FORWARD

FORWARD- Herzöge Wolfenbüttel - Überraschend erfolgreich

Lomax am 20.04.2009 um 17:18

Die Herzöge Wolfenbüttel sind die Überflieger in der ProB. Den möglichen Aufstieg wollen sie trotz kleiner Halle und geringen Budgets realisieren. Die Merlins aus Crailsheim, die Dragons aus Rhöndorf, ja selbst den USC Freiburg, der aktuell gegen den Abstieg kämpft, hatten die meisten auf der Rechnung, ging es um die Aufstiegskandidaten in der ProB. Niemand, aber auch wirklich niemand traute den Herzögen Wolfenbüttel einen Spitzenplatz zu. Doch die Mannschaft des neuen Trainers Mahmut Ataman belehrte alle Experten, aber nicht zuletzt auch sich selbst, eines Besseren.

Seit Saisonbeginn mischen die Herzöge in der Spitzengruppe mit, Anfang April war ihnen der Aufstieg mit sechs Punkten Vorsprung auf den Dritten Hertener Löwen kaum noch zu nehmen. „Niemand konnte damit rechnen, dass wir um den Aufstieg in die ProA mitspielen. Wir selbst haben es auch nicht getan“, scheint Ataman selbst noch überrascht vom eigenen Erfolg. Doch der Trainer hat in Wolfenbüttel viele gute Charaktere vorgefunden, die er zu einer erfolgreichen Einheit geformt hat. „Wir funktionieren unheimlich gut als Team. Einen Überflieger gibt es bei uns nicht“, stellt der Trainer zu Recht fest. Dass es für die sportliche Qualifikation für Deutschlands zweithöchste Liga reichen könnte, ist dennoch ein kleines Wunder. Ein Wunder, dem die Verantwortlichen nun plötzlich auch hinter den Kulissen gerecht werden müssen. Lizenzanträge sind jedenfalls sowohl für die ProB als auch für die ProA gestellt worden.

„Wenn wir die Chance bekommen, in der ProA zu spielen, dann wollen wir sie auch wahrnehmen. Wir wollen die Spieler, die sich mit ganzem Herzen ins Zeug legen, auch belohnen, alles andere würde dem Sportsgeist zuwider laufen“, erklärt Ataman. Klar ist jedoch, dass die Herzöge die erforderlichen Auflagen für die ProA hinsichtlich Hallenkapazität und Etat nicht erfüllen können. Wolfenbüttel hofft deshalb, über das neu eingeführte Punkteranking den Aufstieg zu schaffen. „Während wir in der Hallenfrage Optionen haben, liegen wir in Sachen Etat unter dem, was die Liga fordert“, weiß Ataman. Kein Wunder, schließlich operieren die Herzöge selbst in der ProB mit einem höchst bescheidenen Budget. Ataman stellt klar: „Wir geben nur so viel aus, wie wir auch einnehmen.“ Wolfenbüttel ist seit der Insolvenz des Vorgänger-Klubs Wolfenbüttel Dukes ein gebranntes Kind, entsprechend konservativ wird gewirtschaftet.

Dennoch: Sollte es eine Option geben, den Aufstieg zu realisieren, wollen die Herzöge diese wahrnehmen. Und in der ProA gegen den Abstieg spielen? „Ich denke, dass wir mit unserem bestehenden Team plus ein oder zwei Verstärkungen schon eine Rolle in der Liga spielen können, auch wenn es für uns von Beginn um den Klassenerhalt gehen wird.

Andersherum ist ein ProA-Platz im Falle des Abstiegs ein sicherer ProB-Platz in der übernächsten Saison – vorausgesetzt, die Finanzen stimmen.“ Der sportliche Erfolg der Herzöge scheint auch noch andere, neue Perspektiven zu befeuern. So wird im stillen Kämmerlein darüber nachgedacht, wie man mit dem „langjährigen Erzrivalen Braunschweig zusammenkommen könnte. Auf NBBL-Ebene klappt das schon, im Braunschweiger Nachwuchs-Team spielen auch Wolfenbütteler. Und was bei den „Kleinen“ vorgelebt wird, muss doch auch bei den „Großen“ klappen, oder?

Artikel der FORWARD-April-Ausgabe (JAN FINKEN)

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