Giants Nördlingen
Nördlingen will Veilchen pflücken
Lomax am 17.04.2009 um 11:27
Nicht nur Botaniker und Floristen sind angesprochen, wenn am Sonntag um 16.00Uhr Göttinger Veilchen in der Hermann-Keßler-Halle zu bestaunen sind. Das Anfassen dieser speziellen Veilchengattung wird größtenteils den Spielern der Giants Nördlingen vorbehalten sein, das Pflücken der Veilchen sollte Aufgabe der Nördlinger Basketballfamilie werden. Unter dem blumigen Begriff der Veilchen verbirgt sich nämlich der aktuelle Tabellendritte der BBL, die MEG Göttingen.
Dabei hat sich der letztjährige Tabellen-14. in dieser Saison vom lieblichen Veilchen zu einer fleischfressenden Pflanze entwickelt. Auf deren Speiseplan standen so unverdauliche Brocken wie Tabellenführer Oldenburg, die Brose Baskets Bamberg, Skyliners Frankfurt, Ulm und Ludwigsburg. Ausdruck der Stärke ist, dass die Göttinger außer gegen ALBA Berlin (66:74-Niederlage) gegen Mannschaften gewannen, die aktuell einen Play-Off-Platz innehaben.
Insgesamt stehen 21 Siegen sieben Niederlagen gegenüber. Dass man dabei auch gegen Teams des unteren Tabellendrittels stolpern kann, beweist die Heimniederlage gegen Trier und verlorene Punkte in Braunschweig. Ob dies allerdings Grund zur Hoffnung gibt? Schließlich rühren diese Minuspunkte aus dem Spieltagen eins und drei her. Mittlerweile ist man in Niedersachsen geizig geworden mit dem Herausrücken von Punkten, was nicht nur die Göttinger, sondern auch der Tabellenführer aus Oldenburg beweisen.
Dennoch besteht dieser Funke Hoffnung für die Kraterboys und ihren Anhang. Bei der 87:80-Hinspielniederlage der Giants in Göttingen hatte man trotz eines 51:33-Rückstandes zur Pause und trotz fehlender Centergarde eine tolle zweite Halbzeit hingelegt. Dort konnte man knapp drei Minuten vor Schluss den Rückstand auf ein 70:75 verringern. Ein Paradebeispiel Nördlinger Stärke, selbst bei scheinbar aussichtslosen Rückständen nicht aufzugeben. Diese Rückstände wird es sicherlich auch am Sonntag geben. Zu stark scheint das Göttinger Mannschaftsgefüge zu sein. Gleich vier Spieler punkten im Schnitt zweistellig und rebounden dazu noch sehr ordentlich. Topscorer ist Rückkehrer Kyle Bailey. Ihn zog es von Ligakonkurrenten Ulm zurück in die fünftgrößte Stadt Niedersachsens. Seine 14,2 Punkte im Schnitt sind neuntbester Wert der Liga. Doch der Ausnahmekönner hatte Pech. Bei der Niederlage in Bonn zog er sich eine schwere Verletzung zu, die ihn wohl zur vorzeitigen Beendigung der Spielzeit zwingt. Nach außen unbeeindruckt gewann das Team von Headcoach John Patrick aber die folgenden drei Spiele.
Winnertypen dazu haben sie allemal. Aus gemeinsamen Cuxhavener Zeiten der Ex-Teamkollege von Danny Gibson und Monta McGhee, Roderick Trice mit 12,4 Punkten zum Beispiel oder Chris Oliver, aus den spannenden Spielen gegen die Kaiserslautern Braves letzte Saison noch in Erinnerung. Vor allem Oliver schenkte den Riesern im Hinspiel mit 21 Punkten kräftig ein. Dazu holte er sich noch acht Rebounds. Und das in nicht einmal 30 Minuten Einsatzzeit. Eine noch stärkere Duftmarke bei den Veilchen setzte lediglich Charles Lee, wie Oliver ebenfalls ein Forward. Seine 22 Punkte und neun Rebounds waren die Topwerte des Spiels. Gerade in Sachen Rebounds wird es eine hochinteressante Partie. Die Göttinger sind die offensiv reboundstärkste Mannschaft, die zweitstärkste sind die Giants Nördlingen, die insgesamt das zweitbeste Reboundteam der Liga darstellt. Zu den vielen Bekannten darf man in Nördlingen auch Robert Dill begrüßen, der letzte Saison die Stiefel für die Rieser schnürte.
Mit den Göttingern stellt sich sicherlich ein Überraschungsteam in der Hermann-Keßler-Halle vor. Dieses Prädikat wurde auch schon den Giants Nördlingen ausgestellt, als sie als Aufsteiger so sensationell gut in die BBL-Saison gestartet sind. Der Alltag hat die Rieser Spaßmacher eingeholt und während die MEG Göttingen vor kurzem erst einen Namenssponsor an Land zog kämpft man im Ries noch an vielen Fronten. Die angepeilten zwei Punkte waren in den Spielen gegen Quakenbrück und Bonn jedes Mal in greifbarer Nähe. Ob es gegen das Spitzenteam aus Niedersachsen reichen wird muss man sehen. Immerhin, ein kleiner Vorteil für die Nördlinger besteht: die Göttinger mussten am Freitag noch zu Hause gegen Tübingen ran (bei Redaktionsschluss noch nicht beendet). Vielleicht treffen die Giants auf etwas welke Veilchen, verlassen darauf dürfen sie sich allerdings nicht. Die Göttinger stehen momentan punktgleich hinter ALBA Berlin auf Rang drei, dahinter lauern die Bonner. Ein Sieg der Göttinger am Freitag und die Aussicht Berlin noch einen Rang abzulaufen dürften genügend Nährstoff sein, die Veilchen in vollster Pracht erleben zu können. Und da sind gepflückte Blumen naturgemäß am Schönsten!
