Giants Nördlingen
Nördlinger Basketballfamilie braucht ein Antidepressivum
Lomax am 08.04.2009 um 10:50
„Ein Spiel des FC Barcelona ist in diesen Zeiten das stärkste Antidepressivum, das es gibt.“ sagte im Vorfeld des Champions League-Spiels gegen den FC Bayern der Vereinspräsident Joan Laporta. Von dieser Aussage ist der Manager der Giants Nördlingen, Jürgen Kohl weit entfernt. Seit sechs Spielen ist man sieglos. Außer im Heimspiel gegen Oldenburg konnte man kein Schlussviertel mehr für sich entscheiden, obwohl man vorher oft unterhaltsamen Kraterbasketball zu sehen bekam. Das soll sich nicht nur nach den Vorstellungen von Giants Trainer Andy Wagner am Samstag gegen die Telekom Baskets Bonn drastisch ändern.
Auch beim Dienstagsspiel gegen Quakenbrück ließen die Nördlinger sich im letzten Viertel die Butter vom Brot nehmen. 22:35 verlor man dieses. Dabei will Wagner nicht konditionelle Probleme als Ursache für die Niederlage geltend machen, sondern individuelle Fehler. Das allerdings zwei mit vier Fouls belastete Dragons-Spieler nicht vorzeitig zum Duschen geschickt wurden sei wiederum der Cleverness einer routinierten gegnerischen Truppe zu danken. Wenn es nach der Routine ginge, bräuchten die Nördlinger am Samstag gar nicht antreten. Mit den Telekom Baskets Bonn kommt der viermalige deutsche Vizemeister (zuletzt vergangene Saison) und ein Europapokalteilnehmer. Dort schied man in der EuroChallenge-Viertelfinalserie mit nach zwei Spielen gegen den 14-fachen italienischen Meister Virtus Bologna aus. In der BBL stehen die Bonner mit Platz vier mitten drin in den Play Offs. Diesen gilt es zu verteidigen, hat man dadurch doch den Vorteil des Heimrechtes in einer „Best of three“-Serie.
Momentan wären die Ulmer Gegner, die nur zwei Punkte hinter den Baskets liegen. Ansporn genug für die Schützlinge von Trainer Michael Koch in Nördlingen Vollgas zu geben.
Im Hinspiel gab es einen mühsamen 61:54-Sieg der Baskets. Hier hatten die Nördlinger im letzten Viertel lediglich sechs (!!) Bonner Punkte zugelassen, waren allerdings im dritten Viertel (10:19) indisponiert. Auch ohne ihre lange Garde hatten die Rieser die Rebounds dominiert (40:28), scheiterten aber an einer katastrophalen Wurfquote.
Probleme bereiteten den Nördlingern Center Ken Johnson, der unter den Körben keinen echten Widerstand fand. Wie auch, weilte Avi Kazarnovski im Krankenstand und Brian Butch war noch kein Nördlinger. Dies hätte Johnson in der Pre-Season werden können, wurde nach einem Tryout in Nördlingen aber nicht behalten, da er nicht in das Nördlinger Konzept passte. So haben die Rieser nun mit Butch einen echten Allrounder, der es auch mal schön krachen lassen kann.
Für die Kraterboys ist es erneut eine Chance, den Klassenerhalt perfekt zu machen. Sie sind in diesem Spiel klarer Außenseiter, ist die Bank der Gäste doch zu tief besetzt. Vier Nördlinger stehen unter den Top 10 der Spielminuten pro Spiel, was auf die Länger der Saison gesehen natürlich ein Handicap ist. Dennoch haben die Nördlinger schon oft bewiesen, dass gerade das Spiel gegen große Favoriten zu ihren Lieblingsbe-schäftigungen gehört. Gegen Frankfurt Oldenburg, Berlin oder Bamberg hat man sich Respekt verschafft und auch teilweise Erfolgserlebnisse einfahren können. Das Spiel wird sicherlich ein Schmankerl, denn die Bonner spielen einen offensivorientierten Basketball und erzielen im Schnitt 77,6 Punkte. Damit sind sie viertbeste Mannschaft. Da die Giants nun auch unter den Körben Alternativen haben wird es spannend zu sehen, wie man sich gegen den Favoriten aus der Affäre zieht. Mit dem Bonner John Bowler kommt zudem der beliebteste Spieler der letzten Saison in die Hermann-Keßler-Halle. Ihm und seiner Mannschaft gilt es sportlich auf die Füße zu treten. Am vergangenen Dienstag fanden trotz des ungewohnten Termins erfreuliche 2.100 Zuschauer den Weg in die Halle. Gegen die Klassemannschaft der Telekom Baskets Bonn dürften es nochmals eine Reihe mehr werden, schließlich gelten die Bonner Fans als reisefreudig.
