FORWARD

FORWARD - SC Rist Wedel - Talentschmiede auf dem Weg nach oben

Lomax am 17.04.2009 um 19:00

Der Name des SC Rist Wedel sorgt bei Kennern der deutschen Basketballszene für Wohlklang in den Ohren. Bereits dreimal erhielt der 1968 gegründete Verein aus der rund 32.000 Einwohner zählenden Gemeinde im Kreis Pinneberg „Das grüne Band für vorbildliche Talentförderung im Verein“ vom Deutschen Olympischen Sportbund verliehen, zahlreiche bekannte Namen stehen für erfolgreiche Nachwuchsförderung „Made in Wedel“: Die Ex-Nationalspieler André Bade und Ingo Freyer, heute Trainer bei ProA-Ligist Phoenix Hagen, Alexander Seggelke, Kapitän von Science City Jena, gehören dabei neben vielen anderen genauso dazu wie die ehemalige WNBA-Spielerin Linda Fröhlich.

Von 1994 bis 2002 waren die Rister, deren Vereinsname auf das Johann-Rist-Gymnasium in Wedel zurückgeht, fester Bestandteil der damaligen 2. Liga Nord, bevor man sich aus finanziellen Gründen in die Regionalliga zurückziehen musste. Sieben Jahre später, im April 2009, kündigt sich die Rückkehr des SC Rist Wedel auf die nationale Basketballbühne an. „Wir haben die Lizenz für die ProB beantragt, wenngleich wir von der Realisierung dieses Ziels insbesondere in wirtschaftlicher Hinsicht noch ein gutes Stück entfernt sind“, sagt Manager Ed Oosterman, der davon ausgeht, dass man den derzeitigen Etat nahezu verdoppeln müsse. „Die ProB ist nicht nur ungleich teurer als die Regionalliga, sie ist durch die weiten Auswärtsfahrten auch zeitlich deutlich aufwändiger“, fügt Oosterman an und verweist darauf, dass alle Spieler ihren Sport mit Beruf oder Studium zu vereinbaren hätten. Die vorhandene sportliche Qualität des Kaders bereitet Oosterman dabei deutlich weniger Sorgen: „Unser Ziel in der kommenden Saison kann zunächst nur Klassenerhalt heißen, unser Trainer ist jedoch davon überzeugt, dass wir an guten Tagen schon heute mit den Mittelfeldteams der ProB mithalten können!“

Trainer bei den Ristern ist Özhan Gürel, der früher selbst aktiv für Izmir und Ankara in der zweiten türkischen Liga spielte und seine Karriere frühzeitig aufgrund von Knieproblemen beenden musste. 2004 heuerte Gürel zunächst als Coachder Zweitligadamen des SC Rist Wedel an und übernahm 2007 das Herrenteam. „Er ist ein Basketballfanatiker, legt großen Wert auf Disziplin und engagiert sich weit über seine Aufgabe als Headcoach der 1. Herrenmannschaft hinaus im Verein“, lobt Oosterman den erst 29-jährigen Türken. Gürel verfügt über eine gesunde Mischung aus jungen Talenten und erfahrenen Führungsspielern, die auch in Zukunft weitestgehend zusammenbleiben soll, wobei hier insbesondere zwei Namen ins Auge stechen:

Mit dem 208 Zentimeter großen Peter Huber-Saffer (zuvor USC Heidelberg), wechselte vor dieser Saison einer der begehrtesten deutschen Centerspieler in den hohen Norden, zudem kehrte erst zu Jahresbeginn Ex-Nationalspieler Marvin Willoughby zu seinen sportlichen Wurzeln zurück. Einen Schwerpunkt wollen die Rister auch in Zukunft auf die Talententwicklung legen. „Dass wir Talente fördern können, haben wir oftmals bewiesen“, sagt Oosterman.

Der aktuellste Beweis sind die Brüder Kris und Malte Schwarz, die vor dieser Saison zu Phoenix Hagen in die ProA wechselten. Weitere Beispiele sollen folgen …

Artikel der FORWARD-April-Ausgabe (FLORIAN KIRCHNER)

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