Pressemitteilung: Giants Nördlingen
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Dabei hat sich der letztjährige Tabellen-14. in dieser Saison vom lieblichen Veilchen zu einer fleischfressenden Pflanze entwickelt. Auf deren Speiseplan standen so unverdauliche Brocken wie Tabellenführer Oldenburg, die Brose Baskets Bamberg, Skyliners Frankfurt, Ulm und Ludwigsburg. Ausdruck der Stärke ist, dass die Göttinger außer gegen ALBA Berlin (66:74-Niederlage) gegen Mannschaften gewannen, die aktuell einen Play-Off-Platz innehaben.
Insgesamt stehen 21 Siegen sieben Niederlagen gegenüber. Dass man dabei auch gegen Teams des unteren Tabellendrittels stolpern kann, beweist die Heimniederlage gegen Trier und verlorene Punkte in Braunschweig. Ob dies allerdings Grund zur Hoffnung gibt? Schließlich rühren diese Minuspunkte aus dem Spieltagen eins und drei her. Mittlerweile ist man in Niedersachsen geizig geworden mit dem Herausrücken von Punkten, was nicht nur die Göttinger, sondern auch der Tabellenführer aus Oldenburg beweisen.
Dennoch besteht dieser Funke Hoffnung für die Kraterboys und ihren Anhang. Bei der 87:80-Hinspielniederlage der Giants in Göttingen hatte man trotz eines 51:33-Rückstandes zur Pause und trotz fehlender Centergarde eine tolle zweite Halbzeit hingelegt. Dort konnte man knapp drei Minuten vor Schluss den Rückstand auf ein 70:75 verringern. Ein Paradebeispiel Nördlinger Stärke, selbst bei scheinbar aussichtslosen Rückständen nicht aufzugeben. Diese Rückstände wird es sicherlich auch am Sonntag geben. Zu stark scheint das Göttinger Mannschaftsgefüge zu sein. Gleich vier Spieler punkten im Schnitt zweistellig und rebounden dazu noch sehr ordentlich. Topscorer ist Rückkehrer Kyle Bailey. Ihn zog es von Ligakonkurrenten Ulm zurück in die fünftgrößte Stadt Niedersachsens. Seine 14,2 Punkte im Schnitt sind neuntbester Wert der Liga. Doch der Ausnahmekönner hatte Pech. Bei der Niederlage in Bonn zog er sich eine schwere Verletzung zu, die ihn wohl zur vorzeitigen Beendigung der Spielzeit zwingt. Nach außen unbeeindruckt gewann das Team von Headcoach John Patrick aber die folgenden drei Spiele.
Winnertypen dazu haben sie allemal. Aus gemeinsamen Cuxhavener Zeiten der Ex-Teamkollege von Danny Gibson und Monta McGhee, Roderick Trice mit 12,4 Punkten zum Beispiel oder Chris Oliver, aus den spannenden Spielen gegen die Kaiserslautern Braves letzte Saison noch in Erinnerung. Vor allem Oliver schenkte den Riesern im Hinspiel mit 21 Punkten kräftig ein. Dazu holte er sich noch acht Rebounds. Und das in nicht einmal 30 Minuten Einsatzzeit. Eine noch stärkere Duftmarke bei den Veilchen setzte lediglich Charles Lee, wie Oliver ebenfalls ein Forward. Seine 22 Punkte und neun Rebounds waren die Topwerte des Spiels. Gerade in Sachen Rebounds wird es eine hochinteressante Partie. Die Göttinger sind die offensiv reboundstärkste Mannschaft, die zweitstärkste sind die Giants Nördlingen, die insgesamt das zweitbeste Reboundteam der Liga darstellt. Zu den vielen Bekannten darf man in Nördlingen auch Robert Dill begrüßen, der letzte Saison die Stiefel für die Rieser schnürte.
Mit den Göttingern stellt sich sicherlich ein Überraschungsteam in der Hermann-Keßler-Halle vor. Dieses Prädikat wurde auch schon den Giants Nördlingen ausgestellt, als sie als Aufsteiger so sensationell gut in die BBL-Saison gestartet sind. Der Alltag hat die Rieser Spaßmacher eingeholt und während die MEG Göttingen vor kurzem erst einen Namenssponsor an Land zog kämpft man im Ries noch an vielen Fronten. Die angepeilten zwei Punkte waren in den Spielen gegen Quakenbrück und Bonn jedes Mal in greifbarer Nähe. Ob es gegen das Spitzenteam aus Niedersachsen reichen wird muss man sehen. Immerhin, ein kleiner Vorteil für die Nördlinger besteht: die Göttinger mussten am Freitag noch zu Hause gegen Tübingen ran (bei Redaktionsschluss noch nicht beendet). Vielleicht treffen die Giants auf etwas welke Veilchen, verlassen darauf dürfen sie sich allerdings nicht. Die Göttinger stehen momentan punktgleich hinter ALBA Berlin auf Rang drei, dahinter lauern die Bonner. Ein Sieg der Göttinger am Freitag und die Aussicht Berlin noch einen Rang abzulaufen dürften genügend Nährstoff sein, die Veilchen in vollster Pracht erleben zu können. Und da sind gepflückte Blumen naturgemäß am Schönsten!
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