FORWARD

FORWARD – Wie stark ist die ProA? – Das Unterhaus holt auf

Lomax am 21.03.2009 um 11:56

Als im Sommer 2007 die 2. Bundesliga Pro A aus der Taufe gehoben wurde, erhofften sich die Macher einen starken Unterbau zur BBL, der die Kluft zwischen Branchenführer und zweithöchster Spielklasse verkleinern sollte. Knapp zwei Jahre später sind sich die meisten Experten einig, dass diese Zielvorgabe erreicht wurde. Die neue zweite Liga hat sich etabliert und bewegt sich auf einem hohen basketballerischen Niveau.

Wie stark aber sind die ProA-Mannschaften wirklich? Isolierte Ergebnisse zeigen, dass Spitzenteams des Unterhauses BBL-Vereinen an besonderen Tagen durchaus gefährlich werden können. Im Rahmen des BBL-Pokals 2007/2008 zerlegten die Cuxhaven BasCats nacheinander die BG 74 Göttingen und die Bayer Giants Leverkusen. Gegen die Riesen vom Rhein, damals immerhin Tabellendritter in der Beletage, führten die „Katzen“ zwischenzeitlich mit fast 30 Punkten. Im aktuellen Cupwettbewerb bezwang der Mitteldeutsche BC einigermaßen souverän die Köln 99ers. „Der Pokal hat immer was von David gegen Goliath und es kann immer eine Dynamik entstehen, die Favoriten stürzen lässt, besonders, wenn beim Erstligisten die Einstellung nicht stimmt“, erinnert sich der ehemalige Cuxhavener Monta McGhee an die Schlagerspiele gegen die Großen der Zunft.

„Wir haben im Pokal gezeigt, dass wir mit BBL-Teams mithalten und sie auch schlagen können“, billigt MBC-Coach Björn Harmsen seiner Truppe durchaus Erstligatauglichkeit zu, schränkt aber sogleich ein: „Es ist allerdings klar, dass wir mit diesem Kader eine Liga höher ausschließlich gegen den Abstieg spielen würden.“ Harmsen muss es wissen, trainierte er doch in der abgelaufenen Runde den BBL-Absteiger Science City Jena. „Die ProA hat sicherlich aufgeholt, doch in der ersten Liga wird taktisch weiterhin auf einem wesentlich höheren Level gearbeitet. Außerdem sind die Akteure viel athletischer.“ Malik Moore, früher in Diensten der Paderborn Baskets Erstligaprofi und mittlerweile Schützling von Harmsen, pflichtet seinem Übungsleiter bei: „In der Pro A spielt man gegen Mannschaften, die nur zwei oder drei wirklich starke Spieler mitbringen. In der BBL dagegen stehen in jedem Kader mindestens sechs oder sieben Profis, die jederzeit eine Partie entscheiden können. Alles ist viel intensiver und schneller und Fehler werden sofort bestraft.“

Für einen möglichen Aufstieg ist es den Weißenfelsern aber dennoch nicht bang: „Die Strukturen hier sind sehr professionell und ich kann mich voll auf den sportlichen Bereich konzentrieren. Die Grundlagen sind absolut vorhanden“, berichtet Harmsen. Einigkeit herrscht bei Spieler und Trainer in der Frage, ob sie es vorziehen, bei einem Spitzenverein in der ProA unter Vertrag zu stehen oder im Oberhaus gegen den Abstieg zu kämpfen: „Beide Situationen erzeugen großen Druck auf die Protagonisten, aber es ist wesentlich anstrengender im Abstiegskampf zu stecken, da man öfter verliert als gewinnt. Im Aufstiegsrennen kann man immer wieder neue Energie aus den zahlreichen Siegen ziehen, bei vielen Pleiten muss man sich da etwas anderes einfallen lassen“, erläutert Harmsen. Moore schlägt in die gleiche Kerbe: „Es liegt in der Natur der Sache, dass bei erfolgreichen Mannschaften die Teamchemie besser ist, als bei Teams in Schwierigkeiten. Die jeweilige Liga ist da gar nicht so wichtig.“

Artikel der FORWARD-März-Ausgabe (MATTHIAS HAUFER)

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