den letzten fünf Minuten zeigte man endlich feinen Teambasketball. Auch langte man in der Verteidigung nun fester hin. Fünf Punkte gestattete man dem Absteiger noch, allesamt durch Gansey. Die letzten beiden Punkte der Nördlinger erzielte der Spieler, der nebem dem verletzt fehlenden Ty Shaw wohl das größte Kämpferherz während der ganzen Saison zeigte: Monta McGhee.
Letztendlich war es ein sehr spektakulärer Abschluss für die Giants Nördlingen zusammen mit ihren Fans und Zuschauern. Man bot noch einmal flotten Offensivbasketball, ging in die Verlängerung und gewann. Die Fans dankten es dem Team, indem sie noch lange für Autogramme Schlange standen. Mit der Tatsache, sportlich den Ligaerhalt in der Tasche zu haben, wird auch dieses Spiel in angenehmer Erinnerung bleiben – nur nicht für Herrn Milonas.
Pressemitteilung: Giants Nördlingen
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