Gemeinsam mit der guten Stimmung vom Dienstag sollte es aber gelingen, mindestens eine Serie zum Reißen zu bringen: die Niederlagenserie der Giants Nördlingen oder die Serie des schlechten Schlußviertels. Am besten beides, denn die Vorzeichen stehen nicht schlecht. Seit sieben Spielen wechseln sich bei den Gästen Sieg und Niederlage in regelmäßiger Folge ab. Am Samstag wäre eine Niederlage an der Reihe. Für die Nördlinger Basketballfamilie ein echtes Antidepressivum…
Pressemitteilung: Giants Nördlingen
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Auch beim Dienstagsspiel gegen Quakenbrück ließen die Nördlinger sich im letzten Viertel die Butter vom Brot nehmen. 22:35 verlor man dieses. Dabei will Wagner nicht konditionelle Probleme als Ursache für die Niederlage geltend machen, sondern individuelle Fehler. Das allerdings zwei mit vier Fouls belastete Dragons-Spieler nicht vorzeitig zum Duschen geschickt wurden sei wiederum der Cleverness einer routinierten gegnerischen Truppe zu danken. Wenn es nach der Routine ginge, bräuchten die Nördlinger am Samstag gar nicht antreten. Mit den Telekom Baskets Bonn kommt der viermalige deutsche Vizemeister (zuletzt vergangene Saison) und ein Europapokalteilnehmer. Dort schied man in der EuroChallenge-Viertelfinalserie mit nach zwei Spielen gegen den 14-fachen italienischen Meister Virtus Bologna aus. In der BBL stehen die Bonner mit Platz vier mitten drin in den Play Offs. Diesen gilt es zu verteidigen, hat man dadurch doch den Vorteil des Heimrechtes in einer „Best of three“-Serie.
Momentan wären die Ulmer Gegner, die nur zwei Punkte hinter den Baskets liegen. Ansporn genug für die Schützlinge von Trainer Michael Koch in Nördlingen Vollgas zu geben.
Im Hinspiel gab es einen mühsamen 61:54-Sieg der Baskets. Hier hatten die Nördlinger im letzten Viertel lediglich sechs (!!) Bonner Punkte zugelassen, waren allerdings im dritten Viertel (10:19) indisponiert. Auch ohne ihre lange Garde hatten die Rieser die Rebounds dominiert (40:28), scheiterten aber an einer katastrophalen Wurfquote.
Probleme bereiteten den Nördlingern Center Ken Johnson, der unter den Körben keinen echten Widerstand fand. Wie auch, weilte Avi Kazarnovski im Krankenstand und Brian Butch war noch kein Nördlinger. Dies hätte Johnson in der Pre-Season werden können, wurde nach einem Tryout in Nördlingen aber nicht behalten, da er nicht in das Nördlinger Konzept passte. So haben die Rieser nun mit Butch einen echten Allrounder, der es auch mal schön krachen lassen kann.
Für die Kraterboys ist es erneut eine Chance, den Klassenerhalt perfekt zu machen. Sie sind in diesem Spiel klarer Außenseiter, ist die Bank der Gäste doch zu tief besetzt. Vier Nördlinger stehen unter den Top 10 der Spielminuten pro Spiel, was auf die Länger der Saison gesehen natürlich ein Handicap ist. Dennoch haben die Nördlinger schon oft bewiesen, dass gerade das Spiel gegen große Favoriten zu ihren Lieblingsbe-schäftigungen gehört. Gegen Frankfurt Oldenburg, Berlin oder Bamberg hat man sich Respekt verschafft und auch teilweise Erfolgserlebnisse einfahren können. Das Spiel wird sicherlich ein Schmankerl, denn die Bonner spielen einen offensivorientierten Basketball und erzielen im Schnitt 77,6 Punkte. Damit sind sie viertbeste Mannschaft. Da die Giants nun auch unter den Körben Alternativen haben wird es spannend zu sehen, wie man sich gegen den Favoriten aus der Affäre zieht. Mit dem Bonner John Bowler kommt zudem der beliebteste Spieler der letzten Saison in die Hermann-Keßler-Halle. Ihm und seiner Mannschaft gilt es sportlich auf die Füße zu treten. Am vergangenen Dienstag fanden trotz des ungewohnten Termins erfreuliche 2.100 Zuschauer den Weg in die Halle. Gegen die Klassemannschaft der Telekom Baskets Bonn dürften es nochmals eine Reihe mehr werden, schließlich gelten die Bonner Fans als reisefreudig.
Gemeinsam mit der guten Stimmung vom Dienstag sollte es aber gelingen, mindestens eine Serie zum Reißen zu bringen: die Niederlagenserie der Giants Nördlingen oder die Serie des schlechten Schlußviertels. Am besten beides, denn die Vorzeichen stehen nicht schlecht. Seit sieben Spielen wechseln sich bei den Gästen Sieg und Niederlage in regelmäßiger Folge ab. Am Samstag wäre eine Niederlage an der Reihe. Für die Nördlinger Basketballfamilie ein echtes Antidepressivum…
Pressemitteilung: Giants Nördlingen
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